Ich habe verschiedene Theorien dazu untersucht, nach welchen Mustern sich Städte und Menschen verändern und welche typischen Phasen sie im Laufe ihres Lebens durchlaufen. Auf dieser Grundlage habe ich sieben verschiedene Lebensphasen entwickelt, die sich sowohl auf die Berliner Potsdamer Straße als auch auf das menschliche Leben im Allgemeinen beziehen lassen.
Während die Besucher visuell Archivfotografien der Potsdamer Straße betrachten konnten, konnten sie über Kopfhörer parallel dazu die entstandenen Audioaufnahmen hören. Auf diese Weise konnten sie Zeit und Raum gleichzeitig auf zwei unterschiedlichen Ebenen erleben.
Für die Audioarbeiten habe ich Interviews mit Freund geführt. Mein Ziel war es, alltägliche, ganz unterschiedliche Menschen einzubeziehen, die jeweils einer der sieben definierten Lebensphasen zugeordnet werden können. In den Interviews habe ich sie vor allem nach ihren emotionalen Erfahrungen und ihrem persönlichen Erleben innerhalb dieser Lebensphase gefragt.
Auf Grundlage der Interviews habe ich die Antworten anschließend in poetischere Texte übertragen. Das von mir entwickelte Skript wird schließlich von einer Schauspielerin, Stefani Matkovic dargestellt.
Medien-Beschreibung (en)
I researched various theories about the patterns through which cities and people change, and the typical stages they go through over the course of their lives.
Based on this research, I developed seven different stages that can be applied both to Berlin’s Potsdamer Straße and to human life in general.
While visitors could visually explore archival photographs of Potsdamer Straße, they could simultaneously listen to the accompanying audio pieces through headphones. In this way, they experienced time and space simultaneously on two different levels.
For the audio works, I conducted interviews with friends. My aim was to include ordinary, everyday people, each representing one of the seven different stages of life. During the interviews, I asked them primarily about their emotional experiences and how they personally experienced the particular stage of life they were in.
Based on these interviews, I then transformed their stories into more poetic texts. The script I developed is ultimately performed and brought to life by an actress, Stefani Matkovic.
Die unterschiedlichen filmische Sequenzen waren als Projektionen im Raum (großes Studio) auf Wänden zu sehen. Sie erzählen von Überlebensstrategien auf engem Raum, von der Subkultur im Gefängnis:
Sucuk aus dem Wasserkocher, Gebetsketten aus Brot,
Apfelbäume aus Joghurtbechern und Duschgel als Raumduft.
Die Sequenzen sind Erzählungen aus dem Interview mit Badaue (Pseudonym). Die zu sehenden Handlungen hat er, während der Zeit der Untersuchungshaft, zum Teil selbst entwickelt, zum Teil von anderen Inhaftierten erfahren.
Beschreibung (en)
The different film sequences were shown as projections in the room (Studio) on walls. They tell of survival strategies in confined spaces, of the subculture in prison:
Sucuk from a kettle, prayer chains made of bread,
apple trees from yogurt pots, and shower gel as a room scent.
The sequences are narrations from the interview with Badaue (pseudonym). He developed the actions to be seen, during the time of pre-trial detention, partly himself, partly experienced from other detainees.