Die Lichthöfe liegen im Zentrum der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, umgeben von Gängen und Räumen wie z.B. Studios, Büros und Cafeteria. Innerhalb des Gebäudekomplexes liegt die Hochschule zwischen dem Museum für Neue Kunst an nördlicher Seite und dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) an südlicher Seite. Nicht nur die an der Hochschule tätigen Menschen durchqueren täglich die Lichthöfe, auch die Besucher der Museen werden zu Passanten des Lichthofs auf ihrem Weg von einem Ort zum anderen. Besonders hoch frequentiert wird der Lichthof 3, da er sich zwischen zwei Außentüren an westlicher und östlicher Seite befindet, und an die im Erdgeschoß befindliche Cafeteria grenzt. Manche Menschen verweilen lange im Lichthof, andere nehmen den kürzesten und somit schnellsten Weg hindurch. Die Bewegung in diesem Lichthof ist Grundlage für SUB_TRAKT.
Im Lichthof 3 wird mit einer Kamera das Geschehen im Raum von oben erfaßt. Personen innerhalb des so beobachteten Bereichs erfahren eine direkte akustische Rückkopplung ihrer Bewegungen über ein an Traversen aufgehängtes 4-Kanal-Lautsprechersystem. Jedes sich bewegende Objekt im Kamerabild generiert eine Klangstruktur im Raum, die sich – abhängig von Größe, Geschwindigkeit und Distanz der Objekte untereinander– verändert. Der Klang verstummt, wenn im Lichthof 3 keine Bewegungen mehr registriert werden.
The talk and live music-led meditation session draws on sound design, psychology, neuroscience, folklore and diasporic spirituality. Studies of Air and Smoke is both an art performance and a meta-educational intervention; it is neither a concert nor a lecture. Thiago Leiros-Costa explores the dualism between being an artist and a scientist, performing both roles in the same evening and exploring their connections. The first part of the session assesses the nature of attention and awareness, and how the brain and our expectations are vital in constructing our experience of the world around us. Participants are invited to approach the second part, a musical performance, as a meditation session. Prompts and triggers given during the talk will be explored in the course of the performance. The music will range from folk to free improvisation and sound design.
Beim landesweiten Studieninformationstag können sich Schüler:innen und Studieninteressierte über die Studienmöglichkeit an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe informieren.
Hier eine Übersicht der Studiengänge, die sich am 20.11.24 vorstellen werden:
Medienkunst
Produktdesign
Kommunikationsdesign
Ausstellungsdesign und Szenografie
Kunstwissenschaft und Medienphilosophie
Programm
10 Uhr Präsentation aller Fachbereiche plus Zeit für Fragen
12 Uhr Führungen durch die Werkstätten und Studios
Ab 14 Uhr Mappenberatungen für die einzelnen Studiengänge
14 - 15.30 Uhr Mappenberatung für den Studiengang Kommunikationsdesign (Reling auf der Lichtbrücke)
14 - 15.30 Uhr Mappenberatung für den Studiengang Ausstellungsdesign und Szenografie (Raum 321)
14 - 15.30 Uhr Mappenberatung für den Studiengang Produktdesign (im Glaskubus)
14.30 - 15.30 Uhr Fragen und Antworten zum Theorie-Studium Kunstwissenschaft und Medienphilosophie (Raum 112)
14:30 - 15:30 Uhr Mappenberatung für den Studiengang Medienkunst (Raum 101)
At the state-wide study information day, pupils and prospective students can find out about study opportunities at the Karlsruhe University of Arts and Design (HfG).
Here is an overview of the degree programs that will be presented on 20.11.24:
Media Art
Product Design
Communication Design
Exhibition Design and Scenography
Art Science and Media Philosophy
Program
10 am Presentation of all departments plus time for questions
12 am Guided tour of the workshops and studios
From 2 pm Portfolio consultation for our degree programs
2 - 3.30 pm Portfolio consultation for the Communication Design degree program (Reling on the Lichtbrücke)
2 - 3.30 pm Portfolio consultation for the Exhibition Design und Szenography degree program (Room 321)
2 - 3.30 pm Portfolio consultation for the Product Design degree program (Glaskubus)
2.30 - 3.30 pm Q&A to theory studies in Art Research and Media Philosophy (Room 112)
2:30 - 3:30 pm Portfolio consultation for the Media Arts program (room 101)
Die kreisförmige Mehrfachsteckdose gibt einem oft unbeachteten
Alltagsobjekt eine Stimme.
Der Kreis steht dabei sinnbildlich für Ordnung, Übersicht und Bewegung.
Anders als klassische Steckleisten, die sich in Ecken drängen lassen,
behauptet dieses Objekt seine Präsenz –
es verweigert das Verstecktsein und fühlt sich im Zentrum des Raums am
wohlsten.
Durch die mehrdirektionale Anordnung lassen sich Geräte aus allen
Richtungen mit Strom versorgen – eine Auflösung der linearen Nutzung
zugunsten räumlicher Offenheit.
Bis zu sieben Meter Kabel, die außen aufgewickelt werden, ermöglichen eine
flexible Nutzung in unterschiedlichsten Raumsituationen.
Die transparente Gestaltung der Seitenteile aus Plexiglas fördert ein neues
Bewusstsein für das Objekt – sie macht Funktion sichtbar und
Haltung greifbar.
So wird aus einem technischen Alltagsgegenstand ein
flexibler Begleiter, der sichtbar, nutzbar und verständlich
im Raum existiert.
The circular multiplug gives a voice to an often unnoticed everyday object. Here the circle symbolizes order, overview and movement. Unlike classic power strips, which can be pushed into corners, this object asserts its presence - it refuses to be hidden and feels most comfortable in the center of the room. The multi-directional arrangement allows devices to be supplied with power from all directions - a dissolution of linear use in favour of spatial openness. Up to seven meters of cable, which are wound up on the outside, enable flexible use in a wide variety of room situations. The transparent design of the Plexiglas side panels promotes a new awareness of the object - it makes function visible and attitude tangible. This turns an everyday technical object into a flexible companion that is visible, usable and understandable in the room.
Warum gab es keine bedeutenden Kunsthistorikerinnen? Das Buch „Stella Kramrisch“ sucht in der Kunstgeschichtsschreibung der letzten Jahrzehnte nach einer Antwort auf diese polemische Frage. Die Erklärung für das Fehlen von Kunsthistorikerinnen findet sich in den misogynen und patriarchalen Strukturen der Geschichtsschreibung. Um die Reproduktion ebendieser Strukturen zu unterbrechen, ist das Buch dem Werk und Wirken der Kunsthistorikerin Stella Kramrisch (1896 –1993) gewidmet.
Stella Kramrisch war in den 1920er bis 1940er Jahren eine gefragte Expertin für indische Kunst. Aufgewachsen und promoviert in Wien, lehrte sie ab den frühen 1920er Jahren an Universitäten in Bengalen. Sie argumentierte für die Eigenständigkeit des künstlerischen Wertes indischer Architektur, Skulptur und Malerei. Während ihrer Zeit in Bengalen verbreitete sie ihre Thesen durch wirkungsmächtige Ausstellungen und Publikationen in Europa. Möglich war das durch die Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Wiener Institut für Kunstgeschichte, Springers Handbuch Kunstgeschichte, der Reformbewegung und dem Warburg Institut. Warum wissen wir nichts von dieser Tänzerin zwischen Kulturen, der scharfen Beobachterin und poetisch präzisen Autorin? Das Buch zielt auf die Erschließung des Werkes, der Methoden und des Kunstbegriffs von Kramrisch ab.
Why were there no great women art historians? The book “Stella Kramrisch” seeks an answer to this polemical question in the art historiography of the last few decades. The explanation for the absence of women art historians is found in the misogynistic and patriarchal structures of much history writing. To interrupt the reproduction of these very structures, the book focuses on the work and activities of the art historian Stella Kramrisch (1896-1993).
In Europe, Stella Kramrisch was a sought-after expert on Indian art from the 1920s to the 1940s. Raised and graduated in Vienna, she taught at universities in Bengal from the early 1920s. Central to her research was the argument for the autonomy of the artistic value of Indian architecture, sculpture, and painting. During her time in Bengal, she spread her theses through influential exhibitions and publications in Europe. This became possible through collaborations with institutions such as the Vienna Institute for Art History, Springer’s Handbook of Art History, the Reform Movement, and the Warburg Institute. Why do we know nothing of this dancer between cultures, a keen observer and poetically precise writer? The book aims to make Kramrisch’s works, methods, and concept of art accessible.
Das Projekt „Stadt als Sammlung“ ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das sich mit den Herausforderungen und Potenzialen des analogen und digitalen Archivierens und Sammelns auseinandersetzt.
Beschreibung (en)
The project "Stadt als Sammlung" is an interdisciplinary research project that deals with the challenges and potentials of analog and digital archiving and collecting.
Würde man den Künstler danach fragen, würde er einem vermutlich die gleiche Auskunft geben, daher nehme ich an, dass auch ich alles Folgende sagen darf: Felix Buchholz hat in der Gellertstraße 14, einer alten Fabrikantenvilla in der Karlsruher Weststadt, im Juli 2018, die Wohnung seiner verstorbenen Großmutter rekonstruiert. Die Wände und Decken dieser Rekonstruktion bestehen aus zusammengenähten Stoffen aus ebenjener Wohnung, die an einem nicht sichtbaren Hängekonstrukt angebracht sind. Man betritt die „Wohnung“, die Installation, per Konzept alleine, ohne Schuhe und solange man will. Als ich sie betrete, weiß ich, dass Felix Buchholz die einzige Person war, zu der seine Großmutter überhaupt noch Kontakt hatte vor ihrem Tod, er hat mir erzählt, wie ihre gemeinsamen Treffen verlaufen sind, was sie dann taten, wie es in ihrer Wohnung aussah, die sie zuletzt eigentlich kaum mehr verließ, was er über ihr Leben wusste, ihre Eigenheiten und Ansichten, und was das mit seinem Vater, seiner Mutter und seiner eigenen Biografie zu tun hatte. Ich wusste, dass er eines Tages zu einem, wie immer, per Postkarte angekündigten Besuch vorbeikommen wollte und sie zum ersten Mal nicht öffnete, und dass, als die Polizei ihm ein paar Stunden später die Tür aufbrach, sich herausstellte, dass das nicht zum ersten Mal passierte, sondern bereits einige Tage zuvor das Gleiche passiert war, auf Anruf der Nachbarn hin, wegen des Geruchs. Und dass sie nur zwei Tage zuvor, vor seinem Besuch, alleine beerdigt worden sei. Von ihrer eigenen Beerdigung hatte sie eine genaue Vorstellung, die sie mit Felix abgesprochen hatte. So ist es unweit mehr als eine verpasste Chance, ein Abschiedsritual, bei dem allen voran Felix Buchholz nicht Abschied nehmen konnte.
Als ich die Installation betrete, habe ich im Nacken, die Vorstellung ebenjener Person und so mein ich dann manchmal mich umdrehen zu müssen, obwohl ich weiß, dass ich allein in der Stoffwohnung bin. Ich geh ins Wohn-/Schlafzimmer, dort steht, zentral, ein Bett, ein Sarg, eine Totenaufbahrung, in die man sich legen kann, oder soll, oder man soll sich zumindest fragen ob man sich hineinlegen soll oder eben nicht. Oben drauf ist Lavendel gepflanzt, Stoffe, Motten, Lavendel, und als ich mich hinlege gehen drinnen im Sarkophag hinter Stoff verkleidete Leuchtstoffröhren an, sie klicken und brummen, und ich erschrecke mich zu Tode. Ein bisschen ist das jetzt wie auf dem Seziertisch zu liegen, aber es ist auch nicht so unangenehm, dass ich sofort wieder gehen möchte. Beobachtet komme ich mir noch immer vor, so, als ob ich durch die von außen beleuchteten dünnen Stoffwände von dem Künstler, also Felix Buchholz, vielleicht beobachtet werden würde.
Deutungshoheit zu haben ist ein genuin künstlerisches Moment, nur, je mehr eine Geschichte den Anspruch auf eine individuelle Erfahrung, oder Authentizität hat, desto schleichender kommt die Einsicht, dass mit dem angenommenen Tod seiner Großmutter Felix in jeglichen Sinne zu ihrem Alleinerben geworden ist, zur Deutungshoheit auch über ihr Leben, und so zelebriert er hier eine zweite Totenwache. Im Bad geht ein Fön an, ich denke, aha, es ist doch jemand zweites hier, vorher erschrecke ich zu Tode durch das Geräusch, das mich aus meiner arglosen Haltung, der kontemplativen Situation reist. Ich schleiche mich ins Bad, wo einige Föns von der Decke hängen, die jetzt wild im Raum hin- und herschlackern, vom Rückstoß des Föndrucks, der aus dem Nichts gekommen sein muss. Im Flur, der auch, weiß ich, hat er mir erzählt, als Küche genutzt wurde, gibt es ein kleines Stoffloch, eine Höhle für den Kopf in der Wand, eine Aufforderung sich auf den Rücken zu legen und das darin laufende Video über sich anzusehen, von der originalen, nur leergeräumten Wohnung, während Felix die Wohnung beschreibt. Während ich da liege und meine Füße, abgetrennt von meinem Kopf aufgestellt in dem Flur seiner verstorbenen Großmutter liegen, denke ich, wenn sie das sehen könnte, das wäre eine sehr schöne One Minute Sculpture. Also, ich werde das Gefühl nicht los, man beobachtet mich.
35qm sind es insgesamt, einmal geh ich noch durch die Wohnung, auf dem Weg nach draußen ziehe ich meine Schuhe wieder an, ihre stehen noch immer fein aufgereiht da. Im Foyer der Gellertstraße 14, in dem man sich jetzt wieder befindet, findet man auf dem dort an der Treppe angebrachten Lift liegt ein bedrucktes Handtuch liegen, bedruckt mit einem Foto der Frau, die Felix Großmutter ist. Sie hat ein Kleidungsstück mit Leoprint an und sieht sehr schick aus damit, ein bisschen makaber ist das schon, sie liegt da so flach auf dem Treppenlift, sieht aber ganz zufrieden dabei aus. Daneben findet sich am Boden so eine Art Schrein, und über all dem hängt eine schwarze Flagge, eben, Totenwache. Und Felix, der Totenwächter?, weil, was man nicht vergessen darf, niemand hat sich die Ausstellung angesehen, ohne, dass er die Haustür geöffnet hat, und ohne, dass er wieder da war, wenn man rauskam. Wenn man dann mit ihm gesprochen hat, haben drinnen die Föns immer noch weitergeturnt von Zeit zu Zeit und vielleicht hat er einem dann erst mal ein Glas Leitungswasser angeboten.
Als Kind wurde Minh Anh Nguyễn sexuell missbraucht. Mit ihrem 47-minütigen Essayfilm versucht sie, diesen schwierigen Teil ihres Lebens in Worte zu fassen, das Unsagbare auszusprechen und durch die Reflexion und Projektion der filmischen Praxis ein Gefühl für das eigene Selbst zurückzugewinnen. Die Filmemacherin offenbart dabei intime Gespräche mit ihrer Mutter und versucht, den schmerzhaften Prozess zu bewältigen, dieses Trauma an die Öffentlichkeit zu bringen. Mit einer zerbrechlichen Intimität bewegt sich der Film zwischen Fiktion, Archivmaterial und Dokumentation, auf der Suche nach einer Sprache, um das Vergangene auszudrücken und die Zukunft anzunehmen.
Beschreibung (en)
As a child, Minh Anh Nguyễn was sexually abused. Her 47-minute essay film is an attempt to put words to this difficult part of her life, to speak the unspeakable and regain a sense of self through the reflection and projection that the act of filmmaking allows. Her film reveals intimate conversations with her mother and tries to overcome the difficult process of making this trauma public. It navigates through a wounded intimacy between fiction, archive footage and documentary in search of a language to articulate the past and embrace the future.
Im Zusammenhang mit Textilien ist ein "skein" eine gewickelte Spule aus Garn oder Faden. In metaphorischem Sinne wird es gebraucht, um ein verworrenes, komplexes Arrangement von Dingen zu beschreiben, wie zb einer Beziehung, einem Satz, kniffligen Problemen oder Situationen, die auf irgendeine Weise festgefahren sind. Die Rauminstallation “skeins” zeigt eine Sammlung von Mythen und Geschichten die sich mit der Symbolik des Knoten auseinandersetzen. Sie umfasst Fundstücke und eigens für die Ausstellung angefertigte Objekte, Bildsammlungen, Rechercheergebnisse einer Forschungsreise, Textilarbeiten, Zeichnungen, Flechtobjekte aus Haar, Videoarbeiten, Gebäck, Briefe und Texte. Um diese Objekte zu kuratieren wurde zum einen mit Schaukästen gearbeitet, zum anderen dienten die natürlichen Beschaffenheiten des Raumes (z.B. Fenster, Türrahmen) als Rahmengeber. Knoten dienen als Stützen gegen die Zeit und das Vergessen. Der “Unendliche Liebesknoten” ist eine symbolische Darstellung einer ewigen Liebe, die so umfassend ist, dass sie weder Anfang noch Ende kennt. Immerwährende Liebe eingeschlossen in der Form eines unveränderbaren Loops. Doch tragen Knoten die Erinnerung an den Prozess ihrer Entstehung in sich. Ein Knoten fügt sein eigenes Entknoten in das Gewebe seines Zweckes ein. Er kann verändert, aktualisiert und angepasst werden. “skeins” reflektiert dieses Phänomen des Festhaltens und wirft unweigerlich Fragen nach den Möglichkeiten die das Entknoten bereit hält, auf. Hierbei werden verschiedene Arten des Verriegelns (Knoten) und Entriegelns (Entknoten) einander gegenübergestellt. Die Intervisualität von den miteinander verflochtenen Bildern lässt eine Erzählung entstehen. Der Raumplan im Ausstellungsführer diente als Wegweiser und lud die Besucher ein, der Narration durch die Ausstellung zu folgen. Ergänzt wurde dies durch kurze Texte zu den Objekten.
Untertitel des Projekts/Werks (en)
There are certain knots that are supposed to store time or hold it back from itself –– The endless knot of love is a fraud ––––– There is more than one way to get through a locked door –––– There are different ways of how to untie a knot
Im Zusammenhang mit Textilien ist ein "skein" eine gewickelte Spule aus Garn oder Faden. In metaphorischem Sinne wird es gebraucht, um ein verworrenes, komplexes Arrangement von Dingen zu beschreiben, wie zb einer Beziehung, einem Satz, kniffligen Problemen oder Situationen, die auf irgendeine Weise festgefahren sind.
Die Rauminstallation “skeins” zeigt eine Sammlung von Mythen und Geschichten die sich mit der Symbolik des Knoten auseinandersetzen. Sie umfasst Fundstücke und eigens für die Ausstellung angefertigte Objekte, Bildsammlungen, Rechercheergebnisse einer Forschungsreise, Textilarbeiten, Zeichnungen, Flechtobjekte aus Haar, Videoarbeiten, Gebäck, Briefe und Texte. Um diese Objekte zu kuratieren wurde zum einen mit Schaukästen gearbeitet, zum anderen dienten die natürlichen Beschaffenheiten des Raumes (z.B. Fenster, Türrahmen) als Rahmengeber.
Knoten dienen als Stützen gegen die Zeit und das Vergessen. Der “Unendliche Liebesknoten” ist eine symbolische Darstellung einer ewigen Liebe, die so umfassend ist, dass sie weder Anfang noch Ende kennt. Immerwährende Liebe eingeschlossen in der Form eines unveränderbaren Loops. Doch tragen Knoten die Erinnerung an den Prozess ihrer Entstehung in sich. Ein Knoten fügt sein eigenes Entknoten in das Gewebe seines Zweckes ein. Er kann verändert, aktualisiert und angepasst werden.
“skeins” reflektiert dieses Phänomen des Festhaltens und wirft unweigerlich Fragen nach den Möglichkeiten die das Entknoten bereit hält, auf.
Hierbei werden verschiedene Arten des Verriegelns (Knoten) und Entriegelns (Entknoten) einander gegenübergestellt. Die Intervisualität von den miteinander verflochtenen Bildern lässt eine Erzählung entstehen. Der Raumplan im Ausstellungsführer diente als Wegweiser und lud die Besucher ein, der Narration durch die Ausstellung zu folgen. Ergänzt wurde dies durch kurze Texte zu den Objekten.
In the context of textiles and crafting, a "skein" is a loosely wound coil of yarn or thread. In a more metaphorical sense, "skeins" can like knots be used to describe
a tangled or complex arrangement of things, such as relationships, a sentence, tricky problems or situations that are stuck in a way.
The installation presented a collection of myths and stories dealing with the symbolism of the knot. It includes found objects and objects made especially for the exhibition, image collections, research results from a research trip, textile works, drawings, braided hair objects, video works, biscuits, letters and texts. To curate these objects, on the one hand showcases were used, on the other the natural features of the room (e.g. windows, door frames) functioned as framing system.
A knot illustrates the recording of a moment in time. There are certain knots that are supposed to store time or hold it back from itself. The ‘Infinite Knot of Love’ is a symbolic representation of an eternal all-encompassing love, that it knows neither beginning nor end. Everlasting love locked into the shape of an unchangeable loop. But knots have a memory of the process of their formation. A knot inserts its own undoing into the very fabric of its purpose. It can be altered, updated and adjusted.
"skeins" reflects on the phenomenon of holding on and inevitably raises questions about the possibilities of unknotting.
Different ways of locking (knotting) and unlocking (unknotting) are opposed to each other. Through the intervisuality of the entwined images a narrative is created. The floor plan in the exhibition guide served as a signpost, inviting visitors to follow the narration through the exhibition. This was complemented by short texts about the objects.
Datierung
23.02.2024
Titel
skeins
Untertitel
Im Zusammenhang mit Textilien ist ein "skein" eine gewickelte Spule aus Garn oder Faden. In metaphorischem Sinne wird es gebraucht, um ein verworrenes, komplexes Arrangement von Dingen zu beschreiben, wie zb einer Beziehung, einem Satz, kniffligen Problemen oder Situationen, die auf irgendeine Weise festgefahren sind. Die Rauminstallation “skeins” zeigt eine Sammlung von Mythen und Geschichten die sich mit der Symbolik des Knoten auseinandersetzen. Sie umfasst Fundstücke und eigens für die Ausstellung angefertigte Objekte, Bildsammlungen, Rechercheergebnisse einer Forschungsreise, Textilarbeiten, Zeichnungen, Flechtobjekte aus Haar, Videoarbeiten, Gebäck, Briefe und Texte. Um diese Objekte zu kuratieren wurde zum einen mit Schaukästen gearbeitet, zum anderen dienten die natürlichen Beschaffenheiten des Raumes (z.B. Fenster, Türrahmen) als Rahmengeber. Knoten dienen als Stützen gegen die Zeit und das Vergessen. Der “Unendliche Liebesknoten” ist eine symbolische Darstellung einer ewigen Liebe, die so umfassend ist, dass sie weder Anfang noch Ende kennt. Immerwährende Liebe eingeschlossen in der Form eines unveränderbaren Loops. Doch tragen Knoten die Erinnerung an den Prozess ihrer Entstehung in sich. Ein Knoten fügt sein eigenes Entknoten in das Gewebe seines Zweckes ein. Er kann verändert, aktualisiert und angepasst werden. “skeins” reflektiert dieses Phänomen des Festhaltens und wirft unweigerlich Fragen nach den Möglichkeiten die das Entknoten bereit hält, auf. Hierbei werden verschiedene Arten des Verriegelns (Knoten) und Entriegelns (Entknoten) einander gegenübergestellt. Die Intervisualität von den miteinander verflochtenen Bildern lässt eine Erzählung entstehen. Der Raumplan im Ausstellungsführer diente als Wegweiser und lud die Besucher ein, der Narration durch die Ausstellung zu folgen. Ergänzt wurde dies durch kurze Texte zu den Objekten.