Hier sind Straßenmärkte, auf denen Obst, Gemüse, Brot, Fisch und Fleisch verkauft werden (gefüllte Punkte), sowie Großhändler (umrandete Punkte) eingezeichnet, bei denen Lebensmittelabfälle in und um die Stadt gesammelt werden können. Die kleineren Punkte im Hintergrund kennzeichnen Bäume mit essbaren Früchten, ein Thema des Lehrprogramms »Über Stoffwechsel und Kreislauf«. Sofern einige Grundregeln beachtet werden, wie z. B. die Achtung von Eigentumsrechten und der sorgfältige Umgang mit Bäumen und Natur, können die Früchte auch gesammelt werden.
Medien-Beschreibung (en)
Street markets selling fruit, vegetables, bread, fish, and meat (solid dots) are mapped here, as well as larger food wholesalers (outlined dots) where food waste can be collected in and around the city. The smaller dots in the background indicate trees bearing edible fruit, a topic during the ‘On metabolisms and circulation’ education programme. Provided a few basic rules are kept in mind, such as respecting property rights and treating trees and nature with care, the fruit can also be collected.
Die Living Library ist ein transdisziplinäres Projekt, das am Bio Design Lab der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe entwickelt wurde. Im Laufe von zwei Jahren förderte es praxisorientiertes Lernen mit Schwerpunkt auf lokal gewonnenen Rohstoffen aus einem Umkreis von 50 Kilometern um die Hochschule, experimentellem Arbeiten und regenerativen Produktionsweisen.
Das Projekt ist ein hybrides und sich ständig weiterentwickelndes Ökosystem. Es vereint ein physisches Archiv mit Materialproben, Werkzeugen, Prozessen und Workshop-Artefakten sowie ein digitales Archiv mit interaktiven Karten, Forschungsergebnissen und Materialdokumentationen. Geleitet von den Prinzipien der Kompostierbarkeit, Lokalität und Nachhaltigkeit folgt das Projekt den ökologischen Zyklen der Aussaat, des Wachstums, der Ernte und des Verfalls. Studierende, Forschende und lokale Praktiker:innen arbeiteten zusammen, um regionale Ressourcen zu lokalisieren, biobasierte Materialien zu ernten und zu verarbeiten sowie deren Lebenszyklen von der Entstehung bis zur Zersetzung zu untersuchen.
Eine Open-Access-Publikation dokumentiert die physische und digitale Living Library und vereint eine Reihe von Essays, die Themen wie die archivarischen Qualitäten der Erde oder die gartenähnliche Kultivierung digitaler Plattformen untersuchen. Diese Essays laden die Leser:innen dazu ein, zu überdenken, wie Wissen angebaut, geteilt und schließlich wieder in den Boden zurückgeführt werden kann, aus dem es entstanden ist.
Ausführliche Beschreibung (en)
The Living Library is a transdisciplinary project developed at the Bio Design Lab of the Karlsruhe University of Arts and Design. Over the course of two years, it fostered practice-based learning focused on locally sourced raw materials within a 50-kilometre radius around the academy, experimental making, and regenerative modes of production.
The project is a hybrid and continually evolving ecosystem. It brings together a physical archive showing material samples, tools, processes, and workshop artefacts, and a digital archive featuring interactive maps, research, and material documentation. Guided by the principles of compostability, locality, and sustainability, the project follows ecological rhythms of seeding, growing, harvesting, and decay. Students, researchers, and local practitioners collaborated to map regional resources, harvest and transform bio-based materials, and investigate their lifecycles from origin to decomposition.
An open access publication documents the physical and digital Living Library and brings together a series of essays that explore themes such as the archival qualities of soil or the garden-like cultivation of digital platforms. These essays invite readers to reconsider how knowledge can be grown, shared, and ultimately returned to the ground from which it emerged.
Project team
Head of project, Coordinator
Julia Ihls
Material curator
Fara Peluso
Digital curators
Pleun van Dijk and Jaap Knevel
Coordination assistant
Lilith Stumpf
Material curation assistants
Luzia Holzbach, Benjamin Kaltenbach
Digital curation assistants
Cornelia Herzog, Pauline Kuch, Sebastian Schilbach