In dieser interdisziplinären Arbeit wird der schleichende Prozess der Selbstkontrolle als Reaktion auf äußere Störungen untersucht. Ausgangspunkt ist die Angst, einen Fehler zu begehen, die nicht mit einem sichtbaren Eingriff beginnt, sondern sich langsam in das Bewegungsrepertoire des Körpers einschreibt, bis sie schließlich zum Stillstand führt.
Die Performance wird aus mehreren Perspektiven gefilmt. Diese Aufnahmen aus verschiedenen Blickachsen eines überwachenden Apparats, werden in der Installation projiziert.
Beschreibung (en)
This interdisciplinary work examines the creeping process of self-control as a response to external disturbances. The starting point is the fear of making a mistake, which does not begin with a visible intervention, but slowly inscribes itself into the body's repertoire of movements until it finally leads to a standstill.
The performance is filmed from several perspectives. These recordings from different viewing angles of a surveillance device are projected in the installation.
Im Zusammenhang mit Textilien ist ein "skein" eine gewickelte Spule aus Garn oder Faden. In metaphorischem Sinne wird es gebraucht, um ein verworrenes, komplexes Arrangement von Dingen zu beschreiben, wie zb einer Beziehung, einem Satz, kniffligen Problemen oder Situationen, die auf irgendeine Weise festgefahren sind. Die Rauminstallation “skeins” zeigt eine Sammlung von Mythen und Geschichten die sich mit der Symbolik des Knoten auseinandersetzen. Sie umfasst Fundstücke und eigens für die Ausstellung angefertigte Objekte, Bildsammlungen, Rechercheergebnisse einer Forschungsreise, Textilarbeiten, Zeichnungen, Flechtobjekte aus Haar, Videoarbeiten, Gebäck, Briefe und Texte. Um diese Objekte zu kuratieren wurde zum einen mit Schaukästen gearbeitet, zum anderen dienten die natürlichen Beschaffenheiten des Raumes (z.B. Fenster, Türrahmen) als Rahmengeber. Knoten dienen als Stützen gegen die Zeit und das Vergessen. Der “Unendliche Liebesknoten” ist eine symbolische Darstellung einer ewigen Liebe, die so umfassend ist, dass sie weder Anfang noch Ende kennt. Immerwährende Liebe eingeschlossen in der Form eines unveränderbaren Loops. Doch tragen Knoten die Erinnerung an den Prozess ihrer Entstehung in sich. Ein Knoten fügt sein eigenes Entknoten in das Gewebe seines Zweckes ein. Er kann verändert, aktualisiert und angepasst werden. “skeins” reflektiert dieses Phänomen des Festhaltens und wirft unweigerlich Fragen nach den Möglichkeiten die das Entknoten bereit hält, auf. Hierbei werden verschiedene Arten des Verriegelns (Knoten) und Entriegelns (Entknoten) einander gegenübergestellt. Die Intervisualität von den miteinander verflochtenen Bildern lässt eine Erzählung entstehen. Der Raumplan im Ausstellungsführer diente als Wegweiser und lud die Besucher ein, der Narration durch die Ausstellung zu folgen. Ergänzt wurde dies durch kurze Texte zu den Objekten.
Untertitel des Projekts/Werks (en)
There are certain knots that are supposed to store time or hold it back from itself –– The endless knot of love is a fraud ––––– There is more than one way to get through a locked door –––– There are different ways of how to untie a knot
Im Zusammenhang mit Textilien ist ein "skein" eine gewickelte Spule aus Garn oder Faden. In metaphorischem Sinne wird es gebraucht, um ein verworrenes, komplexes Arrangement von Dingen zu beschreiben, wie zb einer Beziehung, einem Satz, kniffligen Problemen oder Situationen, die auf irgendeine Weise festgefahren sind.
Die Rauminstallation “skeins” zeigt eine Sammlung von Mythen und Geschichten die sich mit der Symbolik des Knoten auseinandersetzen. Sie umfasst Fundstücke und eigens für die Ausstellung angefertigte Objekte, Bildsammlungen, Rechercheergebnisse einer Forschungsreise, Textilarbeiten, Zeichnungen, Flechtobjekte aus Haar, Videoarbeiten, Gebäck, Briefe und Texte. Um diese Objekte zu kuratieren wurde zum einen mit Schaukästen gearbeitet, zum anderen dienten die natürlichen Beschaffenheiten des Raumes (z.B. Fenster, Türrahmen) als Rahmengeber.
Knoten dienen als Stützen gegen die Zeit und das Vergessen. Der “Unendliche Liebesknoten” ist eine symbolische Darstellung einer ewigen Liebe, die so umfassend ist, dass sie weder Anfang noch Ende kennt. Immerwährende Liebe eingeschlossen in der Form eines unveränderbaren Loops. Doch tragen Knoten die Erinnerung an den Prozess ihrer Entstehung in sich. Ein Knoten fügt sein eigenes Entknoten in das Gewebe seines Zweckes ein. Er kann verändert, aktualisiert und angepasst werden.
“skeins” reflektiert dieses Phänomen des Festhaltens und wirft unweigerlich Fragen nach den Möglichkeiten die das Entknoten bereit hält, auf.
Hierbei werden verschiedene Arten des Verriegelns (Knoten) und Entriegelns (Entknoten) einander gegenübergestellt. Die Intervisualität von den miteinander verflochtenen Bildern lässt eine Erzählung entstehen. Der Raumplan im Ausstellungsführer diente als Wegweiser und lud die Besucher ein, der Narration durch die Ausstellung zu folgen. Ergänzt wurde dies durch kurze Texte zu den Objekten.
In the context of textiles and crafting, a "skein" is a loosely wound coil of yarn or thread. In a more metaphorical sense, "skeins" can like knots be used to describe
a tangled or complex arrangement of things, such as relationships, a sentence, tricky problems or situations that are stuck in a way.
The installation presented a collection of myths and stories dealing with the symbolism of the knot. It includes found objects and objects made especially for the exhibition, image collections, research results from a research trip, textile works, drawings, braided hair objects, video works, biscuits, letters and texts. To curate these objects, on the one hand showcases were used, on the other the natural features of the room (e.g. windows, door frames) functioned as framing system.
A knot illustrates the recording of a moment in time. There are certain knots that are supposed to store time or hold it back from itself. The ‘Infinite Knot of Love’ is a symbolic representation of an eternal all-encompassing love, that it knows neither beginning nor end. Everlasting love locked into the shape of an unchangeable loop. But knots have a memory of the process of their formation. A knot inserts its own undoing into the very fabric of its purpose. It can be altered, updated and adjusted.
"skeins" reflects on the phenomenon of holding on and inevitably raises questions about the possibilities of unknotting.
Different ways of locking (knotting) and unlocking (unknotting) are opposed to each other. Through the intervisuality of the entwined images a narrative is created. The floor plan in the exhibition guide served as a signpost, inviting visitors to follow the narration through the exhibition. This was complemented by short texts about the objects.
Datierung
23.02.2024
Titel
skeins
Untertitel
Im Zusammenhang mit Textilien ist ein "skein" eine gewickelte Spule aus Garn oder Faden. In metaphorischem Sinne wird es gebraucht, um ein verworrenes, komplexes Arrangement von Dingen zu beschreiben, wie zb einer Beziehung, einem Satz, kniffligen Problemen oder Situationen, die auf irgendeine Weise festgefahren sind. Die Rauminstallation “skeins” zeigt eine Sammlung von Mythen und Geschichten die sich mit der Symbolik des Knoten auseinandersetzen. Sie umfasst Fundstücke und eigens für die Ausstellung angefertigte Objekte, Bildsammlungen, Rechercheergebnisse einer Forschungsreise, Textilarbeiten, Zeichnungen, Flechtobjekte aus Haar, Videoarbeiten, Gebäck, Briefe und Texte. Um diese Objekte zu kuratieren wurde zum einen mit Schaukästen gearbeitet, zum anderen dienten die natürlichen Beschaffenheiten des Raumes (z.B. Fenster, Türrahmen) als Rahmengeber. Knoten dienen als Stützen gegen die Zeit und das Vergessen. Der “Unendliche Liebesknoten” ist eine symbolische Darstellung einer ewigen Liebe, die so umfassend ist, dass sie weder Anfang noch Ende kennt. Immerwährende Liebe eingeschlossen in der Form eines unveränderbaren Loops. Doch tragen Knoten die Erinnerung an den Prozess ihrer Entstehung in sich. Ein Knoten fügt sein eigenes Entknoten in das Gewebe seines Zweckes ein. Er kann verändert, aktualisiert und angepasst werden. “skeins” reflektiert dieses Phänomen des Festhaltens und wirft unweigerlich Fragen nach den Möglichkeiten die das Entknoten bereit hält, auf. Hierbei werden verschiedene Arten des Verriegelns (Knoten) und Entriegelns (Entknoten) einander gegenübergestellt. Die Intervisualität von den miteinander verflochtenen Bildern lässt eine Erzählung entstehen. Der Raumplan im Ausstellungsführer diente als Wegweiser und lud die Besucher ein, der Narration durch die Ausstellung zu folgen. Ergänzt wurde dies durch kurze Texte zu den Objekten.
„The Violent Container“ konzentriert sich auf das kulturelle Phänomen des Käfigs und das Einsperren als Praxis, um Objekte oder Körper einzuschließen, zu kategorisieren, einzuschränken und sich anzueignen – sowie als Mittel, um sie zu sammeln, zu schätzen, zu bewahren und zu schützen.
Das Projekt umfasst eine Ausstellung und eine Publikation, die die verschiedenen Eigenschaften und Funktionen der sich wandelnden Formen des Käfigs untersuchen und dabei erforschen, wie Käfige nicht nur die Verwaltung lebender oder toter Körper und Objekte ermöglichen, sondern auch die Art und Weise bestimmen, wie wir sie wahrnehmen.
Beschreibung (en)
"The Violent Container" focuses on the cultural phenomenon of the cage, and caging as a practice to contain, categorise, restrict, and appropriate objects or bodies – as well as a tool to collect, treasure, preserve, and protect them.
The project comprises an exhibition and a publication that examine the various properties and functions of the cage’s shifting forms, exploring how cages not only enable the administration of living or dead bodies and objects, but also govern the ways in which we perceive them.
AMBASSADORS ist eine installative Sammlung, bestehend aus 120 Stofftieren, die das Verhältnis der Konzepte vom Natürlichen und Künstlichen anhand des Eisbären in menschlicher Gefangenschaft beleuchtet. Im Kampf um die Klimakrise ist der Eisbär zum Symbolbild der zu schützenden Natur geworden und hat sich als solches zum Repräsentanten in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. KI-generierte Bilder, von denen jeweils 10 eine der 12 Geschichten in der Installation visualisieren, wurden einzeln auf die Rücken der 120 Stofftiere übertragen und gemeinsam in ein immersives Wimmelbild verwoben. So werden die Stofftiere in der Installation zu Botschaftern einer künstlichen Population und verlängern damit, ohne Lebewesen Leid zuzufügen, die Ketten an Abbildungen von Abbildungen von etwas, das mal natürlich war.
Beschreibung (en)
Ambassadors is an installation consisting of 120 stuffed animals that explores the relation between the natural and the artificial through the lens of the polar bear in human captivity. In the fight against the climate crisis, polar bears haves become a symbolic image of nature in need of protection—an image that has etched itself into the collective memory. Each set of ten AI-generated images represents one of the twelve stories depicted in the installation. These images were transferred individually onto the backs of the 120 stuffed animals and collectively woven into an immersive Wimmelbild. In this way, the stuffed animals once again become ambassadors of an artificial population—extending the chain of representations of representations of something that once was natural, without causing harm to living beings.
In ärztlichen Praxen sind häufig künstlerische Objekte ausgestellt. Anders als im Museum ist die Begegnung mit diesen Objekten jedoch eher selten der Anlass für den Besuch der medizinischen Einrichtung. Die beiläufige Betrachtung der Kunstwerke ist vielmehr ein ästhetisches Nebenprodukt des eigentlichen Anliegens der Besucher*innen. Wie und warum werden überhaupt Kunstobjekte in ärztlichen Einrichtungen präsentiert? Lässt sich diese Präsentation mit musealen Ausstellungen vergleichen? Diesen Fragen wird in dieser Magisterarbeit nachgegangen und mittels Feldforschung und museumskritischer Einordnung begegnet.
Eine filmische Montage des Archivs von Kunsthistoriker Heinrich Klotz lässt Zusammenhänge erkennen zwischen Postmoderne, digitalen Medien und der Hoffnung auf eine neue Kunst.
Die alte Umwelt ist nicht mehr vorhanden, es klaffen Lücken, ganze Städte sind dem Boden gleich gemacht worden. Kann man eine lebenswerte Stadt wiederherstellen, ohne die Aggressionen des Krieges zu verdecken? Oder sind die Ruinen eine einmalige Chance, die Innenstädte von Grund auf neu zu gestalten? Ausgehend vom Wiederaufbau der deutschen Altstädte nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigte den Kunsthistoriker Heinrich Klotz die Rückgewinnung eines sinnlichen Erlebens in Architektur und Kunst. So sagte er den radikalen Forderungen einer alles erneuernden funktionalen Architektur den Kampf an, da sie nur noch gesichtslose Container baute. Die postmoderne Architektur verteidigte er wiederum gegen den Vorwurf des Kitsches. Und Computerspiele und virtuelle Realitäten erhob er zu Kunstwerken. 1984 gründete er das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt und 1989 das Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe.
A cinematic montage of the archive of art historian Heinrich Klotz reveals connections between postmodernism, digital media, and the hope for a new art.
The old environment is no longer there—gaps remain, entire cities have been leveled. Can a livable city be restored without covering up the aggressions of war? Or are the ruins a unique opportunity to redesign city centers from the ground up? Beginning with the post-World War II reconstruction of German historic towns, art historian Heinrich Klotz focused on reclaiming a sensual experience in architecture and art. He opposed the radical demands of an all-renewing functionalist architecture, which, in his view, only produced faceless containers. At the same time, he defended postmodern architecture against accusations of kitsch. He even elevated video games and virtual realities to the status of artworks. In 1984, he founded the German Architecture Museum in Frankfurt, followed by the Center for Art and Media in Karlsruhe in 1989.
Gefördert durch die Riemschneider Stiftung, die Gesellschaft zur Förderung der Kunst und Medientechnologie e.V. und das Zeitbild-Lab der HfG Karlsruhe.
Unterstützt durch den Südwestrundfunk, den Hessischen Rundfunk, dem Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Andec Filmtechnik und DCM - Digital Cinema Mastering.
"It’s okay now" ist ein autobiografisches Werk, das durch die Praxis des Erinnerns die Herkunft und Identität der beiden Protagonistinnen hinterfragt, analysiert und miteinander vergleicht. Das Erinnern dient dabei nicht nur als Mittel der Reflexion, sondern auch als eine Form des Träumens und Verarbeitens von Vergangenem. Fiktionale Szenen und Archivmaterial verweben sich zu einer Erzählung, die persönliche und kollektive Erinnerungen miteinander verschmelzen lässt.
Beschreibung (en)
"It’s okay now" is an autobiographical work that, through the practice of remembering, questions, analyzes, and compares the origins and identities of the two protagonists. In this process, remembering serves not only as a tool for reflection but also as a form of dreaming and processing the past. Fictional scenes and archival material intertwine to create a narrative that fuses personal and collective memories.
"Über das Bekämpfen der Angst (vor der Welt)" ist eine spekulative Videoarbeit, die ein Spektrum von Phänomenen rund um Karten, Angst, Krieg, Reisen und den Körper abdeckt, wobei der Schwerpunkt auf der Praxis der Kartierung als Instrument zur Unterdrückung und Kontrolle von Land und Menschen liegt. Das Video versucht, einen Rahmen für das Thema zu schaffen, indem es viele verschiedene Geschichten zu einem Cluster zusammenführt, der vielleicht nicht repräsentativ ist, aber einige Teile des Themas beleuchtet. Ästhetisch und strukturell ist das Video von Rollenspielen, der Pre-Vis-Technik (die in Filmproduktionen verwendet wird) und Found Footage inspiriert. Das Szenario ist in einer fernen Zukunft angesiedelt, in der Klimawandel und Massenaussterben längst ihre Auswirkungen gezeigt haben und die Bestien, die vor der großen Kolonisierung über das Unbekannte wachten, zurückgekehrt sind. In der Rolle der Hauptfigur sucht der Zuschauer, angeleitet von einem Erzähler, nach Überresten der alten Welt, um zu verstehen, warum alles kartiert werden musste.
Beschreibung (en)
"About Fighting the Fear (of the World)" is a speculative video work that covers a spectrum of phenomena around maps, fear, war, traveling, and the body, with a focus on the practice of mapping as a tool to oppress and control land and people. The video attempts to frame the issue by bringing together many different stories to create a cluster that may not be representative but illuminates some parts of the issue. Aesthetically and structurally, the video is inspired by role-playing games, pre-vis technique (used in film productions), and found footage. The scenario is set in a distant future in which climate change and mass extinction have long since had an impact and beasts that used to watch over the unknown before the big colonization have returned. As the main character, the viewer searches for remnants of the old world, guided by a narrator, in order to understand why everything had to be mapped.
Eröffnung des Sommersemesters am Dienstag, 22. April 2025 um 18.00 Uhr an der HfG Karlsruhe. Eintritt frei.
Die Staatliche Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe kann das Sommersemester 2025 mit einer guten Nachricht eröffnen: Neben einer Reihe neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wieder neue Berufungen zu feiern.
Wie gewohnt, wird der Eröffnungsabend auch für die Überreichung von Diplomzeugnissen genutzt. Neben einigen Grußworten sind außerdem performative Beiträge zu erleben. Im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends dürfen sich Studierende und Gäste auf einen gemeinsamen musikalischen Ausklang im Lichthof freuen.
Weitere Details folgen.
Beschreibung (en)
Opening of the summer semester on Tuesday, April 22, 2025 at 6pm at HfG Karlsruhe. Free Entry
The Karlsruhe University of Arts and Design (HfG) can open the 2025 summer semester with good news: In addition to a number of new employees, there are once again new appointments to celebrate.
As usual, the opening evening will also be used for the presentation of diploma certificates. In addition to a few welcoming speeches, there will also be performative contributions. Following the official part of the evening, students and guests can look forward to a musical finale together in the atrium.
Die Lichthöfe liegen im Zentrum der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, umgeben von Gängen und Räumen wie z.B. Studios, Büros und Cafeteria. Innerhalb des Gebäudekomplexes liegt die Hochschule zwischen dem Museum für Neue Kunst an nördlicher Seite und dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) an südlicher Seite. Nicht nur die an der Hochschule tätigen Menschen durchqueren täglich die Lichthöfe, auch die Besucher der Museen werden zu Passanten des Lichthofs auf ihrem Weg von einem Ort zum anderen. Besonders hoch frequentiert wird der Lichthof 3, da er sich zwischen zwei Außentüren an westlicher und östlicher Seite befindet, und an die im Erdgeschoß befindliche Cafeteria grenzt. Manche Menschen verweilen lange im Lichthof, andere nehmen den kürzesten und somit schnellsten Weg hindurch. Die Bewegung in diesem Lichthof ist Grundlage für SUB_TRAKT.
Im Lichthof 3 wird mit einer Kamera das Geschehen im Raum von oben erfaßt. Personen innerhalb des so beobachteten Bereichs erfahren eine direkte akustische Rückkopplung ihrer Bewegungen über ein an Traversen aufgehängtes 4-Kanal-Lautsprechersystem. Jedes sich bewegende Objekt im Kamerabild generiert eine Klangstruktur im Raum, die sich – abhängig von Größe, Geschwindigkeit und Distanz der Objekte untereinander– verändert. Der Klang verstummt, wenn im Lichthof 3 keine Bewegungen mehr registriert werden.
Warum gab es keine bedeutenden Kunsthistorikerinnen? Das Buch „Stella Kramrisch“ sucht in der Kunstgeschichtsschreibung der letzten Jahrzehnte nach einer Antwort auf diese polemische Frage. Die Erklärung für das Fehlen von Kunsthistorikerinnen findet sich in den misogynen und patriarchalen Strukturen der Geschichtsschreibung. Um die Reproduktion ebendieser Strukturen zu unterbrechen, ist das Buch dem Werk und Wirken der Kunsthistorikerin Stella Kramrisch (1896 –1993) gewidmet.
Stella Kramrisch war in den 1920er bis 1940er Jahren eine gefragte Expertin für indische Kunst. Aufgewachsen und promoviert in Wien, lehrte sie ab den frühen 1920er Jahren an Universitäten in Bengalen. Sie argumentierte für die Eigenständigkeit des künstlerischen Wertes indischer Architektur, Skulptur und Malerei. Während ihrer Zeit in Bengalen verbreitete sie ihre Thesen durch wirkungsmächtige Ausstellungen und Publikationen in Europa. Möglich war das durch die Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Wiener Institut für Kunstgeschichte, Springers Handbuch Kunstgeschichte, der Reformbewegung und dem Warburg Institut. Warum wissen wir nichts von dieser Tänzerin zwischen Kulturen, der scharfen Beobachterin und poetisch präzisen Autorin? Das Buch zielt auf die Erschließung des Werkes, der Methoden und des Kunstbegriffs von Kramrisch ab.
Why were there no great women art historians? The book “Stella Kramrisch” seeks an answer to this polemical question in the art historiography of the last few decades. The explanation for the absence of women art historians is found in the misogynistic and patriarchal structures of much history writing. To interrupt the reproduction of these very structures, the book focuses on the work and activities of the art historian Stella Kramrisch (1896-1993).
In Europe, Stella Kramrisch was a sought-after expert on Indian art from the 1920s to the 1940s. Raised and graduated in Vienna, she taught at universities in Bengal from the early 1920s. Central to her research was the argument for the autonomy of the artistic value of Indian architecture, sculpture, and painting. During her time in Bengal, she spread her theses through influential exhibitions and publications in Europe. This became possible through collaborations with institutions such as the Vienna Institute for Art History, Springer’s Handbook of Art History, the Reform Movement, and the Warburg Institute. Why do we know nothing of this dancer between cultures, a keen observer and poetically precise writer? The book aims to make Kramrisch’s works, methods, and concept of art accessible.
„‚Ballet Mécanique‘ ist zu einer Zeit entstanden, die als Höhepunkt, und immer wieder auch als Wendepunkt in Légers Malerei verstanden wird. Der Film fügt sich nicht nur in seine künstlerische Konzeption ein, sondern hat diese auch zum Thema. ‚Ballet Mécanique‘ ist ein Manifest, nicht nur für seine Kunst, sondern auch für das Kino. Wie bei seinen Literatenfreunden ist Légers intensive Auseinandersetzung mit dem Kino von einer doppelten Intention geprägt, von deren Hinwendung zu dem jungen Medium als potentiellen Mittel, die eigene Kunst zu reformieren, und vom Entwurf eines neuen Konzepts von Film, der seinerseits durch die gestalterische Intervention von Dichtern und Malern zu seinen eigenen Ausdrucksmitteln findet."
Beschreibung (en)
“'Ballet Mécanique' was created at a time that is seen as a high point, and also repeatedly as a turning point, in Léger's painting. The film not only fits into his artistic conception, but also has it as its theme. 'Ballet Mécanique' is a manifesto, not only for his art, but also for cinema. As with his literary friends, Léger's intensive engagement with cinema is characterized by a double intention, by their turn to the young medium as a potential means of reforming their own art, and by the design of a new concept of film, which in turn finds its own means of expression through the creative intervention of poets and painters.”