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| Titel (en) | - .HYP - a digital wildgrowth
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| Beschreibung | - .HYP ist eine Diplomarbeit der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe aus dem Jahr 2024. Es handelt sich um eine multisensorische Installation und Projektionsarbeit einer sich verändernden digitalen Lebensform. Die Arbeit .HYP ist der Versuch die Grenzen zwischen digitalem Leben und der analogen Welt zusammenzubringen. Dafür habe ich das Programm .HYP entwickelt, welches sich in seiner Funktionsweise und Verhalten an der Welt der Pilze orientiert. Die Idee war es, eine Lebensform zu entwickeln, welche sich selbststädnig verbreitet und mit Nährstoffen versorgt. Ähnlich zu einem Computervirus bedient sich das Projekt .HYP an Metaphern zu organischen Strukturen.
Wie das Programm sich auf einem Endgerät ausbreitet ist nur bedingt auf dem Computer ersichtlich. In der Installation sieht man lediglich bunte Muster und Formen, dessen Inhalt auf Datein basiert, welche die Besucher*innen der Installation über einen QR-Code bereitstellen können. Das Erscheinungsbild von .HYP, welches man in einem abgedunkelten Raum betrachten kann, ändert sich über die Zeit und basierend auf dem Material, welches dem Programm von Besucher*innen dargeboten wird.
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| Beschreibung (en) | - .HYP is a multisensory installation and diploma project from the Karlsruhe University of Arts and Design. It explores the boundaries between digital life and the analog world through a custom developed program that mimics the biological behavior of fungal mycelium.
The digital organism functioning close to a computer virus, the software infiltrates file systems to survive. Named after fungal cells (hyphae), the project consists of specialized sub-programs:
discovery.HYP: Scouts folder structures for expansion.
collector.HYP: Consumes files, extracting saturated pixels from images as "nutrients."
safe.HYP & mainRoot.HYP: Store energy and coordinate the growth of a digital "fruiting body."
The installation is an immersive experience within a darkened room. The floor is covered in bark mulch and wood, simulating a forest floor complete with the scent of pine and woodland sounds. A powerful top-down projection visualizes the digital fungus. Visitors can interact by uploading their own files via QR code; .HYP "digests" this data, transforming it into ever-evolving, colorful patterns projected onto the organic ground.
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| Ausführliche Beschreibung | - Der Name des Programms .HYP kommt vom Namen der Zellen von Pilzen, den sogenannten Hyphen. Ein bisschen wie das Wurzelwerk von Pflanzen breiten diese sich unterirdisch aus und dienen als Werkzeuge für Wasser- und Nährstoffaufnahme von Pilzen. Der Titel des Projektes basiert außerdem auf den Endung der weiter unten aufgelisteten Unterprogrammen, welche das Programm einleitet. Dessen Dateiendungen lauten .HYP. .HYP ist eine Desktopanwendung, dessen Ziel es ist, in ein Dateisystem reinzuwachsen und dort Teile von Dokumenten zu konsumieren, um daraus Energie zum weiterwachsen zu ziehen. Dabei imitiert es die Funktionen von Pilzen, welche als Disposer, also Resteverwerter der Natur fungieren und diese Reste dann zersetzen und für sich in Energie umwandeln. Der Lebensraum für das Programm .HYP sind die Ordnersysteme und die darin enthaltenen Datein, welche das Programm umwandelt und Teile daraus konsumieren kann. Ziel des Programmes ist es, genug Energie und Datenmaterial zu sammeln und daraus final eine Art digitalen Fruchtkörper zu bilden, welchen man als Zuschauer*in betrachten kann. Wie bei unterirdischen Hyphensystemen von Pilzen ist der Rest des Programms für den Menschen von außen nicht ersichtlich. Für das Ausbreiten und Konsumieren des digitalen Pilzes teilt sich das Programm in Unterprogramme auf, welche ähnlich wie die Hyphen der Pilze verschiedene Aufgaben übernehmen:
discovery.HYP
Dieses Teilprogramm von .HYP dient zur Raumerschließung und Ausbreitung des digitalen Pilzes und erkennt, wie viele Ordner und Datein sich in seiner Umgebung befinden. Auf Basis dieser Zahlen kann das Programm errechnen, ob es sich auf Konsum von Dateien oder Ausbreitung in Unterordner fokussiert.
collector.HYP
Die collector hyphe ist für die Umwandlung und den Komsum von Datein zuständig. Es erkennt Bilder und kann diese nach gesättigten Pixeln durchsuchen und diese Pixel dann speichern oder in Energie umwandeln. Alle Dokumente, die kein Bildformat sind, werden in einem vorherigen Schritt in Binder umgewandelt und dann konsumiert. Nach dem Sammeln der Pixel aus den Bildern werden diese Pixel dann in einem quadratischen Bild zwischengelagert. Diese werden als fruitPart_X in den jeweiligen Ordner der collector-Hyphen abgespeichert und werden zu einem späteren Zeitpunkt als Baumaterial für den Fruchtkörper des Programms verwendet. fruitParts erstellt von der collector.HYP als Speichermedium für satturierte Pixel
safe.HYP
Diese Datei des Programms speichert die Energie, welche die collector.HYP aus einem Dokument gezogen hat und verteilt diese dann für den gesamten digitalen Pilz. Organisiert und geleitet werden die Aufgaben des digitalen Pilzes von einem übergeordneten Programm, der mainRoot.HYP. Diese Datei sammelt die Energie der safe.HYP Datein und weiß, wo sich die gebildeten fruitParts und Hyphen in den Ordnern befinden. Hat der Pilz genug Energie aus anderen Dokumenten gespeichert und genug Pixel in den fruitParts gesammelt, fängt .HYP an einen Fruchtkörper zu bilden, welcher dem Fruchtkörper von Pilzen aus der Natur nachahmen soll. Dieser digitale Fruchtkörper bedient sich an den gesammelten Pixeln in den fruitParts-Datein und wandelt diese dann in verschiedene Formen und Muster um, welche man dann im Interface des Programmes und im Projektionsraum betrachten kann.
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| Ausführliche Beschreibung (en) | - The name of the program .HYP is derived from hyphae, the branching filaments that make up the mycelium of a fungus. Much like the root systems of plants, these spread underground and serve as tools for the fungus to absorb water and nutrients. The project title is also based on the file extensions of the subprograms listed below, which the main program initiates; these extensions are all .HYP.
.HYP is a desktop application designed to "grow" into a file system, consuming parts of documents to gain the energy required for further expansion. In doing so, it mimics the function of fungi, which act as nature's decomposers—breaking down waste and converting it into energy. The "habitat" for the .HYP program consists of folder systems and the files within them, which the program transforms and consumes.
The ultimate goal of the program is to gather enough energy and data to eventually form a digital fruiting body (sporocarp) for the viewer to observe. As with the underground hyphal systems of real fungi, the rest of the program remains hidden from the human user. To spread and consume, the program divides itself into subprograms that perform different tasks, similar to biological hyphae:
Subprograms
discovery.HYP
This subprogram is used for spatial exploration and the expansion of the digital fungus. It detects how many folders and files are in its vicinity. Based on these numbers, the program calculates whether to focus on consuming files or spreading into subdirectories.
collector.HYP
The collector hypha is responsible for the transformation and consumption of files. It identifies images and scans them for saturated pixels, which it then saves or converts into energy. Any documents that are not in an image format are converted into images in a preliminary step before being consumed. Once the pixels are gathered, they are temporarily stored in a square image file. These are saved as fruitPart_X in the respective folder of the collector hyphae and serve as "building blocks" for the program's fruiting body at a later stage.
safe.HYP
This file stores the energy that the collector.HYP has extracted from documents and distributes it throughout the entire digital fungus.
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| Technik/Verfahren/Formate | |