Die neunjährige Moni erlebt auf dem Aussiedlerhof ihrer Familie den schmerzhaften Prozess des Erwachsenwerdens. Während eines Wochenendes trifft sich dort der Freundeskreis der Eltern, und die Kinder entwickeln eine eigene, teils brutale Gruppendynamik. Monis Anziehung zur Freundin ihrer älteren Schwester und ihre Zweifel an der Vaterschaft bilden ein emotionales Grundrauschen für ein Wochenende, das sich wie eine Ewigkeit anfühlt und den Verlust kindlicher Unschuld markiert.
Medien-Beschreibung (en)
Title: Unterrotenstein
Director: Sophia Schiller
Year: 2022
Duration: 25 minutes
Genre: Short film
Language: German (English subtitles)
Country of Production: Germany
Nine-year-old Moni experiences the painful process of growing up during a weekend gathering at her family’s rural homestead, which becomes a meeting point for her parents’ friends. The children form an intense, sometimes harsh dynamic of their own. Moni’s attraction to her older sister’s friend and her growing doubts about her father’s identity create an emotional undercurrent in a weekend that feels stretched beyond time, marking the loss of childhood innocence.
Titel: zu früh, schon traurig
Regie: Till Gombert
Jahr: 2022
Länge: 21 Minuten
Genre: Kurzfilm
Sprache: Deutsch
Produktionsland: Deutschland
Ein junger Erwachsener begleitet seine Mutter in deren Heimatstadt zur Beerdigung eines entfernten Verwandten. Ein Missverständnis während der Trauerfeier legt komplexe familiäre Verflechtungen offen und zeigt zugleich die Unsicherheit im Umgang mit Tod und Abschied. Der Film inszeniert mit minutiöser Genauigkeit eine missglückte Beerdigung und verzichtet dabei auf gesellschaftliche oder religiöse Wertung. Im Mittelpunkt stehen menschliche Fehlbarkeit und die stille Kraft des Gemeinsamen.
Medien-Beschreibung (en)
Title: zu früh, schon traurig
Director: Till Gombert
Year: 2022
Duration: 21 minutes
Genre: Short film
Language: German
Country of Production: Germany
A young adult accompanies his mother back to her hometown for the funeral of a distant relative. A mix-up during the ceremony reveals complex family relations and a shared discomfort with death and passing. The film observes a failed funeral with careful precision, focusing on human fallibility while also highlighting the quiet, empathetic strength that can emerge within collective experiences of grief and togetherness.
Die etwa 30-jährige Leni lebt zurückgezogen und isoliert. Um ihrer Einsamkeit zu entkommen, hackt sie sich in die Computer ihrer Nachbarn und beobachtet heimlich deren Leben. Dabei wird sie Zeugin eines eskalierenden Konflikts zwischen zwei Parteien. Gefangen zwischen Neugier, Machtgefühl und moralischen Zweifeln steht sie vor der Entscheidung, ob sie weiter zusieht oder eingreift und sich den Konsequenzen ihres Handelns stellt.
Medien-Beschreibung (en)
Title: Risk Reality
Director: Rebekka Scheib
Year: 2023
Genre: Short film
Language: German
Country of Production: Germany
Leni, a woman in her thirties, lives a withdrawn and lonely life. To escape her isolation, she hacks into her neighbors’ computers and secretly observes their lives. From a distance, she witnesses an escalating conflict between two parties. Torn between curiosity, a sense of power, and moral doubt, she must decide whether to remain a passive observer or intervene, confronting the ethical consequences of her actions.
„Sekret“ ist eine Performance in einer Bar, in der ein geheimnisvolles Trio das Publikum in ein Universum der Tränen einlädt. Inspiriert von einem Nachtfalter, der sich von Tränen ernährt, wird emotionales Weinen als menschliches Phänomen erforscht. Durch Erzählungen, Musik und gemeinsame Rituale entsteht eine intime Auseinandersetzung mit Emotion, Verletzlichkeit und den gesellschaftlichen Bedeutungen von Tränen in der Gegenwart.
Medien-Beschreibung (en)
Director: Wiebke Mueller
Year: 2024
Duration: 20.12.2024 & 21.12.2024
Genre: Performance
Language: German
Country of Production: Germany
“Sekret” is a performative experience set in a bar, where a mysterious trio invites the audience into a universe shaped by tears. Inspired by a moth that once fed on the tears of birds, the performers explore emotional tears as a unique human phenomenon. Through storytelling, music, and shared rituals, the audience becomes part of an intimate reflection on emotion, vulnerability, and the social meanings of crying in contemporary culture.
Titel: ONKEL THUẬN
Regie: Minh Anh Nguyễn
Jahr: 2026
Länge: 60 Minuten
Genre: Dokumentarfilm
Sprache: Deutsch, Vietnamesisch
Produktionsland: Deutschland
Thuận und Thúy, ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter*innen der DDR, betreiben seit über 20 Jahren ein Restaurant in Nordrhein-Westfalen. Nach der Arbeit verbindet sich Thuận per Livestream mit der Welt, während Thúy Familie und Geschäft zusammenhält. Ihre in Deutschland geborenen Töchter suchen nach einem eigenen Zugang zur Familiengeschichte. Alte Fotos aus Wohnheimen und Fabriken tauchen auf und zeigen, wie aus einem befristeten Aufenthalt ein Lebensmittelpunkt wurde.
Medien-Beschreibung (en)
Title: UNCLE THUẬN
Director: Minh Anh Nguyễn
Year: 2026
Duration: 60 minutes
Genre: Documentary film
Language: German, Vietnamese
Country of Production: Germany
Thuận and Thúy, former Vietnamese contract workers in the GDR, have run a restaurant in North Rhine-Westphalia for over 20 years. After work, Thuận connects with the world through livestreaming, while Thúy holds together family and business. Their daughters, born in Germany, search for their own link to family history. Old photos from dormitories and factories surface, revealing how a temporary stay became a lifelong home shaped by work, routine, and the decision to remain.
Trailer der immersiven Installation "Manchmal ist Schmerz ganz leise".
Medien-Beschreibung (en)
Trailer for the immersive installation “Sometimes pain is very quiet”.
Alternativ-Text (de)
Ein kurzer Trailer, der die Installation in ihrer Uraufführung zeigt. Projektionen von Fotogrammen, Menschen, die auf der Sitzinsel liegen und entspannt lauschen und schauen.
Alternativ-Text (en)
A short trailer showing the installation in its premiere. Projections of photograms, people lying on the seating island, listening and watching in a relaxed manner.
Das Projekt befasst sich mit den politischen Dimensionen der Ausstellungsgestaltung und führt durch zwei vom Architekten Egon Eiermann gestaltete Ausstellungen. Es erforscht die Verschränkung von Design und Politik, Nationalsozialismus und Formen der Repräsentation.
"Disparate Precedents of Display" untersucht die Art und Weise, wie der Raum auf die Besucher wirkt, und stellt Ausstellungsdesign als eine genuin politische Praxis dar, die auf der Vergangenheit aufbaut und von ihr erbt - von vergangenen Ausstellungen, einflussreichen Ausstellungsgestalter*innen und Konventionen der Präsentation, die in unterschiedlichen politischen Systemen wurzeln.
Zwei Ausstellungen, die vom deutschen Staat in Auftrag gegeben wurden, dienen als Fallstudien. "Gebt mir vier Jahre Zeit" war eine nationalsozialistische Propagandaschau, die 1937 in Berlin stattfand. Sie feierte die Umgestaltung aller Bereiche der Gesellschaft unter der nationalsozialistischen Herrschaft seit der Umsetzung von Adolf Hitlers Vierjahresplan. Einundzwanzig Jahre später beauftragte die Bundesrepublik Deutschland denselben Architekten mit der Gestaltung des deutschen Pavillons auf der Expo '58 in Brüssel. Auf der Weltausstellung hatte der junge Nachfolgestaat zum ersten Mal die Gelegenheit, die kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Parameter des nunmehr demokratischen Deutschlands auf internationaler Ebene zu präsentieren. Beide Ausstellungen lassen sich als Repräsentationen staatlicher Macht und politischer Narrative beschreiben - die eine im Namen des Krieges, die andere im Namen der Humanität. Maßgeblich beteiligt an beiden Ausstellungen war Egon Eiermann als Ausstellungsarchitekt.
Performance: Anna K. Seidel
Outside Eye: Caroline Kapp, Manon Haase
Graphikdesign: Mona Mayer
Single line font EE_7475: Barbara Acevedo Strange, Moritz Appich
Coding: Frank Bublitz
Stimme: Liv Rahel Schwenk
Aufzeichnung: Florian Wulff
Video Dokumentation: Mustafa Emin Büyükcoşkun
Photographien: Lizzy Ellbrück
Editorial support: Joyce Moore
Copyediting: George MacBeth
Special Thanks to
Céline Condorelli, Hanne König, Sami Khatib, Lioudmila Voropai,
Julian Warner, Thomas Rustemeyer, Constanze Fischbeck,
Susanne Kriemann, Hans D. Christ und Iris Dressler, Judith Milz,
Christian Becker (Stadtarchiv Oranienburg), Mechthild Ebert (saai),
Janina Capelle, Lydia Kähny, Daniel Lythgoe, Tjark Schönfeld,
Alexander Knoppik, Lena Breitmoser, Sören Göbel, Jule Köpke, Arthur Schuman,
Jana Barthel and Danny Klein.
Gefördert von
Fonds Darstellende Künste (Rechercheförderung)
Rosa Luxemburg Stiftung Baden Württemberg
The project addresses the political dimensions of exhibition design, leading through
two exhibitions designed by architect Egon Eiermann. It explores the entanglement of
design and politics, National Socialism and forms of representation.
"Disparate Precedents of Display" looks at the way space affects visitors, exposing exhibition design as a genuinely political practice, building on and inheriting from the past – from past exhibitions, influential exhibition designers and conventions of display rooted in disparate political systems.
Two exhibitions, commissioned by the German state, serve as case studies. “Gebt mir vier Jahre Zeit” was a National Socialist propaganda show staged in Berlin in 1937. It celebrated the transformation of all sectors of society under National Socialist rule since the implementation of Adolf Hitlers 4-year-plan. Twenty-one years later, the Federal Republic of Germany commissioned the same architect to design the German Pavilion at the Expo ‘58 in Brussels. At the World‘s Fair the young successor state had its first opportunity to present the cultural, economic and political parameters of a now democratic Germany on an international scale. Both shows can be described as representations of state power and political narratives – one in the name of war and one in the name of humanity. Significant contributor to both exhibitions was Egon Eiermann in his role as exhibition architect.
Performance: Anna K. Seidel
Outside Eye: Caroline Kapp, Manon Haase
Graphic Design: Mona Mayer
Single line font EE_7475: Barbara Acevedo Strange, Moritz Appich
Coding: Frank Bublitz
Voice: Liv Rahel Schwenk
Recording: Florian Wulff
Video documentation: Mustafa Emin Büyükcoşkun
Photography: Lizzy Ellbrück
Editorial support: Joyce Moore
Copyediting: George MacBeth
Special Thanks to
Céline Condorelli, Hanne König, Sami Khatib, Lioudmila Voropai,
Julian Warner, Thomas Rustemeyer, Constanze Fischbeck,
Susanne Kriemann, Hans D. Christ und Iris Dressler, Judith Milz,
Christian Becker (Stadtarchiv Oranienburg), Mechthild Ebert (saai),
Janina Capelle, Lydia Kähny, Daniel Lythgoe, Tjark Schönfeld,
Alexander Knoppik, Lena Breitmoser, Sören Göbel, Jule Köpke, Arthur Schuman,
Jana Barthel and Danny Klein.
Funded by
Fonds Darstellende Künste (Rechercheförderung)
Rosa Luxemburg Stiftung Baden Württemberg