Die Übung eines gesellschaftlichen Imaginären Inhaltsverzeichnis
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Titel
Die Übung eines gesellschaftlichen Imaginären Inhaltsverzeichnis
Untertitel
Eine Untersuchung der Beteiligung der deutschen Bundesregierung an dem NATO-Manöver Fallex 66 (1966) hinsichtlich ihrer Modalität, Fiktionalität und Immersivität.
„Fallex 66 war die dritte von zwölf biennalen Stabsrahmenübungen, die zwischen 1962 und 1982 durch die NATO organisiert wurden. Während des Kalten Krieges fanden Übungsmanöver regelmäßig statt, um mit bedingter Truppenbewegung Prozesse der Mobilisierung zu simulieren, Alarm- und Evakuierungspläne zu testen, aber auch um
Souveränität zu demonstrieren. Als solche waren sie wichtiger Teil der damaligen Abschreckungsstrategie. Die deutsche Bundesregierung beteiligte sich an diesen durch
Zivilverteidigungsübungen, um Möglichkeiten der „politischen Mitwirkung an Konsultationen und Entscheidungsfindungen der NATO auszuloten und Erfahrungen im Bereich Krisenmanagement und -kommunikation zu sammeln. Im Jahre 1966 fand diese Übung erstmals im jüngst fertiggestellten offiziellen Ausweichsitz der Bundesregierung etwa 30 Kilometer südlich von Bonn, dem Regierungsbunker Ahrweiler, statt.Neu an dieser Übung war jedoch nicht nur die Verlegung in den Regierungsbunker Ahrweiler, sondern auch der Wunsch, im Rahmen der nationalen Übung den jüngsten Entwurf für die Notstandsgesetze zu testen [...] Um den Einsatz der Notstandsgesetze im Kriegsfalle zu erproben, schritt man zu einer ungewöhnlichen Methode: 33 Mitglieder des Deutschen Bundestags und des Deutschen Bundesrates simulierten als Gemeinsamer Ausschuss – das in jenem Gesetz vorgesehene legislative Gremium – für vier Tage im Regierungsbunker Ahrweiler den „gedachten Verlauf“ eines dritten Weltkrieges.”
„Die Sorge, dass durch die Implementierung der Notstandsgesetze ein Hebel zur Totalisierung des Staates juristischen Niederschlag im Grundgesetz finden könnte, wurde dabei durch das ungewöhnliche Verfahren der Übung in dem sich durch Abschottung auszeichnenden Bunker noch verstärkt. Der Aufenthalt der PolitikerInnen wurde so nicht nur Übung der Notstandsgesetze, sondern auch Symbol einer intransparent agierenden Politik. [...] Wie ich zeigen werde, werden auch der Raum der Übung und die TeilnehmerInnen selbst zu einem fiktionstragenden Medium. Deswegen stellt die Übung eine nicht-rationale, sondern affektiv und ästhetisch wirkende Form der Wissensvermittlung dar.”
„How do imaginaries claim normativity? A society can only function if enough people envision the same imaginary, says Castoriadis. I claim, that new imaginaries need to be exercised, if they are to claim normative power. This paper investigates a homogenization process of a social imaginary: In the 1966 German civil defense exercise Fallex 66, 33 members of the West German parliament simulated the at this point intensely disputed Emergency Laws. This paper argues that the fusion of fictional and real elements in the exercised scenario, combined with a bodily and affective immersion in a bunker setting had the power to shift a social imaginary. By presenting the Emergency Laws in a conservative patriarchal imaginary landscape, the exercise induces a normative shift in the social perception of the Laws. This paper sheds a leftist light on the struggle, highlighting the political bias of the exercise, as well as giving a new vocabulary to the left critique of that time. With a unique conceptual set-up, this paper investigates the imaginaries transported by and the means of their production in the civil defense exercise. Hereby, I suggest a methodical set for the analysis of social imaginaries at the cutting surface of aesthetics, affect theory, contemporary history, and social philosophy.”
Die Übung eines gesellschaftlichen Imaginären Inhaltsverzeichnis
Untertitel
Eine Untersuchung der Beteiligung der deutschen Bundesregierung an dem NATO-Manöver Fallex 66 (1966) hinsichtlich ihrer Modalität, Fiktionalität und Immersivität.
„Immer wieder beschäftigten sich in den letzten Jahren Ausstellungen mit explizit politischer Kunst. Kunst, politische Kunst, künstlerischer Aktivismus und politischer Aktivismus entwickelten sich in der Warnehmung der BetrachterInnen zu einem Knoten, dessen künstlerische Wirkmacht im formalen institutionellen Rahmen auf der Strecke blieb.”
„Dort, wo Altes durch Neues herausgefordert wird. Dort, wo Kunst und Theater auf das alltägliche und das politische Leben treffen. Nicht umsonst forderten Künstler wiederholt die Annäherung von Kunst und Leben. Denn dort, wo beides aufeinander prallt, findet Auseinandersetzung statt. Dabei ist es nicht wichtig, was Kunst genau ist und wo sie anfängt oder aufhört. Relevant ist, dass Brüche geschaffen werden im reibungslosen Ablauf eines problematischen Systems. Es geht um eine Fraktur der Erwartung, um eine Unterbrechung des Gewohnten. Diese Strategie der Unterbrechung ist interessant für die vorliegende Arbeit.”
Beschreibung (en)
‘In recent years, exhibitions have repeatedly focussed on explicitly political art. In the perception of viewers, art, political art, artistic activism and political activism have developed into a knot whose artistic impact has fallen by the wayside within the formal institutional framework.’
‘Where the old is challenged by the new. Where art and theatre meet everyday and political life. It is not for nothing that artists have repeatedly called for the convergence of art and life. Because where the two collide, confrontation takes place. It is not important what exactly art is and where it begins or ends. What is relevant is that breaks are created in the smooth running of a problematic system. It is about a fracture of expectation, an interruption of the familiar. This strategy of interruption is interesting for the present work.’
„Immer wieder beschäftigten sich in den letzten Jahren Ausstellungen mit explizit politischer Kunst. Kunst, politische Kunst, künstlerischer Aktivismus und politischer Aktivismus entwickelten sich in der Warnehmung der BetrachterInnen zu einem Knoten, dessen künstlerische Wirkmacht im formalen institutionellen Rahmen auf der Strecke blieb.”
„Dort, wo Altes durch Neues herausgefordert wird. Dort, wo Kunst und Theater auf das alltägliche und das politische Leben treffen. Nicht umsonst forderten Künstler wiederholt die Annäherung von Kunst und Leben. Denn dort, wo beides aufeinander prallt, findet Auseinandersetzung statt. Dabei ist es nicht wichtig, was Kunst genau ist und wo sie anfängt oder aufhört. Relevant ist, dass Brüche geschaffen werden im reibungslosen Ablauf eines problematischen Systems. Es geht um eine Fraktur der Erwartung, um eine Unterbrechung des Gewohnten. Diese Strategie der Unterbrechung ist interessant für die vorliegende Arbeit.”
Beschreibung (en)
‘In recent years, exhibitions have repeatedly focussed on explicitly political art. In the perception of viewers, art, political art, artistic activism and political activism have developed into a knot whose artistic impact has fallen by the wayside within the formal institutional framework.’
‘Where the old is challenged by the new. Where art and theatre meet everyday and political life. It is not for nothing that artists have repeatedly called for the convergence of art and life. Because where the two collide, confrontation takes place. It is not important what exactly art is and where it begins or ends. What is relevant is that breaks are created in the smooth running of a problematic system. It is about a fracture of expectation, an interruption of the familiar. This strategy of interruption is interesting for the present work.’
„Immer wieder beschäftigten sich in den letzten Jahren Ausstellungen mit explizit politischer Kunst. Kunst, politische Kunst, künstlerischer Aktivismus und politischer Aktivismus entwickelten sich in der Warnehmung der BetrachterInnen zu einem Knoten, dessen künstlerische Wirkmacht im formalen institutionellen Rahmen auf der Strecke blieb.”
„Dort, wo Altes durch Neues herausgefordert wird. Dort, wo Kunst und Theater auf das alltägliche und das politische Leben treffen. Nicht umsonst forderten Künstler wiederholt die Annäherung von Kunst und Leben. Denn dort, wo beides aufeinander prallt, findet Auseinandersetzung statt. Dabei ist es nicht wichtig, was Kunst genau ist und wo sie anfängt oder aufhört. Relevant ist, dass Brüche geschaffen werden im reibungslosen Ablauf eines problematischen Systems. Es geht um eine Fraktur der Erwartung, um eine Unterbrechung des Gewohnten. Diese Strategie der Unterbrechung ist interessant für die vorliegende Arbeit.”
Beschreibung (en)
‘In recent years, exhibitions have repeatedly focussed on explicitly political art. In the perception of viewers, art, political art, artistic activism and political activism have developed into a knot whose artistic impact has fallen by the wayside within the formal institutional framework.’
‘Where the old is challenged by the new. Where art and theatre meet everyday and political life. It is not for nothing that artists have repeatedly called for the convergence of art and life. Because where the two collide, confrontation takes place. It is not important what exactly art is and where it begins or ends. What is relevant is that breaks are created in the smooth running of a problematic system. It is about a fracture of expectation, an interruption of the familiar. This strategy of interruption is interesting for the present work.’
„Immer wieder beschäftigten sich in den letzten Jahren Ausstellungen mit explizit politischer Kunst. Kunst, politische Kunst, künstlerischer Aktivismus und politischer Aktivismus entwickelten sich in der Warnehmung der BetrachterInnen zu einem Knoten, dessen künstlerische Wirkmacht im formalen institutionellen Rahmen auf der Strecke blieb.”
„Dort, wo Altes durch Neues herausgefordert wird. Dort, wo Kunst und Theater auf das alltägliche und das politische Leben treffen. Nicht umsonst forderten Künstler wiederholt die Annäherung von Kunst und Leben. Denn dort, wo beides aufeinander prallt, findet Auseinandersetzung statt. Dabei ist es nicht wichtig, was Kunst genau ist und wo sie anfängt oder aufhört. Relevant ist, dass Brüche geschaffen werden im reibungslosen Ablauf eines problematischen Systems. Es geht um eine Fraktur der Erwartung, um eine Unterbrechung des Gewohnten. Diese Strategie der Unterbrechung ist interessant für die vorliegende Arbeit.”
Beschreibung (en)
‘In recent years, exhibitions have repeatedly focussed on explicitly political art. In the perception of viewers, art, political art, artistic activism and political activism have developed into a knot whose artistic impact has fallen by the wayside within the formal institutional framework.’
‘Where the old is challenged by the new. Where art and theatre meet everyday and political life. It is not for nothing that artists have repeatedly called for the convergence of art and life. Because where the two collide, confrontation takes place. It is not important what exactly art is and where it begins or ends. What is relevant is that breaks are created in the smooth running of a problematic system. It is about a fracture of expectation, an interruption of the familiar. This strategy of interruption is interesting for the present work.’
„Das Jahr 2012 stand ganz im Zeichen Gerhard Richters. So konnte man ihm im Kino bei der Arbeit bei der Arbeit über die Schulter schauen – so der bereits erstmals im September 2011 präsentierte Kinofilm Painting von Corinna Belz .., was einherging mit dem beachtlichen Erfolg auf dem secondary market, dem Auktionsmarkt, wo seine vornehmlich abstrakten Gemälde dank Höchstpreisen zu Kunstmarktlieblingen avancierten.”
„Gerade ein Gemälde scheint anders als viele andere in den letzten Jahren immer mehr mit symbolischer Bedeutung aufgeladen worden zu sein: Onkel Rudi (Abb.1), entstanden 1965. Die fotografische Vorlage entnahm Richter dem eigenen Familienalbum. Als ‚Privates öffentlich’ machen, wurde diese Vorgehensweise in der Motivauswahl der so genannten Foto-Bilder vielfach begründet. Dies zeigt sich nicht zuletzt in den Fotografien, die Richter auf Einladung der Tageszeitung „Die Welt” für eine Sonderausgabe ausdrucken ließ – und damit ist “der große Zweifler der Gegenwartskunst” erst der dritte Künstler, nach Georg Baselitz und Ellsworth Kelly, die die „Welt-Herrschaft” für einen Tag übernommen hat.”
"The year 2012 was all about Gerhard Richter. It was possible to watch him at work in the cinema - for example, the cinema film Painting by Corinna Belz, first presented in September 2011 ... which was accompanied by considerable success on the secondary market, the auction market, where his predominantly abstract paintings became art market favourites thanks to top prices.‘
’One painting in particular, unlike many others, seems to have been increasingly charged with symbolic meaning in recent years: Uncle Rudi (fig. 1), created in 1965. Richter took the photographic model from his own family album. This approach was often justified as “publicising the private” in the choice of motifs for the so-called photo images. This can be seen not least in the photographs that Richter had printed for a special edition at the invitation of the daily newspaper ‘Die Welt’ - making ‘the great doubter of contemporary art’ only the third artist, after Georg Baselitz and Ellsworth Kelly, to take over ‘Welt/world domination’ for a day."
„Das Jahr 2012 stand ganz im Zeichen Gerhard Richters. So konnte man ihm im Kino bei der Arbeit bei der Arbeit über die Schulter schauen – so der bereits erstmals im September 2011 präsentierte Kinofilm Painting von Corinna Belz .., was einherging mit dem beachtlichen Erfolg auf dem secondary market, dem Auktionsmarkt, wo seine vornehmlich abstrakten Gemälde dank Höchstpreisen zu Kunstmarktlieblingen avancierten.”
„Gerade ein Gemälde scheint anders als viele andere in den letzten Jahren immer mehr mit symbolischer Bedeutung aufgeladen worden zu sein: Onkel Rudi (Abb.1), entstanden 1965. Die fotografische Vorlage entnahm Richter dem eigenen Familienalbum. Als ‚Privates öffentlich’ machen, wurde diese Vorgehensweise in der Motivauswahl der so genannten Foto-Bilder vielfach begründet. Dies zeigt sich nicht zuletzt in den Fotografien, die Richter auf Einladung der Tageszeitung „Die Welt” für eine Sonderausgabe ausdrucken ließ – und damit ist “der große Zweifler der Gegenwartskunst” erst der dritte Künstler, nach Georg Baselitz und Ellsworth Kelly, die die „Welt-Herrschaft” für einen Tag übernommen hat.”
"The year 2012 was all about Gerhard Richter. It was possible to watch him at work in the cinema - for example, the cinema film Painting by Corinna Belz, first presented in September 2011 ... which was accompanied by considerable success on the secondary market, the auction market, where his predominantly abstract paintings became art market favourites thanks to top prices.‘
’One painting in particular, unlike many others, seems to have been increasingly charged with symbolic meaning in recent years: Uncle Rudi (fig. 1), created in 1965. Richter took the photographic model from his own family album. This approach was often justified as “publicising the private” in the choice of motifs for the so-called photo images. This can be seen not least in the photographs that Richter had printed for a special edition at the invitation of the daily newspaper ‘Die Welt’ - making ‘the great doubter of contemporary art’ only the third artist, after Georg Baselitz and Ellsworth Kelly, to take over ‘Welt/world domination’ for a day."
In einer Bar, in der Innenstadt von Karlsruhe, trifft das Publikum auf ein tourendes Trio mit einer sonderbaren Geschichte: Es war einmal ein Nachtfalter, der lebte im Dschungel des brasilianischen Amazonas. Dieser Falter trug den Namen Gorgone macarea und hatte eine Angewohnheit, die für ein Lebewesen auf der Erde recht eigensinnig erschien. Gorgone macarea trank die Tränen schlafender Vögel. Für ihn: eine sichere Nahrungsquelle in unsicheren Zeiten. Da also Gorgone macareas Lebensraum sich immer mehr veränderte und auch die Vögel nach und nach wegzogen, machte der Falter sich auf, um andere Tränen zu suchen. Dabei kam ihm zu Ohren, dass der Mensch ganz besondere Tränen vergießt, wie kein anderes Lebewesen auf der Erde: Emotionale Tränen.
Und so entschloss sich der Nachtfalter, die Menschen einzuladen, um ihre Tränen mit ihm zu teilen.
Seither touren der Nachtfalter und seine zwei Kompliz*innen Sadgirl und Fluss von Bar zu Bar und lassen für einen Abend das Publikum Teil ihres Universums werden. Ein Universum – in dem Tränen die Hauptzutat des Abends sind und in jedem Cocktail serviert werden.
In a bar in downtown Karlsruhe, the audience encounters a touring trio with a peculiar story: Once upon a time, there was a moth living in the jungles of the Brazilian Amazon. This moth was called Gorgone macarea and had a habit that seemed rather unusual for a creature on Earth. Gorgone macarea drank the tears of sleeping birds. For the moth, it was a reliable source of nourishment in uncertain times. After all, even back then, the Amazon rainforest was considered a so-called tipping element, capable of disrupting the global climate balance. As Gorgone macarea’s habitat changed more and more, and the birds gradually disappeared, the moth set out in search of other tears. Along the way, it heard that humans shed a kind of tear unlike any other creature on Earth: emotional tears.
And so, the moth decided to invite humans to share their tears with it.
Since then, the moth and its two companions, Sadgirl and Fluss, have been touring from bar to bar, drawing the audience into their universe for one night. A universe where tears are the main ingredient of the evening—served in every cocktail.
Wiebke Mueller (Sie/ihr) arbeitet als freie Szenografin, Kostümbildnerin und Künstlerin. Sie studiertean der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, der Bauhaus Universität Weimar und als Gast an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Sie arbeitete und zeigte ihre Projekte unter anderem am TJG Dresden, Residenz Leipzig, Staatsschauspiel Dresden, GfzK Leipzig, 4BidGallery Amsterdam oder am Staatstheater Karlsruhe. Sie ist Mitgründerin desRaumkollektivs “Kollektiv Kubik” und arbeitet seit 2017 mit diesem regelmäßig zusammen.“Sekret - Eine Tränen-Bar Performance” ist Wiebke Muellers Abschlussarbeit an der HfGKarlsruhe 2024.
///
Wiebke Mueller (she/her) works as a freelance scenographer, costume designer, and artist. She studied at the Karlsruhe University of Arts and Design, the Bauhaus University Weimar, and as a guest at the University of Applied Arts Vienna. She has worked and presented her projects at venues such as TJG Dresden, Residenz Leipzig, Staatsschauspiel Dresden, GfzK Leipzig, 4BidGallery Amsterdam, and Staatstheater Karlsruhe. She is a co-founder of the spatial collective "Kollektiv Kubik" and has been collaborating with it regularly since 2017."Sekret – Eine Tränen-Bar Performance" is Wiebke Mueller's final project at HfG Karlsruhe in 2024.
In einer Bar, in der Innenstadt von Karlsruhe, trifft das Publikum auf ein tourendes Trio mit einer sonderbaren Geschichte: Es war einmal ein Nachtfalter, der lebte im Dschungel des brasilianischen Amazonas. Dieser Falter trug den Namen Gorgone macarea und hatte eine Angewohnheit, die für ein Lebewesen auf der Erde recht eigensinnig erschien. Gorgone macarea trank die Tränen schlafender Vögel. Für ihn: eine sichere Nahrungsquelle in unsicheren Zeiten. Da also Gorgone macareas Lebensraum sich immer mehr veränderte und auch die Vögel nach und nach wegzogen, machte der Falter sich auf, um andere Tränen zu suchen. Dabei kam ihm zu Ohren, dass der Mensch ganz besondere Tränen vergießt, wie kein anderes Lebewesen auf der Erde: Emotionale Tränen.
Und so entschloss sich der Nachtfalter, die Menschen einzuladen, um ihre Tränen mit ihm zu teilen.
Seither touren der Nachtfalter und seine zwei Kompliz*innen Sadgirl und Fluss von Bar zu Bar und lassen für einen Abend das Publikum Teil ihres Universums werden. Ein Universum – in dem Tränen die Hauptzutat des Abends sind und in jedem Cocktail serviert werden.
In a bar in downtown Karlsruhe, the audience encounters a touring trio with a peculiar story: Once upon a time, there was a moth living in the jungles of the Brazilian Amazon. This moth was called Gorgone macarea and had a habit that seemed rather unusual for a creature on Earth. Gorgone macarea drank the tears of sleeping birds. For the moth, it was a reliable source of nourishment in uncertain times. After all, even back then, the Amazon rainforest was considered a so-called tipping element, capable of disrupting the global climate balance. As Gorgone macarea’s habitat changed more and more, and the birds gradually disappeared, the moth set out in search of other tears. Along the way, it heard that humans shed a kind of tear unlike any other creature on Earth: emotional tears.
And so, the moth decided to invite humans to share their tears with it.
Since then, the moth and its two companions, Sadgirl and Fluss, have been touring from bar to bar, drawing the audience into their universe for one night. A universe where tears are the main ingredient of the evening—served in every cocktail.
Wiebke Mueller (Sie/ihr) arbeitet als freie Szenografin, Kostümbildnerin und Künstlerin. Sie studiertean der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, der Bauhaus Universität Weimar und als Gast an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Sie arbeitete und zeigte ihre Projekte unter anderem am TJG Dresden, Residenz Leipzig, Staatsschauspiel Dresden, GfzK Leipzig, 4BidGallery Amsterdam oder am Staatstheater Karlsruhe. Sie ist Mitgründerin desRaumkollektivs “Kollektiv Kubik” und arbeitet seit 2017 mit diesem regelmäßig zusammen.“Sekret - Eine Tränen-Bar Performance” ist Wiebke Muellers Abschlussarbeit an der HfGKarlsruhe 2024.
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Wiebke Mueller (she/her) works as a freelance scenographer, costume designer, and artist. She studied at the Karlsruhe University of Arts and Design, the Bauhaus University Weimar, and as a guest at the University of Applied Arts Vienna. She has worked and presented her projects at venues such as TJG Dresden, Residenz Leipzig, Staatsschauspiel Dresden, GfzK Leipzig, 4BidGallery Amsterdam, and Staatstheater Karlsruhe. She is a co-founder of the spatial collective "Kollektiv Kubik" and has been collaborating with it regularly since 2017."Sekret – Eine Tränen-Bar Performance" is Wiebke Mueller's final project at HfG Karlsruhe in 2024.
In einer Bar, in der Innenstadt von Karlsruhe, trifft das Publikum auf ein tourendes Trio mit einer sonderbaren Geschichte: Es war einmal ein Nachtfalter, der lebte im Dschungel des brasilianischen Amazonas. Dieser Falter trug den Namen Gorgone macarea und hatte eine Angewohnheit, die für ein Lebewesen auf der Erde recht eigensinnig erschien. Gorgone macarea trank die Tränen schlafender Vögel. Für ihn: eine sichere Nahrungsquelle in unsicheren Zeiten. Da also Gorgone macareas Lebensraum sich immer mehr veränderte und auch die Vögel nach und nach wegzogen, machte der Falter sich auf, um andere Tränen zu suchen. Dabei kam ihm zu Ohren, dass der Mensch ganz besondere Tränen vergießt, wie kein anderes Lebewesen auf der Erde: Emotionale Tränen.
Und so entschloss sich der Nachtfalter, die Menschen einzuladen, um ihre Tränen mit ihm zu teilen.
Seither touren der Nachtfalter und seine zwei Kompliz*innen Sadgirl und Fluss von Bar zu Bar und lassen für einen Abend das Publikum Teil ihres Universums werden. Ein Universum – in dem Tränen die Hauptzutat des Abends sind und in jedem Cocktail serviert werden.
In a bar in downtown Karlsruhe, the audience encounters a touring trio with a peculiar story: Once upon a time, there was a moth living in the jungles of the Brazilian Amazon. This moth was called Gorgone macarea and had a habit that seemed rather unusual for a creature on Earth. Gorgone macarea drank the tears of sleeping birds. For the moth, it was a reliable source of nourishment in uncertain times. After all, even back then, the Amazon rainforest was considered a so-called tipping element, capable of disrupting the global climate balance. As Gorgone macarea’s habitat changed more and more, and the birds gradually disappeared, the moth set out in search of other tears. Along the way, it heard that humans shed a kind of tear unlike any other creature on Earth: emotional tears.
And so, the moth decided to invite humans to share their tears with it.
Since then, the moth and its two companions, Sadgirl and Fluss, have been touring from bar to bar, drawing the audience into their universe for one night. A universe where tears are the main ingredient of the evening—served in every cocktail.
Wiebke Mueller (Sie/ihr) arbeitet als freie Szenografin, Kostümbildnerin und Künstlerin. Sie studiertean der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, der Bauhaus Universität Weimar und als Gast an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Sie arbeitete und zeigte ihre Projekte unter anderem am TJG Dresden, Residenz Leipzig, Staatsschauspiel Dresden, GfzK Leipzig, 4BidGallery Amsterdam oder am Staatstheater Karlsruhe. Sie ist Mitgründerin desRaumkollektivs “Kollektiv Kubik” und arbeitet seit 2017 mit diesem regelmäßig zusammen.“Sekret - Eine Tränen-Bar Performance” ist Wiebke Muellers Abschlussarbeit an der HfGKarlsruhe 2024.
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Wiebke Mueller (she/her) works as a freelance scenographer, costume designer, and artist. She studied at the Karlsruhe University of Arts and Design, the Bauhaus University Weimar, and as a guest at the University of Applied Arts Vienna. She has worked and presented her projects at venues such as TJG Dresden, Residenz Leipzig, Staatsschauspiel Dresden, GfzK Leipzig, 4BidGallery Amsterdam, and Staatstheater Karlsruhe. She is a co-founder of the spatial collective "Kollektiv Kubik" and has been collaborating with it regularly since 2017."Sekret – Eine Tränen-Bar Performance" is Wiebke Mueller's final project at HfG Karlsruhe in 2024.
In einer Bar, in der Innenstadt von Karlsruhe, trifft das Publikum auf ein tourendes Trio mit einer sonderbaren Geschichte: Es war einmal ein Nachtfalter, der lebte im Dschungel des brasilianischen Amazonas. Dieser Falter trug den Namen Gorgone macarea und hatte eine Angewohnheit, die für ein Lebewesen auf der Erde recht eigensinnig erschien. Gorgone macarea trank die Tränen schlafender Vögel. Für ihn: eine sichere Nahrungsquelle in unsicheren Zeiten. Da also Gorgone macareas Lebensraum sich immer mehr veränderte und auch die Vögel nach und nach wegzogen, machte der Falter sich auf, um andere Tränen zu suchen. Dabei kam ihm zu Ohren, dass der Mensch ganz besondere Tränen vergießt, wie kein anderes Lebewesen auf der Erde: Emotionale Tränen.
Und so entschloss sich der Nachtfalter, die Menschen einzuladen, um ihre Tränen mit ihm zu teilen.
Seither touren der Nachtfalter und seine zwei Kompliz*innen Sadgirl und Fluss von Bar zu Bar und lassen für einen Abend das Publikum Teil ihres Universums werden. Ein Universum – in dem Tränen die Hauptzutat des Abends sind und in jedem Cocktail serviert werden.
In a bar in downtown Karlsruhe, the audience encounters a touring trio with a peculiar story: Once upon a time, there was a moth living in the jungles of the Brazilian Amazon. This moth was called Gorgone macarea and had a habit that seemed rather unusual for a creature on Earth. Gorgone macarea drank the tears of sleeping birds. For the moth, it was a reliable source of nourishment in uncertain times. After all, even back then, the Amazon rainforest was considered a so-called tipping element, capable of disrupting the global climate balance. As Gorgone macarea’s habitat changed more and more, and the birds gradually disappeared, the moth set out in search of other tears. Along the way, it heard that humans shed a kind of tear unlike any other creature on Earth: emotional tears.
And so, the moth decided to invite humans to share their tears with it.
Since then, the moth and its two companions, Sadgirl and Fluss, have been touring from bar to bar, drawing the audience into their universe for one night. A universe where tears are the main ingredient of the evening—served in every cocktail.
Wiebke Mueller (Sie/ihr) arbeitet als freie Szenografin, Kostümbildnerin und Künstlerin. Sie studiertean der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, der Bauhaus Universität Weimar und als Gast an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Sie arbeitete und zeigte ihre Projekte unter anderem am TJG Dresden, Residenz Leipzig, Staatsschauspiel Dresden, GfzK Leipzig, 4BidGallery Amsterdam oder am Staatstheater Karlsruhe. Sie ist Mitgründerin desRaumkollektivs “Kollektiv Kubik” und arbeitet seit 2017 mit diesem regelmäßig zusammen.“Sekret - Eine Tränen-Bar Performance” ist Wiebke Muellers Abschlussarbeit an der HfGKarlsruhe 2024.
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Wiebke Mueller (she/her) works as a freelance scenographer, costume designer, and artist. She studied at the Karlsruhe University of Arts and Design, the Bauhaus University Weimar, and as a guest at the University of Applied Arts Vienna. She has worked and presented her projects at venues such as TJG Dresden, Residenz Leipzig, Staatsschauspiel Dresden, GfzK Leipzig, 4BidGallery Amsterdam, and Staatstheater Karlsruhe. She is a co-founder of the spatial collective "Kollektiv Kubik" and has been collaborating with it regularly since 2017."Sekret – Eine Tränen-Bar Performance" is Wiebke Mueller's final project at HfG Karlsruhe in 2024.
In einer Bar, in der Innenstadt von Karlsruhe, trifft das Publikum auf ein tourendes Trio mit einer sonderbaren Geschichte: Es war einmal ein Nachtfalter, der lebte im Dschungel des brasilianischen Amazonas. Dieser Falter trug den Namen Gorgone macarea und hatte eine Angewohnheit, die für ein Lebewesen auf der Erde recht eigensinnig erschien. Gorgone macarea trank die Tränen schlafender Vögel. Für ihn: eine sichere Nahrungsquelle in unsicheren Zeiten. Da also Gorgone macareas Lebensraum sich immer mehr veränderte und auch die Vögel nach und nach wegzogen, machte der Falter sich auf, um andere Tränen zu suchen. Dabei kam ihm zu Ohren, dass der Mensch ganz besondere Tränen vergießt, wie kein anderes Lebewesen auf der Erde: Emotionale Tränen.
Und so entschloss sich der Nachtfalter, die Menschen einzuladen, um ihre Tränen mit ihm zu teilen.
Seither touren der Nachtfalter und seine zwei Kompliz*innen Sadgirl und Fluss von Bar zu Bar und lassen für einen Abend das Publikum Teil ihres Universums werden. Ein Universum – in dem Tränen die Hauptzutat des Abends sind und in jedem Cocktail serviert werden.
In a bar in downtown Karlsruhe, the audience encounters a touring trio with a peculiar story: Once upon a time, there was a moth living in the jungles of the Brazilian Amazon. This moth was called Gorgone macarea and had a habit that seemed rather unusual for a creature on Earth. Gorgone macarea drank the tears of sleeping birds. For the moth, it was a reliable source of nourishment in uncertain times. After all, even back then, the Amazon rainforest was considered a so-called tipping element, capable of disrupting the global climate balance. As Gorgone macarea’s habitat changed more and more, and the birds gradually disappeared, the moth set out in search of other tears. Along the way, it heard that humans shed a kind of tear unlike any other creature on Earth: emotional tears.
And so, the moth decided to invite humans to share their tears with it.
Since then, the moth and its two companions, Sadgirl and Fluss, have been touring from bar to bar, drawing the audience into their universe for one night. A universe where tears are the main ingredient of the evening—served in every cocktail.
Wiebke Mueller (Sie/ihr) arbeitet als freie Szenografin, Kostümbildnerin und Künstlerin. Sie studiertean der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, der Bauhaus Universität Weimar und als Gast an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Sie arbeitete und zeigte ihre Projekte unter anderem am TJG Dresden, Residenz Leipzig, Staatsschauspiel Dresden, GfzK Leipzig, 4BidGallery Amsterdam oder am Staatstheater Karlsruhe. Sie ist Mitgründerin desRaumkollektivs “Kollektiv Kubik” und arbeitet seit 2017 mit diesem regelmäßig zusammen.“Sekret - Eine Tränen-Bar Performance” ist Wiebke Muellers Abschlussarbeit an der HfGKarlsruhe 2024.
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Wiebke Mueller (she/her) works as a freelance scenographer, costume designer, and artist. She studied at the Karlsruhe University of Arts and Design, the Bauhaus University Weimar, and as a guest at the University of Applied Arts Vienna. She has worked and presented her projects at venues such as TJG Dresden, Residenz Leipzig, Staatsschauspiel Dresden, GfzK Leipzig, 4BidGallery Amsterdam, and Staatstheater Karlsruhe. She is a co-founder of the spatial collective "Kollektiv Kubik" and has been collaborating with it regularly since 2017."Sekret – Eine Tränen-Bar Performance" is Wiebke Mueller's final project at HfG Karlsruhe in 2024.