Gemeinsam mit unseren Hallenbau-Partnern öffnen wir unsere Pforten am 04. Februar 2024.
Besuchen Sie uns uns am neuen »Tag der offenen Tür« im Hallenbau und schauen Sie hinter die Kulissen von allen vier Institutionen. Das ZKM | Karlsruhe, die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, die Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und die Städtische Galerie Karlsruhe freuen sich auf Sie.
Der neue »Tag der offenen Tür im Hallenbau« wird jedes Jahr am ersten Sonntag im Februar stattfinden. Er ersetzt den traditionellen Termin am 6. Januar.
Zum Tag der offenen Tür im Hallenbau präsentiert die HfG speziell das Thema Druck und Publikation, und zwar in kleinen Auflagen, vielfältig und zum Mitmachen. Sie lädt dazu ein, Publishing Groups und andere Studierenden-Initiativen kennenzulernen. Zudem wird es eine kleine Ausstellung und Führungen durch die Hochschule für Studieninteressierte geben.
Unser Programm ab 11 Uhr:
11:30-12 Uhr Lesung KLAK Lesebühne
12-14 Uhr Sozial & Durstig Pop Up Bar mit DJ Dakang
14 Uhr 1. Führung zum Pavillon Sonic Spatiology Vol. 2
15 Uhr Vortrag Paolo Caffoni Lesebühne
16 Uhr 2. Führung zum Pavillon Sonic Spatiology Vol. 2
Parallel Kino im Blauen Salon
11:00 Uhr bis 13:30 Uhr - Sparte I
13.30 Uhr bis 14:00 Uhr - Mittagspause
14:00 Uhr bis 16:30 Uhr - Sparte II
17:00 Uhr bis 19:00 Uhr - Abschluss - ROGER & ME (1989)
Das Kultivierte Jahrmarktkino - Kurzfilme aus 31 1/2 Jahren HfG-Geschichte
Von 11 bis 17 Uhr lassen wir im Kino im Blauen Salon die Pforten kontinuierlich geöffnet und projizieren ein großes Querbeet-Programm an hauseigenen Kurzfilmen. Dabei mischen wir Arbeiten von aktuell noch eingeschriebenen Regisseur*innen mit den Werken sagenumwobener ehemaliger Studierender. Alles ist dabei: Von der symbolischen HfG-Grundsteinlegung über 90er-Jahre Trash-Ästhetik, Essay- und Animationsfilmen bis hin zu dramatischen Miniaturen. Nehmen Sie ihre imaginäre Zuckerwatte mit in unser Jahrmarktkino und lassen Sie sich berauschen von der Vielfalt einer dreidekadigen Schaffensperiode.
Zum Tagesabschluss möchte sich das Kino im Blauen Salon mit einer Zusatz-Attraktion als reguläre Spielstätte vorstellen : Michael Moore's Frühwerk "Roger & Me" von 1989. Moore öffnet im weitesten Sinne auch hier die Türen (so viel zu Legitimierung!) in seinem Heimatort Flint, Michigan, um die verantwortlichen Chefs und Vorgesetzten zu befragen, wie es zu der Massentlassung von 35.000 Personen in der lokalen General-Motors Fabrik kommen konnte. Eine unterhaltsame Mischung aus Galgenhumor und David vs. Goliath-Kämpfen. Wir projizieren den Film als 35mm Kopie im englischen Original.
„Die Partizipation des Publikums in Performance-Kunst – der Titel der Magisterarbeit – ruft die Vorstellung eines klassischen ,Mitmach‘-Theaters beziehungsweise eines von ,mitmachenden‘ Performance-BesucherInnen hervor, in dem das Publikum dazu angehalten wird, sich aktiv und produktiv am Geschehen der Aufführung zu beteiligen. Auch am Beginn meiner Recherche stand diese Vorstellung und Partizipation damit als Phänomen, dem – sowohl von der Seite der RezipientInnen aus, als auch von der der PerformerInnen und der KünstlerInnen – zum einen mit großen Unbehagen, zum anderen mit großer Begeisterung begegnet wird.”
„Das Versprechen, das von der Partizipation des Publikums ausgeht, baut darauf, der konventionell passiven und kontemplativen Betrachtung des Kunstwerks, das von einer singulären Autorschaft gefertigt wurde, entgegenzuwirken. Das Unbehagen gegenüber Partizipation drückt sich zum einen in der Skepsis aus, ob Partizipation die Funktion der Aktivierung des Publikums leisten kann. Bedeutet Teilhabe nicht, dass das Publikum innerhalb eines festgelegten Rahmens und eines bestehenden Konzeptes bloß mitmachen ,darf‘? Heißt das nicht, dass es noch immer in passiver Unmündigkeit gefangen bleibt, aber nun, ja noch schlimmer, mit der Illusion der eigenen Souveränität? In der folgenden Analyse werde ich zeigen, dass die Bezeichnungen aktiv und passiv, selbstbestimmt und determiniert und die damit einhergehenden normativen Befunde allerdings genauerer Differenzierung bedürfen.”
‘The participation of the audience in performance art - the title of the master's thesis - evokes the idea of a classic ‘participatory’ theatre or one of ‘participating’ performance visitors, in which the audience is encouraged to actively and productively participate in the events of the performance. At the beginning of my research, this idea and participation was also a phenomenon that was met with great discomfort on the one hand and great enthusiasm on the other, both on the part of the recipients and the performers and artists.’
‘The promise of audience participation is based on counteracting the conventionally passive and contemplative view of the artwork produced by a singular authorship. The unease about participation is expressed on the one hand in the scepticism as to whether participation can fulfil the function of activating the audience. Doesn't participation mean that the audience is merely ‘allowed’ to take part within a fixed framework and an existing concept? Does this not mean that they are still trapped in passive immaturity, but now, even worse, with the illusion of their own sovereignty? In the following analysis, I will show that the terms active and passive, self-determined and determined and the associated normative findings require more precise differentiation.’
Radweg Ende, kein Zebrastreifen, Parkplatz voll, Bahn verpasst and stop and go, jemand hupt alle schauen, rote Ampel niemand da, falsch abgebogen, Licht vergessen, vollgas Lichthupe, Überholmaneuver trotz Geschwindigkeitsbegrenzung, ups! Personenschaden, Spiegel abgebrochen, Fenster runter „Arschloch!“, selber! Brumm. Kennen Sie das?
Verkehr ist eine höchst emotionale Angelegenheit. Die vielen kleinen Entscheidungen, die wir im automobilen Individualverkehr treffen müssen, sind immer auch mit einem Risiko behaftet. Sehen wir den "Personenschaden" als Katastrophe an, so müssen wir doch zugeben, dass auch die kleinen Fehlentscheidungen für Stress, Frust und Wut sorgen können. Ebendiese Reaktionen möchten wir im Kontext der sogenannten Mobilitätswende anerkennen, attestieren und aus ihnen Forderungen ableiten, die wir gerne für unsere Besucher*innen an die lokalen Behörden weiterleiten.
Auto, Fahrrad, Zufuß? Egal! Unsere 20-minütige Erstuntersuchung richtet sich an alle Verkehrsteilnehmer*innen. Erfahren Sie fachkundige Beratung und die Anwendung neuester Technologie. Tipp: Buchen Sie schon jetzt einen Termin und vermeiden Sie Wartezeiten. Wir freuen uns auf ihren Besuch!
Dank an: Alexander Knoppik, Alexander Thelen, Anna Haas (Badisches Staatstheater), Astrid Lindner-Maier, Barbara Kuon, Charlotte Singer, Christian Platz, Cornelia Herzog, Daniel Heiss (ZKM), Dario Schmid, Emelie Schreiner, Felix Fisgus, Franzi Wentz, Isabelle Schneider, Julian Kuf, Laura Richter, Leonie Mühlen, Martin Mangold (ZKM), Marvin Uhde (cant-deci.de), Max Bernhard, Miri, Omni-Mobil GmbH, Paula Schacke (die Anstoss e.V.), Pavel Polenz, Ralph Saam (Scheck-In Center Durlach), Richard Brunner, Sebastian Schäfer, Sebastian Schillbach, Sebastian Schönfeld, Silke Roth (die Anstoss e.V.), Susanne Henneberger (WERKRAUM: Karlsruhe e.V.), Susanne Schmitt, Sven Krahl, Timothée Charon, Tobias Keilbach, Tjark Schönfeld, Ute Wienberg (Badisches Staatstheater), Vlado Petrovic, Waldemar Schwab, Yun-Wen Liu
“Die Ähnlichkeiten von Geweben, Mustervorlagen und heutigen Rasterbildern sind eklatant. In einer Genese der technischen Bilder kann das Gewebe als Exemplarfall und Vorreiter aller technisch-elektronischer Bilder gelten.”
“Die ersten Bilder, die von ihrem Bildkörper abgelöst wurden, bestanden aus einem Stapel gelochter Karten für die Verwendung im Jacquardwebstuhl. Der Bildcode ist hier noch begreifbar, das Bild, wenn es aus dem Stapel dieser Karten gewoben wird, ein textil-taktiles Produkt. Patricia Wallers Needle-Works zeigen die Leerstelle heutiger Bildmaschinen auf, wo Bilder auf Monitoren erscheinen, um im nächsten Moment schon wieder durch den nächsten (Netzhaut-) Eindruck ausgetauscht zu werden.”
Beschreibung (en)
“The similarities between fabrics, patterns and today's raster images are striking. In the genesis of technical images, the fabric can be regarded as an exemplary case and forerunner of all technical-electronic images.”
“The first images that were detached from their image body consisted of a stack of perforated cards for use in the Jacquard loom. The image code is still comprehensible here, the image, when woven from the pile of these cards, is a textile-tactile product. Patricia Waller's needle works show the blank space of today's image machines, where images appear on monitors only to be replaced by the next (retinal) impression in the very next moment.”
Meine künstlerische Arbeit beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen Metall, Bergbau sowie familiären und urbanen Archiven. Metall fungiert dabei sowohl als Material als auch als Sprache: Es trägt Gewicht, Klang und Zeit in sich und bewahrt Spuren politischer, industrieller und arbeitsgeschichtlicher Prozesse.
Ich bin in Baiyin in der chinesischen Provinz Gansu aufgewachsen, einer durch den Bergbau entstandenen Industriestadt, auch bekannt als „Kupferstadt“. Mehrere Generationen meiner Familie waren im Bergbau, in der Verhüttung und in der Erzverarbeitung tätig. Diese biografischen Hintergründe erscheinen in meiner Arbeit nicht als Nostalgie, sondern als struktureller Rahmen, der mein Verständnis von Materialität, Körper und Stadt prägt. Die Mine ist für mich kein fixer Ort, sondern ein sich wandelndes System vom Erz zum Metall, von der Infrastruktur zur Stadt und schließlich zur Ruine.
Methodisch arbeite ich mit Fotografie, Archivmaterial, industriellen Überresten sowie mit Video, Klang und Installation. Fotografie verstehe ich dabei als Prozess der Extraktion und Transformation, der Materialien aus ihrem ursprünglichen Funktionszusammenhang löst und in einen Zustand suspendierter Evidenz überführt.
My artistic work explores the relationships between metal, mining, and familial and urban archives. Metal functions both as a material and as a language: it carries weight, sound, and time, and preserves traces of political, industrial, and labor-related processes.
I grew up in Baiyin in Gansu Province, China, an industrial city shaped by mining, also known as the “Copper City.” Several generations of my family were involved in mining, smelting, and ore processing. These biographical backgrounds do not appear in my work as nostalgia, but rather as a structural framework that shapes my understanding of materiality, the body, and the city. For me, the mine is not a fixed place, but a constantly evolving system — from ore to metal, from infrastructure to the city, and ultimately to ruin.
Methodologically, I work with photography, archival materials, industrial remnants, as well as video, sound, and installation. I understand photography as a process of extraction and transformation, one that removes materials from their original functional context and transfers them into a state of suspended evidence.
6 große Bilder je 900 x 1400 mm, 8 kleine Bilder je 210 x 297 mm, 4 Kupferpalette, 3 davon je 210 x 297 mm, 1 420 x 594 mm, 4 Ständer je 70 bis 100 cm hoch.