Die Arbeit entstand im Seminar Frameworks of Fiction in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Mannheim. Ausgangspunkt des Seminars war die kritische Auseinandersetzung mit der Sammlung der Kunsthalle Mannheim, insbesondere mit historischen Gemälden und den Bildkonstruktionen, die sie repräsentieren. Die Studierenden konnten frei ein Werk aus der Sammlung als Ausgangspunkt ihrer eigenen künstlerischen Arbeit wählen. Thematisiert wurden unter anderem Die Erschießung Kaiser Maximilians, Der türkische Frauenraub sowie Anselm Feuerbachs Hafis an der Schenke, das den Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet.
Ausgehend von Feuerbachs Hafis an der Schenke werden die kolonialen Bildpolitiken und hierarchischen Konstruktionen des Gemäldes dekonstruiert.
Figuren, die im Original gesichtslos bleiben oder lediglich als Staffage erscheinen, erhalten Individualität, ein Gesicht und Handlungsmacht.
Durch ihre neue Anordnung entstehen Beziehungen, die von Empathie, Zärtlichkeit und gegenseitiger Fürsorge geprägt sind. Die zentrale Stellung des persischen Dichters Hafis wird zugunsten eines kollektiven Gefüges aufgelöst.
Gleichzeitig richtet sich die Arbeit gegen die Vorstellung des Künstlers als herausragendes Einzelgenie, das losgelöst von seiner Gemeinschaft schöpft. Dieser Idee wird ein Verständnis künstlerischer Praxis gegenübergestellt, das Gemeinschaft, gegenseitiges Zuhören, Fürsorge und Zusammenarbeit als Grundlage kreativen Handelns begreift. Künstlerisches Schaffen erscheint nicht als isolierter Akt, sondern als Ergebnis sozialer Beziehungen und gemeinschaftlicher Prozesse.
Ausgehend von Feuerbachs Hafis an der Schenke werden die kolonialen Bildpolitiken und hierarchischen Konstruktionen des Gemäldes dekonstruiert.
Figuren, die im Original gesichtslos bleiben oder lediglich als Staffage erscheinen, erhalten Individualität, ein Gesicht und Handlungsmacht.
Durch ihre neue Anordnung entstehen Beziehungen, die von Empathie, Zärtlichkeit und gegenseitiger Fürsorge geprägt sind. Die zentrale Stellung des persischen Dichters Hafis wird zugunsten eines kollektiven Gefüges aufgelöst.
Gleichzeitig richtet sich die Arbeit gegen die Vorstellung des Künstlers als herausragendes Einzelgenie, das losgelöst von seiner Gemeinschaft schöpft. Dieser Idee wird ein Verständnis künstlerischer Praxis gegenübergestellt, das Gemeinschaft, gegenseitiges Zuhören, Fürsorge und Zusammenarbeit als Grundlage kreativen Handelns begreift. Künstlerisches Schaffen erscheint nicht als isolierter Akt, sondern als Ergebnis sozialer Beziehungen und gemeinschaftlicher Prozesse.
Die Rauminstallation besteht aus acht frei hängenden Leinentüchern, die mit verschiedenen Nähmaschinenstichen bearbeitet wurden. Mehrere Bildfragmente lösen die Figuren aus Feuerbachs ursprünglicher Komposition heraus und setzen sie in neue räumliche Beziehungen zueinander. Die hierarchische Bildordnung des Originals weicht einem offenen Geflecht aus Körpern, Blicken und Begegnungen.
Die Materialität der Installation steht bewusst im Kontrast zur Tradition der Malerei. An die Stelle der fest auf einen rechteckigen Keilrahmen gespannten Leinwand treten frei hängende Stoffbahnen, die durch ihre Beweglichkeit eine skulpturale Qualität entwickeln. Die Naht ersetzt den Pinselstrich. Während die Vorzeichnung in der Malereitradition lediglich als vorbereitender Arbeitsschritt galt, wird die Linie hier selbst zum bildgebenden Element. Als verbindende Spur zwischen den Figuren macht sie Beziehungen sichtbar und tritt an die Stelle der malerischen Geste.
Das Nähen, historisch dem Kunsthandwerk und weiblich konnotierten Tätigkeiten zugeordnet, wird als eigenständiges künstlerisches Medium eingesetzt. Die Naht verbindet nicht nur Stoff, sondern auch Körper, Figuren und Bildräume und führt damit das zentrale Motiv des Verbindens auf materieller Ebene fort.
The work was created in the seminar Frameworks of Fiction in collaboration with the Kunsthalle Mannheim. The seminar's starting point was a critical examination of the Kunsthalle Mannheim's collection, particularly its historical paintings and the image constructions they represent. Students were free to choose a work from the collection as the starting point for their own artistic work. Among the works addressed were The Execution of Emperor Maximilian, The Turkish Abduction of Women and Anselm Feuerbach's Hafiz at the Tavern, which forms the starting point of this work.
Taking Feuerbach's Hafiz at the Tavern as its point of departure, the work deconstructs the painting's colonial image politics and hierarchical constructions. Figures who remain faceless in the original or appear merely as staffage are given individuality, a face and agency. Their new arrangement creates relationships marked by empathy, tenderness and mutual care. The central position of the Persian poet Hafiz is dissolved in favor of a collective structure.
At the same time the work pushes back against the idea of the artist as an exceptional individual genius creating in isolation from their community. Against this idea it sets an understanding of artistic practice that grounds creative action in community, mutual listening, care and collaboration. Artistic creation appears not as an isolated act but as the result of social relationships and collective processes.
The spatial installation consists of eight freely hanging linen cloths worked with various sewing machine stitches. Several image fragments extract the figures from Feuerbach's original composition and place them in new spatial relationships to one another. The hierarchical pictorial order of the original gives way to an open web of bodies, gazes and encounters.
The materiality of the installation deliberately contrasts with the tradition of painting. In place of canvas stretched tightly over a rectangular frame are freely hanging lengths of fabric whose mobility gives them a sculptural quality. The seam replaces the brushstroke. While the preliminary sketch was traditionally seen merely as a preparatory step in painting, here the line itself becomes an image making element. As a connecting trace between the figures it makes relationships visible and takes the place of the painterly gesture.
Sewing, historically associated with craft and with work coded as feminine, is employed here as an independent artistic medium. The seam joins not only fabric but also bodies, figures and pictorial spaces, carrying the central motif of connection forward onto the material level.
Die Arbeit entstand im Seminar Frameworks of Fiction in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Mannheim. Ausgangspunkt des Seminars war die kritische Auseinandersetzung mit der Sammlung der Kunsthalle Mannheim, insbesondere mit historischen Gemälden und den Bildkonstruktionen, die sie repräsentieren. Die Studierenden konnten frei ein Werk aus der Sammlung als Ausgangspunkt ihrer eigenen künstlerischen Arbeit wählen. Thematisiert wurden unter anderem Die Erschießung Kaiser Maximilians, Der türkische Frauenraub sowie Anselm Feuerbachs Hafis an der Schenke, das den Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet.
Ausgehend von Feuerbachs Hafis an der Schenke werden die kolonialen Bildpolitiken und hierarchischen Konstruktionen des Gemäldes dekonstruiert.
Figuren, die im Original gesichtslos bleiben oder lediglich als Staffage erscheinen, erhalten Individualität, ein Gesicht und Handlungsmacht.
Durch ihre neue Anordnung entstehen Beziehungen, die von Empathie, Zärtlichkeit und gegenseitiger Fürsorge geprägt sind. Die zentrale Stellung des persischen Dichters Hafis wird zugunsten eines kollektiven Gefüges aufgelöst.
Gleichzeitig richtet sich die Arbeit gegen die Vorstellung des Künstlers als herausragendes Einzelgenie, das losgelöst von seiner Gemeinschaft schöpft. Dieser Idee wird ein Verständnis künstlerischer Praxis gegenübergestellt, das Gemeinschaft, gegenseitiges Zuhören, Fürsorge und Zusammenarbeit als Grundlage kreativen Handelns begreift. Künstlerisches Schaffen erscheint nicht als isolierter Akt, sondern als Ergebnis sozialer Beziehungen und gemeinschaftlicher Prozesse.
Ausgehend von Feuerbachs Hafis an der Schenke werden die kolonialen Bildpolitiken und hierarchischen Konstruktionen des Gemäldes dekonstruiert.
Figuren, die im Original gesichtslos bleiben oder lediglich als Staffage erscheinen, erhalten Individualität, ein Gesicht und Handlungsmacht.
Durch ihre neue Anordnung entstehen Beziehungen, die von Empathie, Zärtlichkeit und gegenseitiger Fürsorge geprägt sind. Die zentrale Stellung des persischen Dichters Hafis wird zugunsten eines kollektiven Gefüges aufgelöst.
Gleichzeitig richtet sich die Arbeit gegen die Vorstellung des Künstlers als herausragendes Einzelgenie, das losgelöst von seiner Gemeinschaft schöpft. Dieser Idee wird ein Verständnis künstlerischer Praxis gegenübergestellt, das Gemeinschaft, gegenseitiges Zuhören, Fürsorge und Zusammenarbeit als Grundlage kreativen Handelns begreift. Künstlerisches Schaffen erscheint nicht als isolierter Akt, sondern als Ergebnis sozialer Beziehungen und gemeinschaftlicher Prozesse.
Die Rauminstallation besteht aus acht frei hängenden Leinentüchern, die mit verschiedenen Nähmaschinenstichen bearbeitet wurden. Mehrere Bildfragmente lösen die Figuren aus Feuerbachs ursprünglicher Komposition heraus und setzen sie in neue räumliche Beziehungen zueinander. Die hierarchische Bildordnung des Originals weicht einem offenen Geflecht aus Körpern, Blicken und Begegnungen.
Die Materialität der Installation steht bewusst im Kontrast zur Tradition der Malerei. An die Stelle der fest auf einen rechteckigen Keilrahmen gespannten Leinwand treten frei hängende Stoffbahnen, die durch ihre Beweglichkeit eine skulpturale Qualität entwickeln. Die Naht ersetzt den Pinselstrich. Während die Vorzeichnung in der Malereitradition lediglich als vorbereitender Arbeitsschritt galt, wird die Linie hier selbst zum bildgebenden Element. Als verbindende Spur zwischen den Figuren macht sie Beziehungen sichtbar und tritt an die Stelle der malerischen Geste.
Das Nähen, historisch dem Kunsthandwerk und weiblich konnotierten Tätigkeiten zugeordnet, wird als eigenständiges künstlerisches Medium eingesetzt. Die Naht verbindet nicht nur Stoff, sondern auch Körper, Figuren und Bildräume und führt damit das zentrale Motiv des Verbindens auf materieller Ebene fort.
The work was created in the seminar Frameworks of Fiction in collaboration with the Kunsthalle Mannheim. The seminar's starting point was a critical examination of the Kunsthalle Mannheim's collection, particularly its historical paintings and the image constructions they represent. Students were free to choose a work from the collection as the starting point for their own artistic work. Among the works addressed were The Execution of Emperor Maximilian, The Turkish Abduction of Women and Anselm Feuerbach's Hafiz at the Tavern, which forms the starting point of this work.
Taking Feuerbach's Hafiz at the Tavern as its point of departure, the work deconstructs the painting's colonial image politics and hierarchical constructions. Figures who remain faceless in the original or appear merely as staffage are given individuality, a face and agency. Their new arrangement creates relationships marked by empathy, tenderness and mutual care. The central position of the Persian poet Hafiz is dissolved in favor of a collective structure.
At the same time the work pushes back against the idea of the artist as an exceptional individual genius creating in isolation from their community. Against this idea it sets an understanding of artistic practice that grounds creative action in community, mutual listening, care and collaboration. Artistic creation appears not as an isolated act but as the result of social relationships and collective processes.
The spatial installation consists of eight freely hanging linen cloths worked with various sewing machine stitches. Several image fragments extract the figures from Feuerbach's original composition and place them in new spatial relationships to one another. The hierarchical pictorial order of the original gives way to an open web of bodies, gazes and encounters.
The materiality of the installation deliberately contrasts with the tradition of painting. In place of canvas stretched tightly over a rectangular frame are freely hanging lengths of fabric whose mobility gives them a sculptural quality. The seam replaces the brushstroke. While the preliminary sketch was traditionally seen merely as a preparatory step in painting, here the line itself becomes an image making element. As a connecting trace between the figures it makes relationships visible and takes the place of the painterly gesture.
Sewing, historically associated with craft and with work coded as feminine, is employed here as an independent artistic medium. The seam joins not only fabric but also bodies, figures and pictorial spaces, carrying the central motif of connection forward onto the material level.
Die Arbeit entstand im Seminar Frameworks of Fiction in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Mannheim. Ausgangspunkt des Seminars war die kritische Auseinandersetzung mit der Sammlung der Kunsthalle Mannheim, insbesondere mit historischen Gemälden und den Bildkonstruktionen, die sie repräsentieren. Die Studierenden konnten frei ein Werk aus der Sammlung als Ausgangspunkt ihrer eigenen künstlerischen Arbeit wählen. Thematisiert wurden unter anderem Die Erschießung Kaiser Maximilians, Der türkische Frauenraub sowie Anselm Feuerbachs Hafis an der Schenke, das den Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet.
Ausgehend von Feuerbachs Hafis an der Schenke werden die kolonialen Bildpolitiken und hierarchischen Konstruktionen des Gemäldes dekonstruiert.
Figuren, die im Original gesichtslos bleiben oder lediglich als Staffage erscheinen, erhalten Individualität, ein Gesicht und Handlungsmacht.
Durch ihre neue Anordnung entstehen Beziehungen, die von Empathie, Zärtlichkeit und gegenseitiger Fürsorge geprägt sind. Die zentrale Stellung des persischen Dichters Hafis wird zugunsten eines kollektiven Gefüges aufgelöst.
Gleichzeitig richtet sich die Arbeit gegen die Vorstellung des Künstlers als herausragendes Einzelgenie, das losgelöst von seiner Gemeinschaft schöpft. Dieser Idee wird ein Verständnis künstlerischer Praxis gegenübergestellt, das Gemeinschaft, gegenseitiges Zuhören, Fürsorge und Zusammenarbeit als Grundlage kreativen Handelns begreift. Künstlerisches Schaffen erscheint nicht als isolierter Akt, sondern als Ergebnis sozialer Beziehungen und gemeinschaftlicher Prozesse.
Ausgehend von Feuerbachs Hafis an der Schenke werden die kolonialen Bildpolitiken und hierarchischen Konstruktionen des Gemäldes dekonstruiert.
Figuren, die im Original gesichtslos bleiben oder lediglich als Staffage erscheinen, erhalten Individualität, ein Gesicht und Handlungsmacht.
Durch ihre neue Anordnung entstehen Beziehungen, die von Empathie, Zärtlichkeit und gegenseitiger Fürsorge geprägt sind. Die zentrale Stellung des persischen Dichters Hafis wird zugunsten eines kollektiven Gefüges aufgelöst.
Gleichzeitig richtet sich die Arbeit gegen die Vorstellung des Künstlers als herausragendes Einzelgenie, das losgelöst von seiner Gemeinschaft schöpft. Dieser Idee wird ein Verständnis künstlerischer Praxis gegenübergestellt, das Gemeinschaft, gegenseitiges Zuhören, Fürsorge und Zusammenarbeit als Grundlage kreativen Handelns begreift. Künstlerisches Schaffen erscheint nicht als isolierter Akt, sondern als Ergebnis sozialer Beziehungen und gemeinschaftlicher Prozesse.
Die Rauminstallation besteht aus acht frei hängenden Leinentüchern, die mit verschiedenen Nähmaschinenstichen bearbeitet wurden. Mehrere Bildfragmente lösen die Figuren aus Feuerbachs ursprünglicher Komposition heraus und setzen sie in neue räumliche Beziehungen zueinander. Die hierarchische Bildordnung des Originals weicht einem offenen Geflecht aus Körpern, Blicken und Begegnungen.
Die Materialität der Installation steht bewusst im Kontrast zur Tradition der Malerei. An die Stelle der fest auf einen rechteckigen Keilrahmen gespannten Leinwand treten frei hängende Stoffbahnen, die durch ihre Beweglichkeit eine skulpturale Qualität entwickeln. Die Naht ersetzt den Pinselstrich. Während die Vorzeichnung in der Malereitradition lediglich als vorbereitender Arbeitsschritt galt, wird die Linie hier selbst zum bildgebenden Element. Als verbindende Spur zwischen den Figuren macht sie Beziehungen sichtbar und tritt an die Stelle der malerischen Geste.
Das Nähen, historisch dem Kunsthandwerk und weiblich konnotierten Tätigkeiten zugeordnet, wird als eigenständiges künstlerisches Medium eingesetzt. Die Naht verbindet nicht nur Stoff, sondern auch Körper, Figuren und Bildräume und führt damit das zentrale Motiv des Verbindens auf materieller Ebene fort.
The work was created in the seminar Frameworks of Fiction in collaboration with the Kunsthalle Mannheim. The seminar's starting point was a critical examination of the Kunsthalle Mannheim's collection, particularly its historical paintings and the image constructions they represent. Students were free to choose a work from the collection as the starting point for their own artistic work. Among the works addressed were The Execution of Emperor Maximilian, The Turkish Abduction of Women and Anselm Feuerbach's Hafiz at the Tavern, which forms the starting point of this work.
Taking Feuerbach's Hafiz at the Tavern as its point of departure, the work deconstructs the painting's colonial image politics and hierarchical constructions. Figures who remain faceless in the original or appear merely as staffage are given individuality, a face and agency. Their new arrangement creates relationships marked by empathy, tenderness and mutual care. The central position of the Persian poet Hafiz is dissolved in favor of a collective structure.
At the same time the work pushes back against the idea of the artist as an exceptional individual genius creating in isolation from their community. Against this idea it sets an understanding of artistic practice that grounds creative action in community, mutual listening, care and collaboration. Artistic creation appears not as an isolated act but as the result of social relationships and collective processes.
The spatial installation consists of eight freely hanging linen cloths worked with various sewing machine stitches. Several image fragments extract the figures from Feuerbach's original composition and place them in new spatial relationships to one another. The hierarchical pictorial order of the original gives way to an open web of bodies, gazes and encounters.
The materiality of the installation deliberately contrasts with the tradition of painting. In place of canvas stretched tightly over a rectangular frame are freely hanging lengths of fabric whose mobility gives them a sculptural quality. The seam replaces the brushstroke. While the preliminary sketch was traditionally seen merely as a preparatory step in painting, here the line itself becomes an image making element. As a connecting trace between the figures it makes relationships visible and takes the place of the painterly gesture.
Sewing, historically associated with craft and with work coded as feminine, is employed here as an independent artistic medium. The seam joins not only fabric but also bodies, figures and pictorial spaces, carrying the central motif of connection forward onto the material level.
Die Arbeit entstand im Seminar Frameworks of Fiction in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Mannheim. Ausgangspunkt des Seminars war die kritische Auseinandersetzung mit der Sammlung der Kunsthalle Mannheim, insbesondere mit historischen Gemälden und den Bildkonstruktionen, die sie repräsentieren. Die Studierenden konnten frei ein Werk aus der Sammlung als Ausgangspunkt ihrer eigenen künstlerischen Arbeit wählen. Thematisiert wurden unter anderem Die Erschießung Kaiser Maximilians, Der türkische Frauenraub sowie Anselm Feuerbachs Hafis an der Schenke, das den Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet.
Ausgehend von Feuerbachs Hafis an der Schenke werden die kolonialen Bildpolitiken und hierarchischen Konstruktionen des Gemäldes dekonstruiert.
Figuren, die im Original gesichtslos bleiben oder lediglich als Staffage erscheinen, erhalten Individualität, ein Gesicht und Handlungsmacht.
Durch ihre neue Anordnung entstehen Beziehungen, die von Empathie, Zärtlichkeit und gegenseitiger Fürsorge geprägt sind. Die zentrale Stellung des persischen Dichters Hafis wird zugunsten eines kollektiven Gefüges aufgelöst.
Gleichzeitig richtet sich die Arbeit gegen die Vorstellung des Künstlers als herausragendes Einzelgenie, das losgelöst von seiner Gemeinschaft schöpft. Dieser Idee wird ein Verständnis künstlerischer Praxis gegenübergestellt, das Gemeinschaft, gegenseitiges Zuhören, Fürsorge und Zusammenarbeit als Grundlage kreativen Handelns begreift. Künstlerisches Schaffen erscheint nicht als isolierter Akt, sondern als Ergebnis sozialer Beziehungen und gemeinschaftlicher Prozesse.
Ausgehend von Feuerbachs Hafis an der Schenke werden die kolonialen Bildpolitiken und hierarchischen Konstruktionen des Gemäldes dekonstruiert.
Figuren, die im Original gesichtslos bleiben oder lediglich als Staffage erscheinen, erhalten Individualität, ein Gesicht und Handlungsmacht.
Durch ihre neue Anordnung entstehen Beziehungen, die von Empathie, Zärtlichkeit und gegenseitiger Fürsorge geprägt sind. Die zentrale Stellung des persischen Dichters Hafis wird zugunsten eines kollektiven Gefüges aufgelöst.
Gleichzeitig richtet sich die Arbeit gegen die Vorstellung des Künstlers als herausragendes Einzelgenie, das losgelöst von seiner Gemeinschaft schöpft. Dieser Idee wird ein Verständnis künstlerischer Praxis gegenübergestellt, das Gemeinschaft, gegenseitiges Zuhören, Fürsorge und Zusammenarbeit als Grundlage kreativen Handelns begreift. Künstlerisches Schaffen erscheint nicht als isolierter Akt, sondern als Ergebnis sozialer Beziehungen und gemeinschaftlicher Prozesse.
Die Rauminstallation besteht aus acht frei hängenden Leinentüchern, die mit verschiedenen Nähmaschinenstichen bearbeitet wurden. Mehrere Bildfragmente lösen die Figuren aus Feuerbachs ursprünglicher Komposition heraus und setzen sie in neue räumliche Beziehungen zueinander. Die hierarchische Bildordnung des Originals weicht einem offenen Geflecht aus Körpern, Blicken und Begegnungen.
Die Materialität der Installation steht bewusst im Kontrast zur Tradition der Malerei. An die Stelle der fest auf einen rechteckigen Keilrahmen gespannten Leinwand treten frei hängende Stoffbahnen, die durch ihre Beweglichkeit eine skulpturale Qualität entwickeln. Die Naht ersetzt den Pinselstrich. Während die Vorzeichnung in der Malereitradition lediglich als vorbereitender Arbeitsschritt galt, wird die Linie hier selbst zum bildgebenden Element. Als verbindende Spur zwischen den Figuren macht sie Beziehungen sichtbar und tritt an die Stelle der malerischen Geste.
Das Nähen, historisch dem Kunsthandwerk und weiblich konnotierten Tätigkeiten zugeordnet, wird als eigenständiges künstlerisches Medium eingesetzt. Die Naht verbindet nicht nur Stoff, sondern auch Körper, Figuren und Bildräume und führt damit das zentrale Motiv des Verbindens auf materieller Ebene fort.
The work was created in the seminar Frameworks of Fiction in collaboration with the Kunsthalle Mannheim. The seminar's starting point was a critical examination of the Kunsthalle Mannheim's collection, particularly its historical paintings and the image constructions they represent. Students were free to choose a work from the collection as the starting point for their own artistic work. Among the works addressed were The Execution of Emperor Maximilian, The Turkish Abduction of Women and Anselm Feuerbach's Hafiz at the Tavern, which forms the starting point of this work.
Taking Feuerbach's Hafiz at the Tavern as its point of departure, the work deconstructs the painting's colonial image politics and hierarchical constructions. Figures who remain faceless in the original or appear merely as staffage are given individuality, a face and agency. Their new arrangement creates relationships marked by empathy, tenderness and mutual care. The central position of the Persian poet Hafiz is dissolved in favor of a collective structure.
At the same time the work pushes back against the idea of the artist as an exceptional individual genius creating in isolation from their community. Against this idea it sets an understanding of artistic practice that grounds creative action in community, mutual listening, care and collaboration. Artistic creation appears not as an isolated act but as the result of social relationships and collective processes.
The spatial installation consists of eight freely hanging linen cloths worked with various sewing machine stitches. Several image fragments extract the figures from Feuerbach's original composition and place them in new spatial relationships to one another. The hierarchical pictorial order of the original gives way to an open web of bodies, gazes and encounters.
The materiality of the installation deliberately contrasts with the tradition of painting. In place of canvas stretched tightly over a rectangular frame are freely hanging lengths of fabric whose mobility gives them a sculptural quality. The seam replaces the brushstroke. While the preliminary sketch was traditionally seen merely as a preparatory step in painting, here the line itself becomes an image making element. As a connecting trace between the figures it makes relationships visible and takes the place of the painterly gesture.
Sewing, historically associated with craft and with work coded as feminine, is employed here as an independent artistic medium. The seam joins not only fabric but also bodies, figures and pictorial spaces, carrying the central motif of connection forward onto the material level.
Die Arbeit entstand im Seminar Frameworks of Fiction in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Mannheim. Ausgangspunkt des Seminars war die kritische Auseinandersetzung mit der Sammlung der Kunsthalle Mannheim, insbesondere mit historischen Gemälden und den Bildkonstruktionen, die sie repräsentieren. Die Studierenden konnten frei ein Werk aus der Sammlung als Ausgangspunkt ihrer eigenen künstlerischen Arbeit wählen. Thematisiert wurden unter anderem Die Erschießung Kaiser Maximilians, Der türkische Frauenraub sowie Anselm Feuerbachs Hafis an der Schenke, das den Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet.
Ausgehend von Feuerbachs Hafis an der Schenke werden die kolonialen Bildpolitiken und hierarchischen Konstruktionen des Gemäldes dekonstruiert.
Figuren, die im Original gesichtslos bleiben oder lediglich als Staffage erscheinen, erhalten Individualität, ein Gesicht und Handlungsmacht.
Durch ihre neue Anordnung entstehen Beziehungen, die von Empathie, Zärtlichkeit und gegenseitiger Fürsorge geprägt sind. Die zentrale Stellung des persischen Dichters Hafis wird zugunsten eines kollektiven Gefüges aufgelöst.
Gleichzeitig richtet sich die Arbeit gegen die Vorstellung des Künstlers als herausragendes Einzelgenie, das losgelöst von seiner Gemeinschaft schöpft. Dieser Idee wird ein Verständnis künstlerischer Praxis gegenübergestellt, das Gemeinschaft, gegenseitiges Zuhören, Fürsorge und Zusammenarbeit als Grundlage kreativen Handelns begreift. Künstlerisches Schaffen erscheint nicht als isolierter Akt, sondern als Ergebnis sozialer Beziehungen und gemeinschaftlicher Prozesse.
Ausgehend von Feuerbachs Hafis an der Schenke werden die kolonialen Bildpolitiken und hierarchischen Konstruktionen des Gemäldes dekonstruiert.
Figuren, die im Original gesichtslos bleiben oder lediglich als Staffage erscheinen, erhalten Individualität, ein Gesicht und Handlungsmacht.
Durch ihre neue Anordnung entstehen Beziehungen, die von Empathie, Zärtlichkeit und gegenseitiger Fürsorge geprägt sind. Die zentrale Stellung des persischen Dichters Hafis wird zugunsten eines kollektiven Gefüges aufgelöst.
Gleichzeitig richtet sich die Arbeit gegen die Vorstellung des Künstlers als herausragendes Einzelgenie, das losgelöst von seiner Gemeinschaft schöpft. Dieser Idee wird ein Verständnis künstlerischer Praxis gegenübergestellt, das Gemeinschaft, gegenseitiges Zuhören, Fürsorge und Zusammenarbeit als Grundlage kreativen Handelns begreift. Künstlerisches Schaffen erscheint nicht als isolierter Akt, sondern als Ergebnis sozialer Beziehungen und gemeinschaftlicher Prozesse.
Die Rauminstallation besteht aus acht frei hängenden Leinentüchern, die mit verschiedenen Nähmaschinenstichen bearbeitet wurden. Mehrere Bildfragmente lösen die Figuren aus Feuerbachs ursprünglicher Komposition heraus und setzen sie in neue räumliche Beziehungen zueinander. Die hierarchische Bildordnung des Originals weicht einem offenen Geflecht aus Körpern, Blicken und Begegnungen.
Die Materialität der Installation steht bewusst im Kontrast zur Tradition der Malerei. An die Stelle der fest auf einen rechteckigen Keilrahmen gespannten Leinwand treten frei hängende Stoffbahnen, die durch ihre Beweglichkeit eine skulpturale Qualität entwickeln. Die Naht ersetzt den Pinselstrich. Während die Vorzeichnung in der Malereitradition lediglich als vorbereitender Arbeitsschritt galt, wird die Linie hier selbst zum bildgebenden Element. Als verbindende Spur zwischen den Figuren macht sie Beziehungen sichtbar und tritt an die Stelle der malerischen Geste.
Das Nähen, historisch dem Kunsthandwerk und weiblich konnotierten Tätigkeiten zugeordnet, wird als eigenständiges künstlerisches Medium eingesetzt. Die Naht verbindet nicht nur Stoff, sondern auch Körper, Figuren und Bildräume und führt damit das zentrale Motiv des Verbindens auf materieller Ebene fort.
The work was created in the seminar Frameworks of Fiction in collaboration with the Kunsthalle Mannheim. The seminar's starting point was a critical examination of the Kunsthalle Mannheim's collection, particularly its historical paintings and the image constructions they represent. Students were free to choose a work from the collection as the starting point for their own artistic work. Among the works addressed were The Execution of Emperor Maximilian, The Turkish Abduction of Women and Anselm Feuerbach's Hafiz at the Tavern, which forms the starting point of this work.
Taking Feuerbach's Hafiz at the Tavern as its point of departure, the work deconstructs the painting's colonial image politics and hierarchical constructions. Figures who remain faceless in the original or appear merely as staffage are given individuality, a face and agency. Their new arrangement creates relationships marked by empathy, tenderness and mutual care. The central position of the Persian poet Hafiz is dissolved in favor of a collective structure.
At the same time the work pushes back against the idea of the artist as an exceptional individual genius creating in isolation from their community. Against this idea it sets an understanding of artistic practice that grounds creative action in community, mutual listening, care and collaboration. Artistic creation appears not as an isolated act but as the result of social relationships and collective processes.
The spatial installation consists of eight freely hanging linen cloths worked with various sewing machine stitches. Several image fragments extract the figures from Feuerbach's original composition and place them in new spatial relationships to one another. The hierarchical pictorial order of the original gives way to an open web of bodies, gazes and encounters.
The materiality of the installation deliberately contrasts with the tradition of painting. In place of canvas stretched tightly over a rectangular frame are freely hanging lengths of fabric whose mobility gives them a sculptural quality. The seam replaces the brushstroke. While the preliminary sketch was traditionally seen merely as a preparatory step in painting, here the line itself becomes an image making element. As a connecting trace between the figures it makes relationships visible and takes the place of the painterly gesture.
Sewing, historically associated with craft and with work coded as feminine, is employed here as an independent artistic medium. The seam joins not only fabric but also bodies, figures and pictorial spaces, carrying the central motif of connection forward onto the material level.
Ministry for the Future ist eine transdisziplinäre Produktion über mögliche Zukünfte im Angesicht der Klimakrise – und darüber, wie wir sie verhandeln, bevor sie eintreten. Inspiriert vom gleichnamigen Roman von Kim Stanley Robinson entwickelte sich ein groß angelegtes Kooperationsprojekt zwischen dem Theater Neumarkt, dem Collegium Helveticum Zürich und der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Ausgangspunkt ist ein spekulatives Szenario im Jahr 2034: Die Erde hat Kipppunkte erreicht, Regierungen reagieren, eine neue Institution wird gegründet – das Ministerium für die Zukunft. Innerhalb dieser Fiktion operiert die Produktion als diskursives Format, das sich fortlaufend mit der zentralen Frage auseinandersetzt: Welche Handlungsspielräume bleiben uns?
Das Projekt kombiniert künstlerische, wissenschaftliche und gestalterische Perspektiven zu einem Format zwischen Preenactment und realer Wissenschaftskommunikation. Herzstück ist ein mobiles Bühnenbild, das drängende forschungsbasierte Diskurse in eine begehbare, funktionale Infrastruktur übersetzt. Die Szenografie wurde konsequent durch Re- und Upcycling-Prozesse entwickelt. Sie folgt einer Haltung, die den Anforderungen ökologischer Krisen standhalten will – indem sie aus dem Material jener Krisen selbst hervorgeht. In vier thematisch fokussierten Episoden an vier verschiedenen Orten in Zürich wird der Raum selbst zum Instrument: eine spekulative Versammlung, eine temporäre Institution, ein Möglichkeitslabor.
Die Inszenierung bringt reale Wissenschaftler:innen, Performer:innen und Bürger:innen im Modus eines fiktionalen Ministeriums in Austausch – und mit ihnen die Fragen: Wie lässt sich Zukunft verhandeln, wenn sie längst begonnen hat? Was bedeutet Teilhabe, wenn die Katastrophe strukturell geworden ist? Und wie kann Raum für solche Aushandlungen heute aussehen?
Ministry for the Future is a transdisciplinary production about possible futures in the face of the climate crisis—and about how we negotiate them before they arrive. Inspired by the novel of the same name by Kim Stanley Robinson, the project evolved into a large-scale collaboration between Theater Neumarkt, the Collegium Helveticum Zurich, and the Karlsruhe University of Arts and Design (HfG).
Its starting point is a speculative scenario set in the year 2034: the Earth has reached tipping points, governments are reacting, and a new institution is established—the Ministry for the Future. Within this fiction, the production functions as a discursive format that continuously engages with the central question: What room for action remains?
The project combines artistic, scientific, and design perspectives into a hybrid format somewhere between preenactment and real science communication. At its core is a mobile stage design that translates urgent, research-based discourses into an immersive, functional infrastructure. The scenography was developed entirely through re- and upcycling processes, guided by an attitude that seeks to meet the demands of ecological crises—by emerging from their very material. Across four thematically focused episodes in four different locations in Zurich, the space itself becomes an instrument: a speculative assembly, a temporary institution, a lab of possibilities.
The performance brings together real scientists, performers, and citizens within the framework of a fictional ministry—and with them, the questions: How can we negotiate the future when it has already begun? What does participation mean when catastrophe has become structural? And what kind of space is needed for such negotiations today?
Wissenschaftskommunikation
Wissenschaftliches Denken wird nicht nur vermittelt, sondern verhandelt. In dieser Inszenierung treffen sich reale Wissenschaftler:innen aus Klima-, Sozial- und Zukunftsforschung und der Bürger:innenrat -das Publikum- auf Augenhöhe. Gemeinsam werden sie zu Akteur:innen eines kollektiven Nachdenkens. Die Bühne fungiert als Kommunikationsraum, in dem sich Fakten, Unsicherheiten und ethische Fragen gleichberechtigt begegnen – ein Diskurs in Echtzeit.
Situative Platznahme
Ministry for the Future versteht Intervention als situative Platznahme in öffentlichen, wissenschaftlichen und ästhetischen Räumen. In Form des fiktiven Ministeriums werden temporäre Infrastrukturen geschaffen, die unterstützen oder auch Reibung erzeugen.
An vier Orten in Zürich reagiert das mobile Set auf konkrete räumliche, institutionelle und thematische Kontexte: als installative Präsenz, als Gesprächsarchitektur, als spekulative Behörde oder als gezielte Störung. Intendiert ist damit weniger ein Bruch als ein Angebot – im Einschreiben einer möglichen Zukunft in die Logik des Hier und Jetzt.
Description of media (en)
Science Communication
Scientific thinking is not only conveyed, but negotiated. In this performance, real scientists from the fields of climate, social, and futures research meet with the citizens’ assembly—the audience—on equal footing. Together they become actors in a collective process of reflection. The stage functions as a space of communication where facts, uncertainties, and ethical questions interact on equal terms—a discourse in real time.
Situational Occupation of Space
Ministry for the Future understands intervention as situational occupation—within public, scientific, and aesthetic spaces. In the form of the fictional ministry, temporary infrastructures are created that either support or disrupt. In four locations in Zurich, the mobile set responds to concrete spatial, institutional, and thematic contexts: as an installative presence, as conversation architecture, as speculative authority, or as deliberate provocation. The aim is not rupture, but offering—a way of inscribing a possible future into the logic of the present.
Ministry for the Future ist eine transdisziplinäre Produktion über mögliche Zukünfte im Angesicht der Klimakrise – und darüber, wie wir sie verhandeln, bevor sie eintreten. Inspiriert vom gleichnamigen Roman von Kim Stanley Robinson entwickelte sich ein groß angelegtes Kooperationsprojekt zwischen dem Theater Neumarkt, dem Collegium Helveticum Zürich und der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Ausgangspunkt ist ein spekulatives Szenario im Jahr 2034: Die Erde hat Kipppunkte erreicht, Regierungen reagieren, eine neue Institution wird gegründet – das Ministerium für die Zukunft. Innerhalb dieser Fiktion operiert die Produktion als diskursives Format, das sich fortlaufend mit der zentralen Frage auseinandersetzt: Welche Handlungsspielräume bleiben uns?
Das Projekt kombiniert künstlerische, wissenschaftliche und gestalterische Perspektiven zu einem Format zwischen Preenactment und realer Wissenschaftskommunikation. Herzstück ist ein mobiles Bühnenbild, das drängende forschungsbasierte Diskurse in eine begehbare, funktionale Infrastruktur übersetzt. Die Szenografie wurde konsequent durch Re- und Upcycling-Prozesse entwickelt. Sie folgt einer Haltung, die den Anforderungen ökologischer Krisen standhalten will – indem sie aus dem Material jener Krisen selbst hervorgeht. In vier thematisch fokussierten Episoden an vier verschiedenen Orten in Zürich wird der Raum selbst zum Instrument: eine spekulative Versammlung, eine temporäre Institution, ein Möglichkeitslabor.
Die Inszenierung bringt reale Wissenschaftler:innen, Performer:innen und Bürger:innen im Modus eines fiktionalen Ministeriums in Austausch – und mit ihnen die Fragen: Wie lässt sich Zukunft verhandeln, wenn sie längst begonnen hat? Was bedeutet Teilhabe, wenn die Katastrophe strukturell geworden ist? Und wie kann Raum für solche Aushandlungen heute aussehen?
Ministry for the Future is a transdisciplinary production about possible futures in the face of the climate crisis—and about how we negotiate them before they arrive. Inspired by the novel of the same name by Kim Stanley Robinson, the project evolved into a large-scale collaboration between Theater Neumarkt, the Collegium Helveticum Zurich, and the Karlsruhe University of Arts and Design (HfG).
Its starting point is a speculative scenario set in the year 2034: the Earth has reached tipping points, governments are reacting, and a new institution is established—the Ministry for the Future. Within this fiction, the production functions as a discursive format that continuously engages with the central question: What room for action remains?
The project combines artistic, scientific, and design perspectives into a hybrid format somewhere between preenactment and real science communication. At its core is a mobile stage design that translates urgent, research-based discourses into an immersive, functional infrastructure. The scenography was developed entirely through re- and upcycling processes, guided by an attitude that seeks to meet the demands of ecological crises—by emerging from their very material. Across four thematically focused episodes in four different locations in Zurich, the space itself becomes an instrument: a speculative assembly, a temporary institution, a lab of possibilities.
The performance brings together real scientists, performers, and citizens within the framework of a fictional ministry—and with them, the questions: How can we negotiate the future when it has already begun? What does participation mean when catastrophe has become structural? And what kind of space is needed for such negotiations today?
Wissenschaftskommunikation
Wissenschaftliches Denken wird nicht nur vermittelt, sondern verhandelt. In dieser Inszenierung treffen sich reale Wissenschaftler:innen aus Klima-, Sozial- und Zukunftsforschung und der Bürger:innenrat -das Publikum- auf Augenhöhe. Gemeinsam werden sie zu Akteur:innen eines kollektiven Nachdenkens. Die Bühne fungiert als Kommunikationsraum, in dem sich Fakten, Unsicherheiten und ethische Fragen gleichberechtigt begegnen – ein Diskurs in Echtzeit.
Situative Platznahme
Ministry for the Future versteht Intervention als situative Platznahme in öffentlichen, wissenschaftlichen und ästhetischen Räumen. In Form des fiktiven Ministeriums werden temporäre Infrastrukturen geschaffen, die unterstützen oder auch Reibung erzeugen.
An vier Orten in Zürich reagiert das mobile Set auf konkrete räumliche, institutionelle und thematische Kontexte: als installative Präsenz, als Gesprächsarchitektur, als spekulative Behörde oder als gezielte Störung. Intendiert ist damit weniger ein Bruch als ein Angebot – im Einschreiben einer möglichen Zukunft in die Logik des Hier und Jetzt.
Description of media (en)
Science Communication
Scientific thinking is not only conveyed, but negotiated. In this performance, real scientists from the fields of climate, social, and futures research meet with the citizens’ assembly—the audience—on equal footing. Together they become actors in a collective process of reflection. The stage functions as a space of communication where facts, uncertainties, and ethical questions interact on equal terms—a discourse in real time.
Situational Occupation of Space
Ministry for the Future understands intervention as situational occupation—within public, scientific, and aesthetic spaces. In the form of the fictional ministry, temporary infrastructures are created that either support or disrupt. In four locations in Zurich, the mobile set responds to concrete spatial, institutional, and thematic contexts: as an installative presence, as conversation architecture, as speculative authority, or as deliberate provocation. The aim is not rupture, but offering—a way of inscribing a possible future into the logic of the present.
Ministry for the Future ist eine transdisziplinäre Produktion über mögliche Zukünfte im Angesicht der Klimakrise – und darüber, wie wir sie verhandeln, bevor sie eintreten. Inspiriert vom gleichnamigen Roman von Kim Stanley Robinson entwickelte sich ein groß angelegtes Kooperationsprojekt zwischen dem Theater Neumarkt, dem Collegium Helveticum Zürich und der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Ausgangspunkt ist ein spekulatives Szenario im Jahr 2034: Die Erde hat Kipppunkte erreicht, Regierungen reagieren, eine neue Institution wird gegründet – das Ministerium für die Zukunft. Innerhalb dieser Fiktion operiert die Produktion als diskursives Format, das sich fortlaufend mit der zentralen Frage auseinandersetzt: Welche Handlungsspielräume bleiben uns?
Das Projekt kombiniert künstlerische, wissenschaftliche und gestalterische Perspektiven zu einem Format zwischen Preenactment und realer Wissenschaftskommunikation. Herzstück ist ein mobiles Bühnenbild, das drängende forschungsbasierte Diskurse in eine begehbare, funktionale Infrastruktur übersetzt. Die Szenografie wurde konsequent durch Re- und Upcycling-Prozesse entwickelt. Sie folgt einer Haltung, die den Anforderungen ökologischer Krisen standhalten will – indem sie aus dem Material jener Krisen selbst hervorgeht. In vier thematisch fokussierten Episoden an vier verschiedenen Orten in Zürich wird der Raum selbst zum Instrument: eine spekulative Versammlung, eine temporäre Institution, ein Möglichkeitslabor.
Die Inszenierung bringt reale Wissenschaftler:innen, Performer:innen und Bürger:innen im Modus eines fiktionalen Ministeriums in Austausch – und mit ihnen die Fragen: Wie lässt sich Zukunft verhandeln, wenn sie längst begonnen hat? Was bedeutet Teilhabe, wenn die Katastrophe strukturell geworden ist? Und wie kann Raum für solche Aushandlungen heute aussehen?
Ministry for the Future is a transdisciplinary production about possible futures in the face of the climate crisis—and about how we negotiate them before they arrive. Inspired by the novel of the same name by Kim Stanley Robinson, the project evolved into a large-scale collaboration between Theater Neumarkt, the Collegium Helveticum Zurich, and the Karlsruhe University of Arts and Design (HfG).
Its starting point is a speculative scenario set in the year 2034: the Earth has reached tipping points, governments are reacting, and a new institution is established—the Ministry for the Future. Within this fiction, the production functions as a discursive format that continuously engages with the central question: What room for action remains?
The project combines artistic, scientific, and design perspectives into a hybrid format somewhere between preenactment and real science communication. At its core is a mobile stage design that translates urgent, research-based discourses into an immersive, functional infrastructure. The scenography was developed entirely through re- and upcycling processes, guided by an attitude that seeks to meet the demands of ecological crises—by emerging from their very material. Across four thematically focused episodes in four different locations in Zurich, the space itself becomes an instrument: a speculative assembly, a temporary institution, a lab of possibilities.
The performance brings together real scientists, performers, and citizens within the framework of a fictional ministry—and with them, the questions: How can we negotiate the future when it has already begun? What does participation mean when catastrophe has become structural? And what kind of space is needed for such negotiations today?
Ministry for the Future ist eine transdisziplinäre Produktion über mögliche Zukünfte im Angesicht der Klimakrise – und darüber, wie wir sie verhandeln, bevor sie eintreten. Inspiriert vom gleichnamigen Roman von Kim Stanley Robinson entwickelte sich ein groß angelegtes Kooperationsprojekt zwischen dem Theater Neumarkt, dem Collegium Helveticum Zürich und der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Ausgangspunkt ist ein spekulatives Szenario im Jahr 2034: Die Erde hat Kipppunkte erreicht, Regierungen reagieren, eine neue Institution wird gegründet – das Ministerium für die Zukunft. Innerhalb dieser Fiktion operiert die Produktion als diskursives Format, das sich fortlaufend mit der zentralen Frage auseinandersetzt: Welche Handlungsspielräume bleiben uns?
Das Projekt kombiniert künstlerische, wissenschaftliche und gestalterische Perspektiven zu einem Format zwischen Preenactment und realer Wissenschaftskommunikation. Herzstück ist ein mobiles Bühnenbild, das drängende forschungsbasierte Diskurse in eine begehbare, funktionale Infrastruktur übersetzt. Die Szenografie wurde konsequent durch Re- und Upcycling-Prozesse entwickelt. Sie folgt einer Haltung, die den Anforderungen ökologischer Krisen standhalten will – indem sie aus dem Material jener Krisen selbst hervorgeht. In vier thematisch fokussierten Episoden an vier verschiedenen Orten in Zürich wird der Raum selbst zum Instrument: eine spekulative Versammlung, eine temporäre Institution, ein Möglichkeitslabor.
Die Inszenierung bringt reale Wissenschaftler:innen, Performer:innen und Bürger:innen im Modus eines fiktionalen Ministeriums in Austausch – und mit ihnen die Fragen: Wie lässt sich Zukunft verhandeln, wenn sie längst begonnen hat? Was bedeutet Teilhabe, wenn die Katastrophe strukturell geworden ist? Und wie kann Raum für solche Aushandlungen heute aussehen?
Wissenschaftskommunikation
Wissenschaftliches Denken wird nicht nur vermittelt, sondern verhandelt. In dieser Inszenierung treffen sich reale Wissenschaftler:innen aus Klima-, Sozial- und Zukunftsforschung und der Bürger:innenrat -das Publikum- auf Augenhöhe. Gemeinsam werden sie zu Akteur:innen eines kollektiven Nachdenkens. Die Bühne fungiert als Kommunikationsraum, in dem sich Fakten, Unsicherheiten und ethische Fragen gleichberechtigt begegnen – ein Diskurs in Echtzeit.
Teilhabe und Verantwortung
Das Publikum ist eingeladen, Teil einer spekulativen Institution zu werden: des Ministeriums für die Zukunft. Durch offene Sitzordnungen, modulare Raumformate und diskursive Interventionen wird die klassische Zuschauer:innenrolle aufgelöst. Alle sind Akteur:innen in der kollektiven Auseinandersetzung. Ministry for the Future denkt Teilhabe als strukturelles Prinzip – auch in der Gestaltung der Orte selbst.
Description of media (en)
Science Communication
Scientific thinking is not only conveyed, but negotiated. In this performance, real scientists from the fields of climate, social, and futures research meet with the citizens’ assembly—the audience—on equal footing. Together they become actors in a collective process of reflection. The stage functions as a space of communication where facts, uncertainties, and ethical questions interact on equal terms—a discourse in real time.
Participation and Responsibility
The audience is invited to become part of a speculative institution: the Ministry for the Future. Through open seating arrangements, modular spatial formats, and discursive interventions, the classical role of the spectator is dissolved. Everyone becomes an actor in the collective engagement. Ministry for the Future treats participation as a structural principle—even in the shaping of the spaces themselves.
Ministry for the Future ist eine transdisziplinäre Produktion über mögliche Zukünfte im Angesicht der Klimakrise – und darüber, wie wir sie verhandeln, bevor sie eintreten. Inspiriert vom gleichnamigen Roman von Kim Stanley Robinson entwickelte sich ein groß angelegtes Kooperationsprojekt zwischen dem Theater Neumarkt, dem Collegium Helveticum Zürich und der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Ausgangspunkt ist ein spekulatives Szenario im Jahr 2034: Die Erde hat Kipppunkte erreicht, Regierungen reagieren, eine neue Institution wird gegründet – das Ministerium für die Zukunft. Innerhalb dieser Fiktion operiert die Produktion als diskursives Format, das sich fortlaufend mit der zentralen Frage auseinandersetzt: Welche Handlungsspielräume bleiben uns?
Das Projekt kombiniert künstlerische, wissenschaftliche und gestalterische Perspektiven zu einem Format zwischen Preenactment und realer Wissenschaftskommunikation. Herzstück ist ein mobiles Bühnenbild, das drängende forschungsbasierte Diskurse in eine begehbare, funktionale Infrastruktur übersetzt. Die Szenografie wurde konsequent durch Re- und Upcycling-Prozesse entwickelt. Sie folgt einer Haltung, die den Anforderungen ökologischer Krisen standhalten will – indem sie aus dem Material jener Krisen selbst hervorgeht. In vier thematisch fokussierten Episoden an vier verschiedenen Orten in Zürich wird der Raum selbst zum Instrument: eine spekulative Versammlung, eine temporäre Institution, ein Möglichkeitslabor.
Die Inszenierung bringt reale Wissenschaftler:innen, Performer:innen und Bürger:innen im Modus eines fiktionalen Ministeriums in Austausch – und mit ihnen die Fragen: Wie lässt sich Zukunft verhandeln, wenn sie längst begonnen hat? Was bedeutet Teilhabe, wenn die Katastrophe strukturell geworden ist? Und wie kann Raum für solche Aushandlungen heute aussehen?
Ministry for the Future is a transdisciplinary production about possible futures in the face of the climate crisis—and about how we negotiate them before they arrive. Inspired by the novel of the same name by Kim Stanley Robinson, the project evolved into a large-scale collaboration between Theater Neumarkt, the Collegium Helveticum Zurich, and the Karlsruhe University of Arts and Design (HfG).
Its starting point is a speculative scenario set in the year 2034: the Earth has reached tipping points, governments are reacting, and a new institution is established—the Ministry for the Future. Within this fiction, the production functions as a discursive format that continuously engages with the central question: What room for action remains?
The project combines artistic, scientific, and design perspectives into a hybrid format somewhere between preenactment and real science communication. At its core is a mobile stage design that translates urgent, research-based discourses into an immersive, functional infrastructure. The scenography was developed entirely through re- and upcycling processes, guided by an attitude that seeks to meet the demands of ecological crises—by emerging from their very material. Across four thematically focused episodes in four different locations in Zurich, the space itself becomes an instrument: a speculative assembly, a temporary institution, a lab of possibilities.
The performance brings together real scientists, performers, and citizens within the framework of a fictional ministry—and with them, the questions: How can we negotiate the future when it has already begun? What does participation mean when catastrophe has become structural? And what kind of space is needed for such negotiations today?
Wissenschaftskommunikation
Wissenschaftliches Denken wird nicht nur vermittelt, sondern verhandelt. In dieser Inszenierung treffen sich reale Wissenschaftler:innen aus Klima-, Sozial- und Zukunftsforschung und der Bürger:innenrat -das Publikum- auf Augenhöhe. Gemeinsam werden sie zu Akteur:innen eines kollektiven Nachdenkens. Die Bühne fungiert als Kommunikationsraum, in dem sich Fakten, Unsicherheiten und ethische Fragen gleichberechtigt begegnen – ein Diskurs in Echtzeit.
Situative Platznahme
Ministry for the Future versteht Intervention als situative Platznahme in öffentlichen, wissenschaftlichen und ästhetischen Räumen. In Form des fiktiven Ministeriums werden temporäre Infrastrukturen geschaffen, die unterstützen oder auch Reibung erzeugen.
An vier Orten in Zürich reagiert das mobile Set auf konkrete räumliche, institutionelle und thematische Kontexte: als installative Präsenz, als Gesprächsarchitektur, als spekulative Behörde oder als gezielte Störung. Intendiert ist damit weniger ein Bruch als ein Angebot – im Einschreiben einer möglichen Zukunft in die Logik des Hier und Jetzt.
Description of media (en)
Science Communication
Scientific thinking is not only conveyed, but negotiated. In this performance, real scientists from the fields of climate, social, and futures research meet with the citizens’ assembly—the audience—on equal footing. Together they become actors in a collective process of reflection. The stage functions as a space of communication where facts, uncertainties, and ethical questions interact on equal terms—a discourse in real time.
Situational Occupation of Space
Ministry for the Future understands intervention as situational occupation—within public, scientific, and aesthetic spaces. In the form of the fictional ministry, temporary infrastructures are created that either support or disrupt. In four locations in Zurich, the mobile set responds to concrete spatial, institutional, and thematic contexts: as an installative presence, as conversation architecture, as speculative authority, or as deliberate provocation. The aim is not rupture, but offering—a way of inscribing a possible future into the logic of the present.
Ministry for the Future ist eine transdisziplinäre Produktion über mögliche Zukünfte im Angesicht der Klimakrise – und darüber, wie wir sie verhandeln, bevor sie eintreten. Inspiriert vom gleichnamigen Roman von Kim Stanley Robinson entwickelte sich ein groß angelegtes Kooperationsprojekt zwischen dem Theater Neumarkt, dem Collegium Helveticum Zürich und der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Ausgangspunkt ist ein spekulatives Szenario im Jahr 2034: Die Erde hat Kipppunkte erreicht, Regierungen reagieren, eine neue Institution wird gegründet – das Ministerium für die Zukunft. Innerhalb dieser Fiktion operiert die Produktion als diskursives Format, das sich fortlaufend mit der zentralen Frage auseinandersetzt: Welche Handlungsspielräume bleiben uns?
Das Projekt kombiniert künstlerische, wissenschaftliche und gestalterische Perspektiven zu einem Format zwischen Preenactment und realer Wissenschaftskommunikation. Herzstück ist ein mobiles Bühnenbild, das drängende forschungsbasierte Diskurse in eine begehbare, funktionale Infrastruktur übersetzt. Die Szenografie wurde konsequent durch Re- und Upcycling-Prozesse entwickelt. Sie folgt einer Haltung, die den Anforderungen ökologischer Krisen standhalten will – indem sie aus dem Material jener Krisen selbst hervorgeht. In vier thematisch fokussierten Episoden an vier verschiedenen Orten in Zürich wird der Raum selbst zum Instrument: eine spekulative Versammlung, eine temporäre Institution, ein Möglichkeitslabor.
Die Inszenierung bringt reale Wissenschaftler:innen, Performer:innen und Bürger:innen im Modus eines fiktionalen Ministeriums in Austausch – und mit ihnen die Fragen: Wie lässt sich Zukunft verhandeln, wenn sie längst begonnen hat? Was bedeutet Teilhabe, wenn die Katastrophe strukturell geworden ist? Und wie kann Raum für solche Aushandlungen heute aussehen?
Ministry for the Future is a transdisciplinary production about possible futures in the face of the climate crisis—and about how we negotiate them before they arrive. Inspired by the novel of the same name by Kim Stanley Robinson, the project evolved into a large-scale collaboration between Theater Neumarkt, the Collegium Helveticum Zurich, and the Karlsruhe University of Arts and Design (HfG).
Its starting point is a speculative scenario set in the year 2034: the Earth has reached tipping points, governments are reacting, and a new institution is established—the Ministry for the Future. Within this fiction, the production functions as a discursive format that continuously engages with the central question: What room for action remains?
The project combines artistic, scientific, and design perspectives into a hybrid format somewhere between preenactment and real science communication. At its core is a mobile stage design that translates urgent, research-based discourses into an immersive, functional infrastructure. The scenography was developed entirely through re- and upcycling processes, guided by an attitude that seeks to meet the demands of ecological crises—by emerging from their very material. Across four thematically focused episodes in four different locations in Zurich, the space itself becomes an instrument: a speculative assembly, a temporary institution, a lab of possibilities.
The performance brings together real scientists, performers, and citizens within the framework of a fictional ministry—and with them, the questions: How can we negotiate the future when it has already begun? What does participation mean when catastrophe has become structural? And what kind of space is needed for such negotiations today?
Krisenästhetik
Ministry for the Future denkt Zukunft als materielle Praxis im Krisenmodus der planetaren Erschöpfung. Die Szenografie wird dabei selbst zum Statement: Modular, mobil, weitgehend aus wiederverwendeten Materialien gefertigt, nimmt sie die Krise nicht nur als Thema, sondern als Produktionsbedingung ernst. Statt dystopischer Illustration oder unbegrenzter Technikvision wird ein ästhetischer Umgang mit Funktion, Knappheit und Transformation vorgeschlagen – resilient, improvisiert, offen
Description of media (en)
Aesthetics of Crisis
Ministry for the Future imagines the future as a material practice within the crisis mode of planetary exhaustion. The scenography becomes a statement in itself: modular, mobile, largely made from reused materials—it takes the crisis not only as its theme but as a condition of production. Instead of dystopian illustration or limitless technological visions, it proposes an aesthetic approach to function, scarcity, and transformation—resilient, improvised, open.