„In den Wald gehen“ ist eine fotografische Reise durch den Lebensraum Wald, der seine Entwicklung über die letzten Jahrzehnte sowie die Beziehung der Menschen zu diesem besonderen Ort untersucht und in einem Buch zusammenfasst. Über Interviews kommen Personen aus verschiedenen Altersgruppen zu Wort und teilen ihre Ansichten zu Themen wie Kindheit, Erinnerungen, Heimat und Veränderung in Bezug auf den Wald. Diese Interviews werden durch Bildstrecken begleitet, welche als eine Momentaufnahme den aktuellen Zustand unserer Wälder dokumentieren. Eine Broschüre fungiert als Beilage zum Buch und erarbeitet, über einen Essay, den historischen Kontext der deutschen Wälder in Bezug auf Literatur und Kunst, um kollektive Wahrnehmungsmuster aufzuzeigen und zu erläutern.
Beschreibung (en)
“Going into the forest” is a photographic journey through the forest, examining its development over the last few decades and people's relationship to this special place, summarizing it in a book. Through interviews, people from different age groups share their views on topics such as childhood, memories, home and change in relation to the forest. These interviews are accompanied by a series of pictures that document the current state of our forests as a snapshot. A brochure acts as a supplement to the book and uses an essay to develop the historical context of German forests in relation to literature and art in order to show and explain collective patterns of perception.
"In Defense of Mis Caprichos" ist eine multimediale Ausstellung, die auf einem selbst kuratierten Archiv von 140 gefundenen und eigenen Bildern basiert. Sie setzt sich mit der vernakulären Bildsprache Lateinamerikas auseinander – von Memes und persönlichen Fotos bis zu Screenshots. Viele Bilder sind durch digitale Verbreitung nur in niedriger Auflösung erhalten und spiegeln so die visuelle Textur des Internets wider. Sie vermitteln eine Sensibilität, die sich nicht erklären lässt, sondern sich durch Stimmung, Ton und Wiederholung entfaltet. Viele der Bilder stammen aus oder zeigen Kontexte des Globalen Südens und verstehen sich als Hommage an dortige alltägliche, informelle Gesten. Zusammen bilden sie eine visuelle Sprache, die intim, vielschichtig, instabil und oft humorvoll ist.
Das Projekt bezieht sich auf Hal Fosters Aufsatz "An Archival Impulse", der das Archivieren als künstlerische Praxis versteht und Fragmentierung der Kohärenz vorzieht – zentrale Konzepte für dieses sich stetig wandelnde Archiv. Daraus wurden zehn künstlerische Objekte entwickelt, die die Skurrilitäten der Sammlung erfassen: Repliken, Performances oder hybride Assemblagen. Ihre Logik beruht auf Aneignung, Kopie und Transformation – im Sinne Byung-Chul Hans, der Replikation als kreative Strategie für neue Bedeutungen begreift.
Einige Werke greifen konkrete Bilder auf: Eine Performance, bei der ein Plastikpool auf einem Motorrad transportiert wird, bezieht sich auf ein Archivbild. Ein anderes verwandelt einen falsch übersetzten Tweet in ein dekoratives Holzschild. Ein drittes ist ein Traumfänger aus gelber Unterwäsche – inspiriert von einem kolumbianischen Neujahrsbrauch, wonach gelbe Unterwäsche Glück bringen soll.
Ein zentrales Element ist eine Videoarbeit, die das gesamte Archiv in Endlosschleife zeigt, begleitet von Texten aus unterschiedlichen Quellen: akademisch, persönlich oder aus sozialen Medien. Die Anordnung ist nicht erklärend, sondern atmosphärisch. Die Ausstellung schafft einen hierarchiefreien Raum, der Intuition, spielerische Ernsthaftigkeit und visuelle Alltagskulturen in den Mittelpunkt stellt.
In Defense of Mis Caprichos is a multimedia exhibition based in a self-curated archive of 140 found and self-produced images that reflect the vernacular visual language of Latin America. These images—ranging from memes and personal photographs to screenshots— carry a distinct sensibility: one that resists explanation and instead unfolds through mood, tone, and repetition. Often low in resolution due to constant digital circulation, the images reflect the visual texture of the internet. Many celebrate vernacular and informal gestures, circulating quickly across digital platforms to form a visual language that is intimate, layered, unstable, and often humorous.
The work draws on Hal Foster’s An Archival Impulse, where archiving is seen as an artistic practice and a preference for fragmentation over coherence reflects a deliberate artistic strategy.
From this archive, ten objects were developed, each guided by a specific premise. Some take the form of replicas, others of performances or hybrid assemblages. These objects operate as attempts to “grasp” the underlying sensibility of the archive. Their logic often draws on the aesthetics of appropriation, copying, and transformation—resonating with Byung-Chul Han’s Shanzhai: Deconstruction in Chinese, where copying and sampling are understood as creative strategies capable of generating new meaning.
A second core component of the exhibition is a video slideshow that presents the full image archive in a loop. The video has no beginning and no end, as it is conceived as a work in progress—the archive is constantly evolving. Each image is accompanied by 1–2 lines of text drawn from diverse sources: academic texts, social media posts, and personal writings. The arrangement is not explanatory but atmospheric, evoking how Susan Sontag, in Notes on Camp, approaches a sensibility not through linear explanation but through curation and juxtaposition.
In Defense of Mis Caprichos does not seek resolution or synthesis. Instead, it inhabits a space of connection without hierarchy. It is an argument for intuition, for playful seriousness, and for honoring the seemingly trivial gestures we encounter every day.
In Bearbeitung -Alpine Landschaften basiert auf dem fotografischen Nachlass des Geologen, Gletscherforschers, Skisportlers und Sportfunktionärs Wilhelm Paulcke, der einige tausend Aufnahmen aus dem Alpenraum enthält. Sie zeigen geologische Formationen und Gletscher, Staudämme‚ Berghütten und Siedlungen und entstanden teils für geologische und glaziologische Studien, aber auch als Reisedokumentation während beruflicher und privater Aufenthalte Paulckes in den Bergen zwischen 1890 und 1940.
Die erneute Aufnahme einiger der Fotografien von den gleichen Standpunkten rund 100 Jahre später dokumentiert die Entwicklung, die die fotografierten Orte genommen haben. Die möglichst exakte Wiederholung minimiert den Einfluss der Variable des Raumes auf das Bild, der zeitliche Vergleich wird um so prägnanter. Die Berge in ihrer stoischen Permanenz bieten den menschengemachten Veränderungen der in sie eingebetteten Landschaft eine Kulisse, aus der sie fast über deutlich hervortreten.
Durch die erfasste Zeitspanne über 100 Jahre gibt In Bearbeitung -Alpine Landschaften einen Einblick in Prozesse, die den möglichen Erfahrungshorizont eines Menschen übersteigen. Zum Teil sind es Prozesse der Domestizierung des Natur- und Lebensraums der Alpen, die sich in der Anpassung der Landschaft an zivilisatorische Bedürfnisse zeigen und in der Anpassung der Infrastruktur an steigende Bevölkerungs-und Besucherzahlen. An anderer Stelle lässt sich auf Vorgänge schließen, die auf größere, globale Veränderungen verweisen wie der schleichende Rückzug von Gletschern und die mit immer größerem Aufwand betriebene künstliche Aufrechterhaltung von befahrbaren Schneeflächen für den Wintersport.
Ergänzende Fotografien konkretisieren gezeigte Veränderungen; sie verdeutlichen, was in den vergleichenden Bildpaaren oft nur erahnt werden kann: Ursachen,Ausprägungen und Auswirkungen der Veränderungen auf Landschaft und Mensch. Thematisiert wird auch die Art der Beziehung des Menschen zur Alpenlandschaft, die sich in seinem Habitus beim Nutzen der Berge offenbart.
In Bearbeitung -Alpine Landschaften erzählt von der Prozesshaftigkeit intensiv genutzter Landschaften. Sie sind nie fertig, im Gegenteil: Je stärker sie raffiniert werden, desto mehr ordern die schon erfolgten Eingriffe weitere Anpassungen ein. In diesem Sinn stehen die gezeigten Landschaften synonym für viele Landschaften weltweit. deren Veränderungsrate diejenige natürlicher landschaftlicher Veränderungsprozesse um ein Vielfaches übersteigt.
HERBERGEN 4
SIEDLUNGEN 20
ENERGIE UND INFRASTRUKTUR 40
PISTEN 68
GLETSCHER 106
Die fiktive Teleshopping-Show “1.2b.TV” untersucht popkulturelle Codes, neoliberale Selbstinszenierungen und den Zwang zur Einzigartigkeit in unserer Gesellschaft. Präsentiert werden fünf Produkte in Form von fünf Puppen im Barbieformat.
IDoll BOSS BABE EFFECT
If I’m a Boss Babe everything I touch becomes pure independence & financial freedom.
IDoll LEO GIRL EFFEKT
If I’m a Leo everything I touch becomes roaring golden confidence and self love.
IDoll CUNT EFFEKT
If I'm a Cunt everything I touch becomes pure pleasure.
IDoll WIFEY EFFEKT
If I'm a Wifey everything I touch becomes a sign of care.
IDoll EDGY ONE EFFEKT
If I‘m an Edgy One everything I touch becomes a question to the normative order.
Die Kits enthalten Outfits, Accessoires und Motto-Sprüche, die die performative Konstruktion dieser Rollen greifbar machen. In Erscheinung von Erika Mustermann verkörpert die Moderatorin in einer endlosen Repetition die Rollen der IDolls. Als „Töchter“ und Nachfolgerinnen von Erika Mustermann tragen sie ihre Privilegien weiter und machen diese zur Grundlage ihrer eigenen Existenz.
Die Show nutzt satirische Überzeichnung, um den heutigen Individualismuskult kritisch zu reflektieren, der permanente Identitätsarbeit fordert. Sie beleuchtet die Widersprüche dieses Systems aus feministischer Perspektive und fragt, welche Normen, Rollenbilder und Erwartungen unser Verständnis von weiblicher* Identität prägen und einschränken.
The fictional teleshopping show “1.2b.TV” explores neoliberal self-promotion, pop culture codes and the societal pressure to be unique. Five products are presented in the form of Barbie-sized dolls:
IDoll – BOSS BABE EFFECT
If I'm a Boss Babe, everything I touch becomes pure independence and financial freedom.
IDoll – LEO GIRL EFFECT
If I'm a Leo, everything I touch becomes roaring golden confidence and self-love.
IDoll – CUNT EFFECT
If I'm a Cunt, everything I touch becomes pure pleasure.
IDoll – WIFEY EFFECT
If I'm a Wifey, everything I touch becomes a sign of care.
IDoll – EDGY ONE EFFECT
If I'm an Edgy One, everything I touch becomes a question to the normative order.
The kits contain outfits, accessories, and slogans that make the performative construction of these roles tangible. Appearing as Erika Mustermann, the presenter endlessly embodies the roles of the IDOLLS. As Erika Mustermann’s “daughters” and successors, they carry forward her privileges and make them the very foundation of their own existence.
Through satirical exaggeration, the show critically reflects on today’s “cult of individualism”, which demands constant identity work. It highlights the contradictions of this system from a feminist perspective and asks which norms, role models, and expectations shape and limit our understanding of female* identity.
Mit den Mitteln einer wissenschaftlichen Lecture erzählt „I Cried A Smile“ eine Geschichte über eine Person mit 2 Köpfen, Holz das zu Menschen wird, und die Erinnerung daran als Kind mit Neuropsychologie in Kontakt zu treten. Zwei übereinander hängende Projektionsflächen zeigen Zeichnungen, Animationen und gefundenes Bildmaterial während meine Stimme vom Band läuft und ich an einem Schreibtisch sitzend, mit dem Verfahren „Lip-Sync“ lautlos mitspreche. Das Publikum sitzt wie in einem anatomischen Theater in zwei Halbkreisen um mich herum.
Beschreibung (en)
Using the means of a scientific lecture, “I Cried A Smile” tells a story about a person with two heads, wood that becomes human, and the memory of coming into contact with neuropsychology as a child. Two projection screens hanging above me showcasing drawings, animations and found footage while my voice runs from the tape and I, sitting at a desk, speak along inaudibly using the “Lip-Sync” method. The audience sits around me like in an anatomical theater.
„Der Weg ist das Ziel“ ist meine Devise. Der Arbeitsprozess ist daher ein wichtiger Teil meines Diploms. Ich zeige Fotos aus unterschiedlichen Teilen der Welt mit sehr unterschiedlichen Bildsprachen. Sie sind Momentaufnahmen aus meinem Blick durch die Kamera. Diese Bilder setze ich in Bezug zueinander, wobei manche Bilder miteinander harmonieren, funktionieren, kommunizieren – andere wiederum nicht. Durch die projizierten Bilder ändern sich die Bezüge und zeigen, dass die Bilder anders kommunizieren, je nachdem, welche Bilder an ihrer Seite sind. Dabei ist die Abfolge der Bilder eine Endlosschleife, und eine Bildkombination einer Wand kehrt immer wieder. Die Betrachtenden sind frei, selbst zu assoziieren, und jeder Blick sieht einen neuen, ganz eigenen Zusammenhang in der Konstellation der Fotografien.
Fotografieausstellung mit 18 Bildern auf Holz und Aludibond und 30 Bildern projiziert auf zwei Beamern.
Beschreibung (en)
“The journey is the reward” is my motto. The work process is therefore an important part of my diploma. I show photos from different parts of the world with very different visual languages. They are snapshots from my view through the camera. I place these images in relation to each other, whereby some images harmonize, function and communicate with each other - others do not. The projected images change the references and show that the images communicate differently depending on which images are at their side. The sequence of images is an endless loop and a combination of images on a wall is repeated again and again. Viewers are free to make their own associations and each view sees a new, unique context in the constellation of photographs.
Photography exhibition with 18 pictures on wood and Aludibond and 30 pictures projected on two beamers.
I CAN BUY MYSELF FLOWERS (OH) ist eine performative Aktion, die am internationalen feministischen Kampftag, dem 8. März 2024, stattfand. Angelehnt an die 5-Finger-Taktik aus der Demonstrationspraxis und die macht- und herrschaftszentrierte Stadtplanung Karlsruhes bewegen sich fünf Performende auf das Karlsruher Schloss zu, um dieses als patriarchales Machtzentrum zu konfrontieren. Unterstützt und begleitet werden sie dabei von jeweils einem "militanten Accessoire". Als Katalysator*in und Vermittler*in ermöglicht das "militante Accessoire" dissidente Handlungsspielräume für die Träger*innen. Es stört, empowert und protestiert.
I CAN BUY MYSELF FLOWERS (OH) ist eine performative Erprobung und geht den zentralen Fragestellungen meiner Magistraarbeit "Performende Körper und ihre militanten Accessoires. Zur Materialisierung von Dissens" nach.
Die performative Aktion wurde mit einer Sony DCR-DVD406E auf Mini-DVD dokumentiert.
Beschreibung (en)
I CAN BUY MYSELF FLOWERS (OH) is a performative action that took place on the International Feminist Day of Struggle, March 8, 2024. Based on the 5-finger tactic of protest practice and Karlsruhe's power-centric and hegemonial urban planning, five performers move towards the Karlsruhe Palace to confront it as a patriarchal center of power. Each performer is supported and accompanied by a "militant accessory". As a catalyst and mediator, the "militant accessory" enables acts of dissent. It disrupts, empowers, and protests.
I CAN BUY MYSELF FLOWERS (OH) is a performative enactment that engages with the key questions of my magistra’s thesis "Performende Körper und ihre militanten Accessoires. Zur Materialisierung von Dissens".
The performative action was documented with a Sony DCR-DVD406E on Mini-DVD.
.HYP ist eine Diplomarbeit der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe aus dem Jahr 2024. Es handelt sich um eine multisensorische Installation und Projektionsarbeit einer sich verändernden digitalen Lebensform. Die Arbeit .HYP ist der Versuch die Grenzen zwischen digitalem Leben und der analogen Welt zusammenzubringen. Dafür habe ich das Programm .HYP entwickelt, welches sich in seiner Funktionsweise und Verhalten an der Welt der Pilze orientiert. Die Idee war es, eine Lebensform zu entwickeln, welche sich selbststädnig verbreitet und mit Nährstoffen versorgt. Ähnlich zu einem Computervirus bedient sich das Projekt .HYP an Metaphern zu organischen Strukturen.
Wie das Programm sich auf einem Endgerät ausbreitet ist nur bedingt auf dem Computer ersichtlich. In der Installation sieht man lediglich bunte Muster und Formen, dessen Inhalt auf Datein basiert, welche die Besucher*innen der Installation über einen QR-Code bereitstellen können. Das Erscheinungsbild von .HYP, welches man in einem abgedunkelten Raum betrachten kann, ändert sich über die Zeit und basierend auf dem Material, welches dem Programm von Besucher*innen dargeboten wird.
.HYP is a multisensory installation and diploma project from the Karlsruhe University of Arts and Design. It explores the boundaries between digital life and the analog world through a custom developed program that mimics the biological behavior of fungal mycelium.
The digital organism functioning close to a computer virus, the software infiltrates file systems to survive. Named after fungal cells (hyphae), the project consists of specialized sub-programs:
discovery.HYP: Scouts folder structures for expansion.
collector.HYP: Consumes files, extracting saturated pixels from images as "nutrients."
safe.HYP & mainRoot.HYP: Store energy and coordinate the growth of a digital "fruiting body."
The installation is an immersive experience within a darkened room. The floor is covered in bark mulch and wood, simulating a forest floor complete with the scent of pine and woodland sounds. A powerful top-down projection visualizes the digital fungus. Visitors can interact by uploading their own files via QR code; .HYP "digests" this data, transforming it into ever-evolving, colorful patterns projected onto the organic ground.
Wie können wir Wärme mobilisieren? Diese Handtasche mit integrierter Wärmflasche ist eine Antwort auf diese Frage. Sie wurde speziell entwickelt, um Menstruationsbeschwerden zu lindern, ohne diese natürlichen Bedürfnisse zu verbergen oder zu tabuisieren. Stattdessen setzt sie ein sichtbares und selbstbewusstes Statement, das zeigt: Wohlbefinden verdient Aufmerksamkeit und Designlösungen, bei denen weibliche Designerinnen eine zentrale Rolle im heutigen gesellschaftlichen Diskurs spielen. Die Tasche ist so konzipiert, dass sie Komfort auf Reisen bietet, beispielsweise bei der Arbeit oder in öffentlichen Räumen.
Die extra lange Wärmflasche für Bauch und Rücken speichert die Wärme stundenlang und lässt sich leicht wieder auffüllen. Ein modulares Reißverschlusssystem sorgt für Vielseitigkeit in der Anwendung, und eine thermische Einlage schützt vor Überhitzung im Inneren der Tasche.
Beschreibung (en)
How can we mobilise heat? This handbag with an integrated hot water bottle is an answer to this question. It is specially designed to relieve menstrual pain without hiding or tabooing these natural needs. Instead, it makes a visible and confident statement that shows: Well-being deserves attention and design solutions, where female designers play a central role in today's social discourse. The bag is designed to provide comfort when travelling, for example at work or in public spaces.
The extra-long hot water bottle for for stomach and back retains heat for hours and can be filled up again easily. A modular zip system ensures versatility of use, and a thermal inlay protects against overheating inside the bag.
Der HOCHHAUS Audiowalk führt die Teilnehmer*innen an spezifische Orte des Hochhauses der Kaiserallee 15 in Karlsruhe und lässt das Gebäude zum Hauptakteur werden. In neun Audiotracks werden collageartig Texte aus verschiedenen Perspektiven verarbeitet.
Beschreibung (en)
The HOCHHAUS audio walk takes participants to specific locations in the high-rise building at Kaiserallee 15 in Karlsruhe, making the building the main protagonist. In nine audio tracks, texts from different perspectives are collaged together.
Referenzen:
J.G. Ballard: Hochhaus
EWG Wohnzentrum Kaiserallee Informationsprospekt von 1968
Interviews mit Bewohner*innen der Kaiserallee 15
Interview mit Hausmeister der Kaiserallee 15
George Perec: Träume von Räumen
Die Statue „Herkules Farnese“ war sowohl in der Antike als auch während der Renaissance und des Barock eine der bekanntesten Ikonen. Der eigentlich unbesiegbare Held stützt sich erschöpft auf seine Keule und versteckt hinter seinem Rücken fast kindlich drei goldene Früchte. Laut der mythologischen Erzählung steht Herkules zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Ende der ihm auferlegten Aufgabenreihe, die ihm seinen rechtmäßigen Platz im Olymp verspricht. Die goldenen Früchte aus der Erzählung symbolisieren Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit und Macht. Ursprünglich wurden sie als Äpfel interpretiert, sobald Zitrusfrüchte auf den europäischen Markt kamen, wurden aus ihnen Zitronen, Pomeranzen oder Orangen.
Mit dem stilisierten Aufleben der griechischen Antike zur Zeit der Renaissance gewann auch der „Herkules Farnese“ stärker an Bedeutung und wurde von vielen Adligen in ihren neu errichteten Gartenanlagen erst im Stil italienischer und später im Barock im Stil französischer Gärten verarbeitet sowie reproduziert. Orangerien, die zu den meisten barocken Gärten gehörten, wurden als Sammlungs- und Ausstellungsort der erworbenen Gewächse erbaut. August der Starke lies sich beispielsweise auf dem Dach seiner Orangerie als Herkules, der das Himmelsgewölbe trägt, darstellen.
Die barocken Gärten zeichnen sich besonders dadurch aus, dass die Architektur des Schloss oder Palast immer gemeinsam mit der künstlichen Landschaft entworfen wird. In Karlsruhe wurde allerdings nicht nur die Parkanlage im Gedanken des Absolutismus passend als Fortführung des Schloss gebaut, sondern auch durch die Stadtgründung 1715 die gesamte Stadtplanung dieser Ideologie folgend angelegt. Das Schloss und auch die langen Alleen, die Blickachsen auf das historische Machtzentrum erzeugen, existieren heute noch. Der Garten ist, wie fast alle anderen Anlagen im französischen Stil, relativ zügig nach der Erbauung in einen englischen Landschaftsgarten umgeplant worden.
Die Spuren der ursprüngliche Anlage sind in der Linolschnittserie mit einem Motiv basierend auf einem Bepflanzungsplan des Karlsruher Barockgartens sichtbar und ziehen die Besucher:innen der Installation von einer Metallplatte, die über die historischen Zusammenhänge der Arbeit aufklärt, in das Teehaus, den letzten Überrest des Barockgartens. Im Inneren des Pavillons steht eine Gedenkstätte für Karl, Barockgärten und die vergangenen Zeit, für die diese Männer zu Symbolfiguren wurden.
The ‘Hercules Farnese’ statue was one of the most famous icons in antiquity as well as during the Renaissance and Baroque periods. The actually invincible hero leans exhaustedly on his club and hides three golden fruits behind his back in an almost childlike manner. According to the mythological tale, at this point Hercules is about to complete the series of tasks imposed on him, which promises him his rightful place in Olympus. The golden fruits in the story symbolise fertility, immortality and power. Originally they were interpreted as apples, but as soon as citrus fruits came onto the European market, they became lemons, bitter orange or oranges.
With the stylised revival of Greek antiquity during the Renaissance, the ‘Hercules Farnese’ also became more important and was used and reproduced by many aristocrats in their newly built gardens, first in the style of Italian gardens and later in the Baroque period in the style of French gardens. Orangeries, which were part of most Baroque gardens, were built as a place to collect and display the plants acquired. Augustus the Strong, for example, had himself depicted on the roof of his orangery as Hercules carrying the vault of heaven.
Baroque gardens are particularly characterised by the fact that the architecture of the castle or palace is always designed together with the artificial landscape. In Karlsruhe, however, not only was the park built in the spirit of absolutism as a continuation of the palace, but the entire urban planning was also designed in line with this ideology when the city was founded in 1715. The palace and the long avenues, which create lines of sight to the historic centre of power, still exist today. Like almost all other French-style gardens, the garden was converted into an English landscape garden relatively quickly after its construction.
The traces of the original layout are visible in the linocut series with a motif based on a planting plan of the Karlsruhe Baroque garden and draw visitors to the installation from a metal plate, which explains the historical context of the work, into the tea house, the last remnant of the Baroque garden. Inside the pavilion is a memorial to Karl, baroque gardens and the bygone era for which these men became symbolic figures.