Kunstpublikationen und Multiples (Auflagenobjekte) der 1960er Jahren weisen strukturelle und konzeptuelle Parallelen auf, die in dieser Arbeit als Ausdruck selbstorganisierter künstlerischer Praxis zu verstehen sind. Ausgehend von einer kritischen Auseinandersetzung mit dem etablierten Kunstsystem entstanden in dieser Zeit alternative Formate der Produktion und Distribution, die auf Vervielfältigung, Partizipation und Autonomie basierten. Anhand exemplarischer Fallbeispiele, darunter die intermedialen Publikationsobjekte "dokumentation b", die "Edition Et", die Zeitschriften "spirale" und "rot" sowie die Multiples der Edition "MAT" und die Serienobjekte der "Gruppe X", wird gezeigt, wie sich die entsprechenden Werkformen als kuratorische, serielle und partizipative Medien positionieren lassen. Die Arbeit kontextualisiert diese Formate sowohl medienästhetisch als auch kulturpolitisch und versteht sie als materielle Strategien der Selbstorganisation. Sie argumentiert, dass Kunstpublikationen und Multiples nicht nur als Ausdruck einer alternativen Öffentlichkeit fungierten, sondern mit ihnen auch frühe Modelle einer dezentralen künstlerischen Infrastruktur entwickelt wurden. Diese Betrachtung ermöglicht eine genealogische Neubewertung des Multiples, indem sie sich vom etablierten, auf Marcel Duchamp fixierten Diskursrahmen löst und eine weiter gefasste Perspektive eröffnet.
Art publications and multiples from the 1960s share structural and conceptual parallels that can be understood in this work as expressions of self-organized artistic practice. Based on a critical examination of the established art system, alternative formats of production and distribution emerged during this period that were based on reproduction, participation, and autonomy. Using exemplary case studies, including the intermedia publication objects "dokumentation b", "Edition Et", the magazines "spirale" and "rot", the multiples of Edition "MAT", and the serial objects of "Gruppe X", this work shows how the corresponding forms of work can be positioned as curatorial, serial, and participatory media. The work contextualizes these formats both in terms of media aesthetics and cultural politics and understands them as material strategies of self-organization. It argues that art publications and multiples not only functioned as expressions of an alternative public sphere, but also served to develop early models of a decentralized artistic infrastructure. This perspective enables a genealogical reassessment of the multiple by breaking away from the established discourse framework centered on Marcel Duchamp and opening up a broader perspective.
"Leaving on a High Note" ist eine Reflexion über Schönheit und das Medium Buch. Die Arbeit bringt vielfältiges visuelles Material, von gescannten Fotografien und Kunstwerken über handgezeichnete Textilmuster bis hin zu in Auftrag gegebenen künstlerischen Beiträgen, zusammen. Als eine Art poetisches Moodboard geht das Projekt der Frage nach, wie sich Atmosphäre, Schönheit und visuelle Intuition durch Kuration im Zusammenspiel mit materiellen Entscheidungen formen lassen. Das Papier wurde akribisch gewählt, um die Betrachtung um eine haptische Ebene zu erweitern. Die Bindung durch den Rücken des Hardcovers verweist auf den konzeptuellen, redaktionellen und praktischen Prozess, der zum finalen Objekt geführt hat. Das Buch enthält künstlerische Beiträge von Alva Bücking sowie Zeichnungen von Charlotte Singer.
"Leaving on a High Note" wurde im Rahmen einer Ausstellung gezeigt, die die Stimmung des Buches in den Raum übertrug. Die Soirée fand am 17. Dezember 2025 im ZKM Pavillon in Karlsruhe statt und umfasste eine Installation und eine Chorperformance. Der Chor wurde von Leonie Inga Klopstock geleitet und mit von Anton Schüler designten Krägen ausgestattet.
"Leaving on a High Note" is a reflection on beauty as well as on bookmaking. It is a collection of diverse visual material ranging from scanned photography and artworks to hand-drawn textile patterns and commissioned artistic contributions. It functions as a poetic moodboard, exploring how atmosphere, beauty and visual intuition can be shaped through curation and material decisions. The paper was chosen meticulously in order to introduce a refined tactile experience to the act of viewing. The work is bound with thread punched through the hardcover spine, referencing the conceptual, editorial and practical process that led to the final object. The book includes commissioned work by Alva Bücking as well as drawings by Charlotte Singer.
"Leaving on a High Note" was shown in an exhibition that translated the book’s mood into the space. The soirée took place at the ZKM Pavillon in Karlsruhe on December 17, 2025 and featured an installation alongside a choir performance. The choir was conducted by Leonie Inga Klopstock and outfitted with collars by Anton Schüler.
Eine ländliche Region, ca. 1900. Die Landärztin Nerea Flores reist aus der Stadt in ein Dorf, um mit einer frühen Form einer Filmkamera Patientenfälle für ein medizinstudentisches Publikum zu dokumentieren. Der komplette Film erzählt sich ausschließlich aus dem Rohmaterial, das dabei entsteht – mitsamt Kameraein- und -ausschalten, Positionieren der Akteur*innen, Signalgebung etc.
Sie richtet eine improvisierte Praxis in einem leerstehenden Bauernhaus ein und probiert verschiedene, von schwer überwindbarer Distanz geprägte Therapiemethoden an den Personen aus – stets unter Anwesenheit der Kamera. Die Aufnahmepraxis irritiert die Patient*innen. Ein zur Kontrolle herbeigerufener Arztkollege bemängelt die Aufnahmen und befeuert eine radikalere Praxis beim Filmen, bei der ethische Fragen noch weiter in den Hintergrund treten sollen. Nerea fühlt sich in die Ecke gedrängt und innerlich zerrissen.
Schritt für Schritt löst sich unter Druck die Distanz zwischen Filmender und Gefilmtem auf. Flores bringt die Kamera schließlich auch mit in die Häuser der zu Behandelnden. Mit der Zeit empfinden die Patientinnen ihr Eingreifen als unangenehm und zu eindringlich und fliehen – um den Aufnahmeprozessen zu entgehen – ins Metaphysische. Nerea begegnet den zu Behandelnden nun in der Gestalt eines Waldstücks oder auch eines Baches. Da somit keine klassischen Therapieaufnahmen mehr möglich sind, wird das Projekt vorzeitig beendet.
A rural region, around 1900. Country doctor Nerea Flores travels from the city to a village to document patient cases for a medical student audience using an early form of a film camera. The entire film is told exclusively through the raw material produced in the process – including switching the camera on and off, positioning the actors, giving cues, etc.
She sets up an improvised practice in an abandoned farmhouse and tries out various therapy methods shaped by a difficult-to-overcome emotional distance – always in the presence of the camera. The filming practice unsettles the patients. A doctor colleague, sent in for supervision, criticizes the recordings and pushes for a more radical filming approach in which ethical concerns are further sidelined. Nerea feels cornered and conflicted.
Step by step, under pressure, the distance between the filmer and the filmed dissolves. Flores eventually brings the camera into the homes of her patients. Over time, the patients perceive her interventions as too intrusive and uncomfortable and flee – in order to escape the filming process – into the metaphysical. Nerea now encounters those to be treated in the form of a patch of forest or even a stream. As a result, no further traditional therapy recordings can be made, and the project is prematurely ended.
Jeder Mensch träumt, manche Träume sind lebendig und bildhaft, andere abstrakt und symbolisch. In meiner Abschlussarbeitrbeit habe ich Traumerfahrungen in interaktive Objekte übersetzt und im Rahmen einer interaktive Ausstellung präsentiert. Darin werden sieben Traumthemen reflektiert: zwei der häufigsten Traumarten, Alptraum und Lusttraum; zwei wissenschaftliche Erkenntnisse, die Schwierigkeit des Gehirns, im Schlaf Gesichter und Figuren zu erkennen sowie die Unfähigkeit, Muster in geschriebener Schrift zu lesen; drei persönliche Faszinationen, das Ritual des Einschlafens, des Aufwachens sowie das Träumen als Reise in fantastische Welten.
Beschreibung (en)
Everyone dreams, some dreams are vivid and lifelike, others abstract and symbolic. In my diploma project I translated dream experiences into interactive objects and presented them in an interactive exhibition, reflecting seven dream themes: two addressing the most common dream types, nightmare and pleasure dreaming; two drawing on scientific research, the brain's difficulty recognising faces and figures during sleep, and its inability to read patterns in written text; three rooted in personal fascination, the rituals of falling asleep and waking, and dreaming as a passage to fantastical worlds.
Meine künstlerische Arbeit beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen Metall, Bergbau sowie familiären und urbanen Archiven. Metall fungiert dabei sowohl als Material als auch als Sprache: Es trägt Gewicht, Klang und Zeit in sich und bewahrt Spuren politischer, industrieller und arbeitsgeschichtlicher Prozesse.
Ich bin in Baiyin in der chinesischen Provinz Gansu aufgewachsen, einer durch den Bergbau entstandenen Industriestadt, auch bekannt als „Kupferstadt“. Mehrere Generationen meiner Familie waren im Bergbau, in der Verhüttung und in der Erzverarbeitung tätig. Diese biografischen Hintergründe erscheinen in meiner Arbeit nicht als Nostalgie, sondern als struktureller Rahmen, der mein Verständnis von Materialität, Körper und Stadt prägt. Die Mine ist für mich kein fixer Ort, sondern ein sich wandelndes System vom Erz zum Metall, von der Infrastruktur zur Stadt und schließlich zur Ruine.
Methodisch arbeite ich mit Fotografie, Archivmaterial, industriellen Überresten sowie mit Video, Klang und Installation. Fotografie verstehe ich dabei als Prozess der Extraktion und Transformation, der Materialien aus ihrem ursprünglichen Funktionszusammenhang löst und in einen Zustand suspendierter Evidenz überführt.
My artistic work explores the relationships between metal, mining, and familial and urban archives. Metal functions both as a material and as a language: it carries weight, sound, and time, and preserves traces of political, industrial, and labor-related processes.
I grew up in Baiyin in Gansu Province, China, an industrial city shaped by mining, also known as the “Copper City.” Several generations of my family were involved in mining, smelting, and ore processing. These biographical backgrounds do not appear in my work as nostalgia, but rather as a structural framework that shapes my understanding of materiality, the body, and the city. For me, the mine is not a fixed place, but a constantly evolving system — from ore to metal, from infrastructure to the city, and ultimately to ruin.
Methodologically, I work with photography, archival materials, industrial remnants, as well as video, sound, and installation. I understand photography as a process of extraction and transformation, one that removes materials from their original functional context and transfers them into a state of suspended evidence.
6 große Bilder je 900 x 1400 mm, 8 kleine Bilder je 210 x 297 mm, 4 Kupferpalette, 3 davon je 210 x 297 mm, 1 420 x 594 mm, 4 Ständer je 70 bis 100 cm hoch.
.HYP ist eine multisensorische Installation und Projektionsarbeit einer sich verändernden digitalen Lebensform. Die Diplomarbeit .HYP lotet die Grenzen zwischen digitalem Leben und der analogen Welt mithilfe eines eigens entwickelten Programms mit spezialisierten Unterprogrammen aus, welches das biologische Verhalten von Pilzmyzel nachahmt. Der Titel der Arbeit leitet sich von Pilzzellen (Hyphen) ab.
Besucher*innen der Installation können mit dem Programm interagieren, indem sie ihre eigenen Dateien über einen QR-Code hochladen. .HYP „verdaut“ diese Daten und verwandelt sie in sich ständig weiterentwickelnde, farbenfrohe Muster, die in einem abgedunkelten Raum auf einen organischen Boden aus Rindenmulch projiziert werden. Die Installation wird zu einem immersiven Erlebnis.
Beschreibung (en)
.HYP is a multisensory installation and projection piece depicting an evolving digital life form. The graduation project .HYP explores the boundaries between digital life and the analog world using a custom-developed program with specialized subroutines that mimic the biological behavior of fungal mycelium. The title of the work is derived from fungal cells (hyphae).
Visitors to the installation can interact with the program by uploading their own files via a QR code. .HYP “digests” this data and transforms it into constantly evolving, colorful patterns that are projected onto an organic floor of bark mulch in a darkened room. The installation becomes an immersive experience.
„Manchmal ist Schmerz ganz leise“ ist eine immersive, autobiographische Hörstück-Installation, die den stillen und oft unsichtbaren Kampf mit einer schweren, namenlosen Krankheit in den Mittelpunkt stellt. Das Werk hinterfragt, was es bedeutet, in einer leistungsorientierten Gesellschaft plötzlich nicht mehr zu "funktionieren". Es geht den Ängsten, der Scham und dem tief empfundenen Gefühl des Versagens nach, das oft mit chronischer Krankheit einhergeht – Gefühle, die Betroffene selten teilen. Das Hörspiel verleiht einer Stimme Ausdruck, die für viele spricht und Einblicke in eine Realität gibt, die oft im Verborgenen bleibt.
Beschreibung (en)
‘Sometimes pain is very quiet’ is an immersive, autobiographical audio play installation that focuses on the silent and often invisible battle with a serious, nameless illness. The work questions what it means to suddenly no longer ‘function’ in a performance-orientated society. It explores the fears, the shame and the deeply felt sense of failure that often accompanies chronic illness – feelings that are rarely shared by those affected. The radio play gives expression to a voice that speaks for many and provides insights into a reality that often remains hidden.
„Imaginary Gardens with Real Toads in Them“ ist eine bekannte Zeile aus dem Gedicht „Poetry“ der amerikanischen Dichterin Marianne Moore. Es beschreibt ihre Einstellung zu Poesie und Kunst. „Imaginary gardens“ symbolisieren den idealisierten, fantastischen Teil von Kunst und Literatur – eine Vorstellung oder Wunschvorstellung, die die Fantasie anregt. Auf der anderen Seite stehen „real toads“ für die realen, greifbaren, oft unromantischen oder nicht idealisierten Aspekte der Welt – Dinge, die konkret und wahr sind, aber vielleicht nicht so schön wie die imaginären Visionen.
In meiner Ausstellung nahm ich mit drei Objekten Bezug auf diese Vorstellung:
– Eine Bank, die den Besucher zum Sitzen und Verweilen, zum Innehalten und Beobachten einlädt. Sie steht für Besinnung und die Erkenntnis der eigenen Position im Garten.
– Eine Kräuterkiste, die für das alte Wissen der Natur steht. Sie symbolisieren die verborgenen Schätze und Geheimnisse, die entdeckt und genutzt werden können. Hier ist der Besucher eingeladen, sich selbst einen Tee zusammenzustellen und aufzubrühen.
– Der Wächter des Gartens – die Kröte – und ihr Rückzugsort, der Brunnen, dienen als Quelle für alle Lebewesen. Der Brunnen steht für Tiefe und Erkenntnis, ein Ort, der durch Achtsamkeit zugänglich ist.
Begleitend zur Ausstellung lag am Eingang der Ausstellung ein kleines Leaflet für jeden Besucher mit einer von mir illustrierten Pflanze. Dazu habe ich eine kleine Geschichte zu meinem „Imaginary Garden“ abgedruckt, daneben ein Plan der Ausstellung mit Hinweisen zu den verschiedenen Objekten. Auf der Rückseite findet sich ein Impressum meiner ganzen Recherche.
„Imaginary Gardens with Real Toads in Them“ is a well-known line from the poem „Poetry“ by American poet Marianne Moore. It describes her attitude towards poetry and art.
„Imaginary gardens“ symbolises the idealised, fantastical part of art and literature – an idea or wishful thinking that stimulates the imagination. On the other hand, „real toads“ represents the real, tangible, often unromantic or non-idealised aspects of the world – things that are concrete and true, but perhaps not as beautiful as imaginary visions.
In my exhibition, I referenced this idea with three objects:
– A bench that invites visitors to sit and linger, to pause and observe. It stands for reflection and awareness of one's own position in the garden.
– A herb box, which represents the ancient knowledge of nature. They symbolise the hidden treasures and secrets that can be discovered and used. Here, visitors are invited to mix and brew their own tea.
– The guardian of the garden – the toad – and its retreat, the well, serve as a source for all living creatures. The well represents depth and insight, a place that can be accessed through mindfulness.
Accompanying the exhibition, a small leaflet was available for each visitor at the entrance, featuring a plant illustrated by me. I also printed a short story about my „Imaginary Garden“. Next to it was a map of the exhibition with information about the various objects. On the back is an imprint of my entire research.
Obwohl die Medienkunst in der zeitgenössischen Kultur zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist sie in institutionellen Sammlungen immer noch unterrepräsentiert. Die schnelle technologische Entwicklung von Hard- und Software sowie geplante Obsoleszenz stellen die Konservierung vor große Herausforderungen. Seit den 1960er Jahren hat sich die westliche Kunst von objektbasierten hin zu performativen und prozessorientierten Formen gewandelt. Dies wurde von einem Paradigmenwechsel in der Konservierungstheorie begleitet, in der Konzepte und Subjekt stärker gewichtet werden als Materialität und Objekt. Museen und der Kunstmarkt haben jedoch Schwierigkeiten, ihre Sammelpraktiken entsprechend anzupassen. In dieser Arbeit werden die Herausforderungen der Integration von Medienkunst in institutionelle Kontexte untersucht und der Bedarf an theoretischen und praktischen Anpassungen betont. Ziel ist es, Strategien zur nachhaltigen Einbindung technologisch vermittelter Kunstwerke in Sammlungen und das kulturelle Gedächtnis zu entwickeln. Im Fokus steht dabei das ZKM in Karlsruhe als führende Institution der Medienkunstkonservierung. Auf Basis interdisziplinärer Forschung und Interviews werden zentrale Themen wie Interaktivität, Variabilität, Authentizität, Zeitlichkeit und der Wandel des Kunstobjekts analysiert.
Media art, despite its growing prominence in contemporary culture, remains underrepresented in institutional collections. Rapid technological obsolescence—affecting both hardware and software—poses major challenges for preservation. Since the 1960s, Western art has shifted from object-based works toward performative and process-oriented practices, paralleled by changes in conservation theory that prioritize concepts and subject over object and materiality. However, museums and the art market have struggled to adapt their collecting practices to these developments. This thesis examines the challenges of integrating media art into institutional contexts, emphasizing the need for conceptual and theoretical shifts in both museum practices and art theory. It aims to describe the strategies for incorporating technologically mediated artworks into collections and cultural memory. The study focuses on the ZKM (Center for Art and Media) in Karlsruhe, a leading institution in media art preservation. Through analysis of its frameworks and interdisciplinary research including interviews, the thesis explores key themes like interactivity, variability, authenticity, temporality, and the evolving nature of the art object.
Zum Auftakt des Sommersemesters 2026 lädt die HfG Karlsruhe am 13. April 2026 ab 14 Uhr Studierende, Hochschulangehörige sowie Gäste, Freund:innen und Fördernde herzlich zur Semestereröffnung ein.
Im Rahmen der Veranstaltung werden Diplome an die aktuellen Absolvent:innen der Hochschule überreicht.
Wann: Montag, 13.04.26 ab 14 Uhr
Wo: EG der HfG Karlsruhe, Lorenzstraße 15, 76135 Karlsruhe
Wie lassen sich gesammeltes Wissen und Materialien in zirkuläre Praktiken überführen? Zum Abschluss der Projektlaufzeit lädt die Living Library zu einem Abend ein, an dem Gespräche, künstlerische Inputs und performative Gesten ineinandergreifen. Von Impulsvorträgen zu Afterlife und Urban Gardening über Soundperformances, bioregionales Dinner-Picknick und Kompost-Ritual: Seid dabei und stoßt mit uns auf das Ende und den Neuanfang an! Zum Abschluss feiern wir den offiziellen Launch der Publikation – begleitet von Drinks und DJs.
Beschreibung (en)
How can collected knowledge and materials be transformed into circular practices? At the end of the project period, the Living Library invites everyone to an evening of intertwined conversations, artistic inputs, and performative gestures. From impulse talks on afterlife and urban gardening to sound performances, a bioregional dinner picnic, and a compost ritual: join us and toast the end and the new beginning! We will conclude by celebrating the official launch of the publication—accompanied by drinks and DJs.
Titel
After Matter: A Gathering for Circular Un/making
Importiert am
31.03.2026
Übergeordnete Sets
1
Set enthält
0 22
26 GRAD: Graduiertenausstellung
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Titel
26 GRAD: Graduiertenausstellung
Titel (en)
26 Grad: Graduate Exhibition
Untertitel
Graduiertenausstellung 2026
Untertitel des Projekts/Werks (en)
Graduate Exhibition 2026
Beschreibung (de)
Die diesjährige Graduiertenausstellung der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe trägt den Titel »26 Grad« und widmet sich dem Moment des Übergangs vom gemeinsamen Studium in einen neuen Lebensabschnitt.
Vom 16. bis 26. April 2026 zeigen rund 20 Absolvent:innen der HfG Karlsruhe ihre Abschlussarbeiten im benachbarten ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, einer international renommierten Institution für Medienkunst. Die Ausstellung versammelt aktuelle Diplomprojekte aus den Fachbereichen Kommunikationsdesign, Produktdesign, Medienkunst, Szenografie und Ausstellungsdesign sowie Kunstwissenschaft und Medienphilosophie und macht einen besonderen Moment des Aufbruchs und Übergangs erlebbar.
Ein zentrales Leitmotiv der Ausstellung ist das Steintürmchen: Es dient als Orientierung, wenn Wege unübersichtlich werden, und symbolisiert zugleich den kreativen Akt des Gestaltens, das Setzen von Punkten, die erst im Zusammenspiel Sinn ergeben. Jeder Stein steht für ein individuelles künstlerisches Projekt der Absolvent:innen. Erst gemeinsam entstehen Strukturen, die mehr sind als die Summe ihrer einzelnen Teile. Die Steintürme werden so zum Symbol für den Abschluss des Studiums und den Ausblick in neue Richtungen. Sie markieren einen Standort, tragen Erfahrungen und Prozesse in sich und sind zugleich Ausgangspunkt für zukünftige Projekte.
Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus allen fünf Fachbereichen und verdeutlicht, wie eng diese zusammenarbeiten. Der interdisziplinäre Austausch prägt die künstlerischen und gestalterischen Positionen nachhaltig. Trotz ihrer Verschiedenheit haben die Absolvent:innen eines gemeinsam: Sie stehen am Ende ihres Studiums und am Beginn eines neuen Abschnitts. Die Werke treten in Dialog, spiegeln die Vielfalt der Positionen wider und zeigen, wie aus individuellen Arbeiten ein gemeinsames Erlebnis wird.
Ein begleitender Katalog gibt Einblicke in Entstehung, Methoden und Hintergründe der ausgestellten Projekte.
Die Ausstellung eröffnet am Donnerstag, 16. April 2026, mit einer Vernissage, bei der die Gelegenheit besteht mit den Absolvent:innen ins Gespräch zu kommen und findet ihren Abschluss in der Finissage am Sonntag, 26. April 2026.
This year's graduate exhibition at the Karlsruhe University of Arts and Design is entitled “26 Grad” (26 Degrees) and is dedicated to the moment of transition from joint studies to a new phase of life.
From April 16 to 26, 2026, around 20 graduates of the HfG Karlsruhe will present their final projects at the neighboring ZKM | Center for Art and Media Karlsruhe, an internationally renowned institution for media art. The exhibition brings together current diploma projects from the departments of Communication Design, Product Design, Media Art, Scenography and Exhibition Design, as well as Art History and Media Philosophy, and brings to life a special moment of departure and transition.
A central motif of the exhibition is the stone tower: it serves as a guide when paths become unclear and at the same time symbolizes the creative act of designing, of setting points that only make sense in interaction. Each stone represents an individual artistic project by the graduates. Only when combined do they create structures that are more than the sum of their individual parts. The stone towers thus become a symbol for the completion of studies and the prospect of new directions. They mark a location, embody experiences and processes, and are at the same time a starting point for future projects.
The exhibition shows works from all five departments and highlights how closely they work together. The interdisciplinary exchange has a lasting impact on the artistic and creative positions. Despite their differences, the graduates have one thing in common: they are at the end of their studies and at the beginning of a new chapter. The works enter into dialogue, reflect the diversity of positions, and show how individual works become a shared experience.
An accompanying catalog provides insights into the creation, methods, and background of the exhibited projects.
The exhibition opens on Thursday, April 16, 2026, with a vernissage, where visitors will have the opportunity to talk to the graduates, and concludes with a finissage on Sunday, April 26, 2026.