Im Rahmen der Graduiertenausstellung »26 Grad« der Karlsruher Hochschule für Gestaltung (HfG) findet der Talk „Life After the Academy – Künstlerische Praxis zwischen Institutionen und Kulturpolitik“ statt. Mit Alistair Hudson (Wissenschaftlich-künstlerischer Vorstand des ZKM) und Dominika Szope (Leiterin Kulturamt Karlsruhe).
In den zwei Kolloquien tauschen sich Absolvent:innen aus den verschiedenen Disziplinen der HfG über ihre Abschlussarbeiten aus. In offener Runde geben sie einen Einblick in die Entstehung und Entwicklung ihrer Projekte. Das Publikum ist eingeladen, Fragen zu stellen und mit zu diskutieren.
15.02.2025: Julius Bläser, Eike Buff, Lara Landbrecht, Janosch Kratz
22.02.2025: Florian Knöbl, Mona Mayer, Bob Reinert
Beschreibung (en)
In the colloquia, graduates from the various disciplines at the HfG discuss their final projects. In open discussions, they provide an insight into the creation and development of their projects. The audience is invited to ask questions and join in the discussion.
15.02.2025: Julius Bläser, Eike Buff, Lara Landbrecht, Janosch Kratz
22.02.2025: Florian Knöbl, Mona Mayer, Bob Reinert
Vom 13. bis 23. Februar 2025 wird die Karlsruher Innenstadt zur Bühne für die Graduiertenausstellung „25 Grad“ der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Rund 30 Absolvent:innen präsentieren ihre Abschlussarbeiten und machen ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Der Titel „25 Grad“ symbolisiert den Zeitpunkt des Übergangs vom Hochschulabschluss in die Professionalität.
Eröffnet wird die Ausstellung am 13. Februar um 17 Uhr im Erdgeschoss der Postgalerie Karlsruhe mit einer Vernissage, die Begegnungen zwischen den Absolvent:innen und dem Publikum anregt und den Startpunkt für ein vielseitiges Programm bildet. Insgesamt wird es zwei Ausstellungsorte geben: neben zweier ehemaliger Ladenflächen im EG der Postgalerie Karlsruhe, wird auch der Badische Kunstverein in der Waldstraße 3, im Karlsruher Zentrum zum Ausstellungsraum. Die Ausstellungsorte werden durch einen gemeinsamen Spaziergang am selben Abend des 13.2.25 aktiviert. Ein vielfältiges Programm aus Screenings, Kolloquien und Workshops während der gesamten Ausstellungslaufzeit, lädt dazu ein, mit den Künstler:innen und Designer:innen in den Austausch zu treten. Den Abschluss markiert die Finissage am 23. Februar.
Die Ausstellung zeigt erneut die interdisziplinäre Qualität, die das Studium an der HfG Karlsruhe prägt. Die gezeigten Arbeiten reflektieren die enge Zusammenarbeit zwischen und in unterschiedlichen Fachrichtungen und verdeutlichen, wie stark die Studierenden nicht nur von den Lehrenden, sondern auch voneinander lernen und sich gegenseitig inspirieren. Diese Einflüsse, die fachliche Grenzen überschreiten, ,werden in einem begleitenden Magazin vorgestellt, das einen tiefen Einblick in die Arbeitsweisen und -prozesse der Ausstellenden gibt.
Weitere Informationen zu den Standorten, Ausstellenden und Programmpunkten folgen hier sowie auf der Instagram-Seite der Graduiertenshow unter @grad.hfg.
From 13 to 23 February 2025, Karlsruhe city centre will become the stage for the ‘25 Grad’ graduate exhibition at the Karlsruhe University of Arts and Design. Around 30 graduates will present their final theses and make their work accessible to the general public. The title ‘25 degrees’ symbolises the time of transition from graduation to professionalism.
The exhibition will open on 13 February at 5 p.m. on the ground floor of the Postgalerie Karlsruhe with a vernissage that will encourage encounters between the graduates and the public and form the starting point for a varied programme. In addition to a former shop space in the Postgalerie Karlsruhe, the exhibition space of the Badischer Kunstverein at Waldstraße 3 in the centre of Karlsruhe will also be used. The exhibition venues will be activated by a joint walk on the same evening of February 13, 2025. A varied programme of screenings, colloquia and workshops throughout the duration of the exhibition invites visitors to enter into an exchange with the artists and designers. The finissage on 23 February marks the end of the exhibition.
The exhibition once again demonstrates the interdisciplinary quality that characterises studies at the HfG Karlsruhe. The works on display reflect the close co-operation between and within different disciplines and illustrate the extent to which students not only learn from their teachers, but also from each other and inspire each other. These influences, which transcend disciplinary boundaries, are presented in an accompanying magazine that provides an in-depth insight into the exhibitors' working methods and processes.
Further information on the locations, exhibitors and programme items will follow here and on the Graduate Show's Instagram page at @grad.hfg.
Opening, February 13, 2025 at 5pm at Postgalerie Karlsruhe / Kaiserstraße 217 / 76133 Karlsruhe
Schälfurnier ist eine der wenigen Holzgewinnungsmethoden,
die sich an der natürlichen, runden Form des
Baumes orientiert. Ein zuvor entasteter und gedämpfter
Stamm rotiert horizontal gegen eine lange Klinge
ähnlich einem Spitzer für Stifte.
Dabei entsteht eine kontinuierliche Bahn aus Holz.
Da keine klassische Sägemechanik zum Einsatz
kommt, fällt kaum Staub an und es entsteht nahezu
kein Materialverlust durch Sägeschnitte. Durch das rota torische
Arbeiten am runden Stamm ist der Materialertrag
besonders effizient. Im Vergleich zum Aufsä gen
eines Stammes im Sägewerk bei dem ein runder
Stamm in eckige Massivholzteile zerlegt wird
liegt der Ertrag etwa 30–40 % höher.
Furnier wird meist dekorativ eingesetzt, um Oberflächen
aufzuwerten. Eine tragende Rolle erhält es vor
allem in sperrverleimten Schichtwerkstoffen, in de nen
es im Verbund überraschende Stabilität und gestalterische
Flexibilität entwickelt.
Durch kleine Interventionen im Produktionsprozess
lässt sich das Furnier nicht nur als einzelne Blätter,
sondern als kontinuierliche Rolle mit definiertem Maß
entnehmen. Diese Rolle bildet den Ausgangspunkt
und Rohstoff für eine Möbel-Kleinserie.
Die Serie „2.5“ untersucht die strukturellen Möglichkeiten
dieses Materials durch eine Neuinterpretation
klassischer Verarbeitungsmethoden.
2.5.H1
Ein Hocker mit zweifach gekrümmter Sitzschale aus
form verleimtem Furnier. Ein extrudierter Kantenanleimer
setzt sich spiralförmig im Inneren fort und bildet
eine tragende Struktur. Die durch die Geometrie der
Sitzschale entstehende Schattenfuge zum Boden legt
zugleich die textile Erscheinung der natürlichen Verwerfungen
offen, die im Furnier während des Trocknungsprozesses
entstehen.
2.5.R1
Ein Wandregalsystem, das die Kontinuität der Furnierrolle
nutzt, die durch ihr frühzeitiges Entnehmen im
Produktionsprozess möglich wird. Eine dünne Sperrschicht stabiisiert
die Faserstruktur und nimmt Zugkräfte
auf die sie zu den frei Plazierbaren Klemmträgern leitett. So bleibt eine
minimale Materialstärke bei maximaler Flexibilität
erhalten. Frei platzierbare Regalträger ermöglichen eine
spielerische Gestaltungsfreiheit und erzeugen ein
leichtes, dennoch tragfähiges Regalsystem mit geringem
Materialeinsatz.
2.5.R2
Ein Wandregal, das die Querfasern des Furniers entlang
der kurzen Seite nutzt. Was zunächst wie eine Schwäche
erscheint, ermöglicht durch die Sicherung der Kanten
eine hohe Stabilität bei sehr geringer Materialstärke.
Die Fixierung erfolgt ausschließlich entlang der Wandseite.
Natürliche Verwerfungen im Material erzeugen
dabei eine spannungsreiche Interaktion zwischen den
Furnierschichten und eine ausdrucksstarke Stirnseite.
2.5.S1
Der Sessel verbindet Formverleimung mit Prinzipien des
Kassettenbaus. Querfaseriges Furnier leitet Kräfte
direkt zu zwei tragenden Längsfriesen. An besonders
belasteten Stellen verdoppelt sich das Material, ohne
zwingend verklebt zu werden. Windungen unter der Sitzfläche
legen die Konstruktion offen. Starre Verbindungen
entstehen nur dort, wo sie notwendig sind, sodass
die Flexibilität des Materials vollständig genutzt wird
und Komfort sowie eine natürliche Dämpfung entstehen.
Rotary-cut veneer is one of the few methods of wood processing that follows the tree’s natural, cylindrical form. A debarked and steamed log rotates horizontally against a long blade, much like a pencil being sharpened. This process produces a continuous sheet of wood.
Because no conventional sawing is involved, very little dust is generated and material loss through saw kerfs is virtually eliminated. By working directly with the round log, the process achieves a particularly high material yield. Compared to sawing a log into rectangular timber sections in a sawmill—where a cylindrical trunk is converted into square lumber—the yield is approximately 30–40% higher.
Veneer is most commonly used as a decorative surface material. Its structural potential is typically realized in engineered wood products such as plywood and laminated composites, where thin layers of veneer combine to create remarkable strength and design flexibility.
With minor interventions in the production process, veneer can be extracted not only as individual sheets but also as a continuous roll of defined dimensions. This roll becomes both the starting point and the raw material for a small furniture collection.
The 2.5 series explores the structural possibilities of rotary-cut veneer through a reinterpretation of traditional manufacturing techniques.
2.5.H1
A stool featuring a doubly curved seat shell made from molded veneer. An extruded edge band continues in a spiral within the interior, forming the load-bearing structure. The shadow gap created between the seat shell and the floor reveals the textile-like appearance of the natural distortions that develop in the veneer during the drying process.
2.5.R1
A wall-mounted shelving system that takes advantage of the continuity of the veneer roll, made possible by removing the material early in the production process. A thin backing layer stabilizes the fibre structure and absorbs tensile forces, transferring them to freely positionable clamping supports. This allows for minimal material thickness while maintaining maximum flexibility.
The movable supports enable playful customization and create a lightweight yet load-bearing shelving system with a minimal use of material.
2.5.R2
A wall shelf that exploits the cross-grain properties of veneer along its shorter dimension. What initially appears to be a weakness becomes a source of strength: by reinforcing the edges, high stability can be achieved despite the extremely thin material.
The shelf is fixed exclusively along the wall side. Natural deformations within the material create a dynamic interaction between the veneer layers and result in a distinctive and expressive edge profile.
2.5.S1
This lounge chair combines molded veneer construction with principles derived from box-beam structures. Cross-grain veneer transfers loads directly to two longitudinal structural rails. In highly stressed areas, the material doubles in thickness without necessarily being bonded, allowing the construction to remain efficient and adaptable.
The layered folds beneath the seat expose the structural logic of the piece. Rigid connections are used only where structurally required, allowing the material’s inherent flexibility to be fully utilized. The result is a chair that offers comfort, natural damping, and an honest expression of its construction.
Rundgangskonzert von Studierenden, Alumni und Freunden der HfG Karlsruhe mit Live-Elektronik, Fixed Media, Audiovisuellen Projektionen und Live Performances