Der Begriff Otaku bezeichnet eine Person, die eine tiefe, spezialisierte und anhaltende Begeisterung für ein bestimmtes Thema besitzt, die sich häufig durch umfangreiches Wissen, emotionale Bindung und aktive Beschäftigung damit auszeichnet.
In der heutigen Gesellschaft wird es zunehmend schwieriger, unsere reine Begeisterung mit anderen zu teilen. Menschen neigen dazu, soziale Gruppen auf der Grundlage kultureller Geschmäcker zu bilden, und dieses Phänomen hat sich im Zeitalter von Web 2.0 durch Mechanismen wie Filterblasen weiter verstärkt.
Durch das Projekt „Luv What You Luv“ möchte ich zeigen, was ich liebe, und gleichzeitig hören, was andere lieben. Das Projekt besteht hauptsächlich aus einem Magazin, das zwei Ausgaben in einem Band vereint. Die erste Ausgabe, [Girls], zeigt, was ich persönlich liebe. Die zweite Ausgabe, [Otaku], untersucht die Otaku-Fankultur genauer und enthält drei Interviews sowie sechs Gastbeiträge, die hervorheben, wofür andere Menschen eine besondere Leidenschaft haben.
Darüber hinaus umfasst das Projekt einen Fragebogen, der untersucht, was Leser:innen und Besucher:innen der Ausstellung lieben, sowie ein Otaku Presentation Video, in dem Teilnehmende ihre eigenen Leidenschaften und Interessen vorstellen.
Durch dieses Magazin und die dazugehörigen Inhalte hoffe ich, dass Menschen die Freude daran erleben können, das zu teilen, was sie lieben, und durch diese gemeinsamen Ausdrucksformen von Begeisterung lose soziale Verbindungen entstehen.
The term otaku refers to a person who has deep, specialized, and sustained enthusiasm for a particular subject, often characterized by extensive knowledge, emotional attachment, and active engagement.
In contemporary society, it is becoming increasingly difficult to share our pure enthusiasm with others. People tend to form social groups based on cultural taste, and this phenomenon has intensified in the Web 2.0 era through mechanisms such as filter bubbles.
Through the “Luv What You Luv” project, I aim to present what I love while also listening to what others love. The project mainly consists of a magazine composed of two issues in a single book. The first issue, [Girls], presents what I personally love. The second issue, [Otaku], explores otaku fandom culture in depth, featuring three interviews and six contributed essays that highlight what others are passionately devoted to.
In addition, the project includes a questionnaire that explores what readers and exhibition visitors love, as well as an Otaku Presentation Video, in which participants present their own passions and interests.
Through this magazine and its accompanying contents, I hope that people can experience the joy of sharing what they love and form weak social bonds through these shared expressions of enthusiasm.
Die multimediale Installation mit dem Titel "KFZ-MechatronikerInnen" besteht aus einem barrierefrei gestaltetem Raum, welcher durch Hohl- und Theaterwände zum Leben erweckt wird. In ihr sind fünf Objektinstallationen und eine Videoinstallation zu erkunden. Das Projekt beschäftigt sich thematisch mit Frauen in der KFZ-Mechatronik, ihrer Leidenschaft für Technik und ihrem Lebensstil. Dabei werden neben ihrer Begeisterung für Kraftfahrzeuge auch Themen von Diskriminierung und Sexismus am Arbeitsplatz und in der Szene thematisiert.
Beschreibung (en)
The multimedia installation entitled “KFZ-MechatronikerInnen” (Automotive Mechatronics Technicians) consists of a barrier-free room that is brought to life by hollow and theater walls. Inside, there are five object installations and a video installation to explore. The project deals with the theme of women in automotive mechatronics, their passion for technology, and their lifestyle. In addition to their enthusiasm for motor vehicles, topics such as discrimination and sexism in the workplace and in the scene are also addressed.
1. gemeinsames Symposium zu den Postgradualen Programmen von HfG Karlsruhe und ZKM
Untertitel des Projekts/Werks (en)
1st symposium on the postgraduate programs by HfG Karlsruhe and ZKM
Beschreibung (de)
Die Staatliche Hochschule für Gestaltung und das Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe wurden in den 1990er Jahren von Gründungsdirektor Heinrich Klotz als Orte einer zeitgemäßen, auf die Neuen Medien gerichteten Forschung konzipiert. Sie bieten in ihrer Kombination von Hochschule und Kulturinstitution ausgezeichnete Vorbedingungen für eine Vernetzung künstlerischer und wissenschaftlicher Ansätze, für die es in Deutschland allerdings noch veränderte Rahmenbedingungen braucht.
Ein übergreifendes postgraduales Programm sollte interdisziplinäre Expertise versammeln und nutzen, um die Beziehungen von Kunst, Theorie und Gestaltung neu auszuloten und auf diese Weise an die wegweisende Gründungsidee von HfG und ZKM anzuknüpfen. Es sollte zugleich auf einen größeren Paradigmenwechsel antworten, der sich in Kunst und Kultur wie auch im wissenschaftlichen Bereich zu vollziehen scheint und der sich einerseits in Legitimationskrisen, andererseits in neuen und kreativen Formen der Recherche und Produktion von Wissen äußert. Die HfG Karlsruhe nimmt die Diagnose zum Anlass, um hybride Formate der Forschung neu zu konzipieren und auch die Funktion wissenschaftlicher Promotionen zu befragen.
Zur Vorstellung und Diskussion dieser programmatischen Überlegungen veranstaltete die HfG in Kooperation mit dem ZKM Karlsruhe am 5. und 6. Dezember 2024 ein erstes Symposium mit internationalen Gästen, das darauf abzielt, Räume und Ideen für eine sich transformierende Forschungspraxis zu entwerfen.
In vier Panels performten und diskutierten unter anderem die französische Wissenschaftshistorikerin und -philosophin Bernadette Bensaude-Vincent, der Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie Matthias Bruhn, die Professorin für Time Based Media und Performance Filipa César, die Szenografin und stellvertretende HfG-Rektorin Constanze Fischbeck, der ZKM-Direktor Alistair Hudson, die Künstlerin und Professorin für Code and Image Susanne Kriemann, der Professor der ADBK München Armin Linke, die Leiterin des ZKM-Hertzlabs Tina Lorenz, die Künstlerin, Kuratorin und Mitglied des Raqs Media Collectives Monica Narula, der Professor für kritische Theorie und Medienphilosophie Simon Sheikh, die Performancekünstlerin und Aktivistin Joy Mariama Smith, die Professorin für Design Füsun Türetken und die Professorin für Digitale Ästhetik Nina Zschocke mit weiteren Expertinnen und Experten, dem Publikum sowie den Angehörigen beider Häuser.
The Staatliche Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe and the Center for Art and Media in Karlsruhe (ZKM) were conceived in the 1990s by founding director Heinrich Klotz as places for contemporary research focused on new media. With their combination of university and cultural institution, they offer excellent preconditions for the networking of artistic and scientific approaches, for which, however, a different framework is still needed in Germany.
An overarching postgraduate program was intended to bring together and utilize interdisciplinary expertise in order to explore the relationships between art, theory and design in a new way, thus building on the pioneering founding idea of the HfG and ZKM. At the same time, it is intended to respond to a larger paradigm shift that seems to be taking place in art and culture as well as in the scientific field and which is expressed on the one hand in crises of legitimization and on the other in new and creative forms of research and production of knowledge. The HfG Karlsruhe was taking this diagnosis as an opportunity to redesign hybrid formats of research and also to question the function of academic doctorates.
To present and discuss these programmatic considerations, the HfG organized a first symposium with international guests in cooperation with the ZKM Karlsruhe on 5 and 6 December 2024, which aims to design spaces and ideas for a transforming research practice.
In four panels, the French historian and philosopher of science Bernadette Bensaude-Vincent, the professor of art studies and media theory Matthias Bruhn, the professor of time-based media and performance Filipa César, the scenographer and deputy HfG rector Constanze Fischbeck, the ZKM director Alistair Hudson, the artist and professor of code and image Susanne Kriemann, ADBK Munich Professor Armin Linke, ZKM-Hertzlab Director Tina Lorenz, artist, curator and member of the Raqs Media Collective Monica Narula, Professor of Critical Theory and Media Philosophy Simon Sheikh, performance artist and activist Joy Mariama Smith, Professor for Design Füsun Türetken and Professor of Digital Aesthetics Nina Zschocke discussed with other experts, the audience and members of both institutions.