Die HfG ist in diesem Jahr zum zweiten Mal als offizieller Partner Teil der Karlsruher Museumsnacht KAMUNA mit einem eigenen Programm in den Lichthöfen.
Am 3. August 2024 öffnen wir ab 18.00 Uhr die Türen mit folgenden Highlights:
Ausstellung: Aktuelle Arbeiten von Studierenden und Projekte aus den Studiengängen Ausstellungsdesign und Szenografie, Kommunikationsdesign, Kunstwissenschaft und Medienphilosophie, Medienkunst sowie Produktdesign der HfG in Lichthof 3+4.
Ausstellung: Ausgewählte Ergebnisse des HfG-Schnupperstudiums, die Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 20 Jahren in Workshops 5 Tage lang kreativ erarbeitet haben in Lichthof 3+4.
Robotic Soundscape: Interactive Robotic Sound Art Performance mit dem Maschinenkunst-Pionier und Medienkünstler Kal Spelletich - Eine Gruppenperformance von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern der HfG mit einem Maschinenorchester aus interaktiven Klangrobotern, elektromechanischen Klangerzeugern und automatischen Instrumenten exklusiv für die KAMUNA. Beeinflusst von der Arbeit von Terry Riley, Kraftwerk, David Tudor, John Cage, den Einstürzenden Neubauten und Pauline Oliveros wird eine einzigartige Soundscapekomposition erschaffen. Dies ist die seltene Gelegenheit, eine von Kal Spelletichs Performances zu erleben. Aufführungen um 20 Uhr und um 21 Uhr im großen Studio
Illuminating Nature: Interaktiver Workshop über (biolumineszente) Pilze - Das Bio Design Lab an der HfG und das Hertzlab am ZKM weihen in diesem praktischen Crossover-Projekt in die wilde Welt der organischen Netzwerke der Pilze ein. Praktische Hands-on Performance mit dem biolumineszierenden Myzelium des Herben Zwergknäuelings (Panellus stipticus) plus Wissenswertes über Pilze als Nutzorganismen und warum sie sich so gut für Medienkunst eignen. 21:00 - 0:00 im Bio Design Lab in Lichthof 4.
Gemeinsame Ausstellung von HfG und ZKM: Antennae: Frequencies from the Archive - Entwickelt von einer Seminargruppe des Studiengangs Ausstellungsdesign und Szenografie der HfG und kuratiert von Nick Aikens, Céline Condorelli im Dialog mit Felix Mittelberger.
Gemeinsame Studio-Ausstellung von HfG und Städtischer Galerie Karlsruhe: „Hydromedia. Seeing with Water“ - Erarbeitet im Frühjahr 2024 an der HfG Karlsruhe im Rahmen des EU-geförderten künstlerischen Forschungsprojekts „Hydromedia“
This year, the HfG is part of the Karlsruhe Museum Night KAMUNA for the second time as an official partner with its own program in the atriums.
On August 3, 2024, we will open the doors from 6 p.m. with the following highlights
Exhibition: Current works by students and projects from the exhibition design and scenography, communication design, art studies and media philosophy, media art and product design courses at the HfG in Lichthof 3+4
Exhibition: Selected results of the HfG taster course, which students between the ages of 16 and 20 worked on creatively in workshops over 5 days in Lichthof 3+4
Robotic Soundscape: Interactive Robotic Sound Art Performance with machine art pioneer and media artist Kal Spelletich - A group performance by young artists from the HfG with a machine orchestra of interactive sound robots, electromechanical sound generators and automatic instruments exclusively for KAMUNA. Influenced by the work of Terry Riley, Kraftwerk, David Tudor, John Cage, Einstürzende Neubauten and Pauline Oliveros, a unique soundscape composition will be created. This is a rare opportunity to experience one of Kal Spelletich's performances. **Performances at 8 pm and 9 pm in the Studio.
Illuminating Nature: An Interactive Workshop on (Bioluminescent) Fungi - The Bio Design Lab at the HfG and the Hertzlab at the ZKM will introduce you to the wild world of organic fungal networks in this practical crossover project. In a practical hands-on performance, we will bring the bioluminescent mycelium of the Panellus stipticus into your living room. Along the way you will learn interesting facts about fungi as useful organisms and why fungi are so well suited for media art. Time: 21:00 - 0:00 at the Bio Design Lab in Lichthof 4.
Joint exhibition by HfG and ZKM: Antennae: Frequencies from the Archive - Developed by a seminar group from the exhibition design and scenography course at HfG and curated by Nick Aikens, Céline Condorelli in dialog with Felix Mittelberger.
Joint studio exhibition by HfG and Städtische Galerie Karlsruhe: “Hydromedia. Seeing with Water” - Developed in spring 2024 at the HfG Karlsruhe as part of the EU-funded artistic research project ”Hydromedia”
22. Gulaschprogrammiernacht des Entropia e.V. in HfG und ZKM
Die Gulaschprogrammiernacht (GPN) des Entropia e.V. ist wieder bei uns zu Gast! In diesem Jahr steht sie unter dem Motto Common Code <> Different Roots. Die GPN ist eine offene, spendenfinanzierte Communityveranstaltung mit Vorträgen, Workshops, einer Demoshow, Musik und dem traditionellen Gulasch als Verpflegung.
30. Mai - 02. Juni 2024 in den Lichthöfen der HfG
"Gulaschprogrammiernacht" klingt fast wie ein Kochmarathon für schlaflose Informatikstudierende. Was 2002 in einem Karlsruher Kellerraum mit ein paar Technikbegeisterten angefangen hat, ist inzwischen zu einer der größten Veranstaltungen des Chaos Computer Clubs gewachsen. Die Themen sind breit gefächert: Den Kern bilden Hard- und Softwareentwicklung, sowie Datensicherheit. Daneben kommen aber auch Datenschutz, Netzpolitik und viele andere faszinierende Themen zum Zug: Wie kocht man das perfekte Gulasch? Kann man aus Hardwareschrott noch schönen Schmuck basteln? Wie funktioniert eigentlich eine Nähmaschine? Wie fliegt man Raumschiffe?
Die Gulaschprogrammiernacht wird vom Entropia e. V. des lokalen Chaos Computer Club in Karlsruhe veranstaltet. In den Lichthöfen der Hochschule für Gestaltung (HfG) und den Vortragssälen des Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) werden mehr als 1.500 Besucherinnen und Besucher erwartet. Trotz der inhaltlichen Tiefe, in die manche Vortragende eintauchen, richtet sich die Gulaschprogrammiernacht nicht nur an die »Digital Natives« oder Nerds. Alle sind willkommen und können etwas lernen.
Das Programmieren steht im Zentrum der GPN. In den Lichthöfen der HfG stehen dazu im »Hackcenter« Tische mit Strom- und Netzwerkanschluss bereit, an denen die Gäste ihre Zelte aufschlagen können. Ein großer Teil reist mit einem Projekt an, um auf der Gulaschprogrammiernacht ein paar fokussierte Tage und gegebenenfalls auch Nächte damit zu verbringen. Das heißt nicht, dass kein Austausch stattfindet. Im Gegenteil: Die meisten Hackenden, wenn sie nicht gerade in tiefster Programmiermeditation versunken sind, geben gerne Auskunft über ihr Steckenpferd. Auch gerade Fertiggewordenes wird gerne vorgeführt, und so wimmelt es auf der Gulaschprogrammiernacht von selbstgebauten Lichtinstallationen und Gerätschaften.
Der zweite Hauptbestandteil einer Gulaschprogrammiernacht - neben den Aktivitäten im Hackcenter - ist das Workshop- und Vortragsprogramm. Von tief in die Materie gehenden Vorträgen aus Hard- und Softwareentwicklung über lehrreiche (und humorvolle) Anekdoten aus dem alltäglichen Programmierwahnsinn bis zu netzpolitischen Debatten ist alles vertreten. Bei Löt- und Bastelworkshops können Elektronik-Skills verbessert werden, Lightning Talks bieten eine offene Bühne für spontane Kurzvorträge, und auch die Demoszene erfreut sich stets großer Beliebtheit.
Das diesjährige Motto ist "Common Code <> Different Roots". Es gibt viel "Common Code", den wir jeden Tag in unserem digitalen und analogen Leben nutzen. Wo liegen die Wurzeln dieser Codes? Wie arbeiten sie zusammen? Wie wächst daraus ein Baum? Was ist mit der Community hinter dem Code? Wie sieht die Zukunft unseres Baumes aus?
Die Gulaschprogrammiernacht ist eine offene Veranstaltung für alle. Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht, eine Spende wird erbeten.
22. Gulaschprogrammiernacht of Entropia e.V. in HfG and ZKM
The Goulash Programming Night (GPN) of Entropia e.V. is back with us! This year's motto is Common Code <> Different Roots. The GPN is an open, donation-financed community event with talks, workshops, a demo show, music and the traditional goulash for refreshments.
May 30 - June 02, 2024 in the atriums of the HfG
“Goulash programming night” almost sounds like a cooking marathon for sleepless computer science students. What started in 2002 in a basement room in Karlsruhe with a few technology enthusiasts has now grown into one of the Chaos Computer Club's biggest events. The topics are wide-ranging: The core is hardware and software development, as well as data security. However, data protection, network policy and many other fascinating topics are also covered: How do you cook the perfect goulash? Can you make beautiful jewelry out of hardware scrap? How does a sewing machine actually work? How do you fly spaceships?
The Goulash Programming Night is organized by Entropia e. V. of the local Chaos Computer Club in Karlsruhe. More than 1,500 visitors are expected in the atriums of the University of Arts and Design (HfG) and the lecture halls of the Center for Art and Media (ZKM). Despite the depth of content that some of the speakers will delve into, the Goulash Programming Night is not just aimed at “digital natives” or nerds. Everyone is welcome and can learn something.
Programming is at the heart of the GPN. Tables with power and network connections are set up in the “Hackcenter” in the atriums of the HfG, where guests can pitch their tents. A large number of people travel to the Goulash Programming Night with a project to spend a few focused days and even nights working on it. This does not mean that there is no exchange. On the contrary: most hackers, when they are not immersed in deepest programming meditation, are happy to provide information about their hobbyhorse. They also like to show off what they have just finished, and so the Goulash Programming Night is teeming with self-built light installations and devices.
The second main component of a Goulash Programming Night - in addition to the activities in the Hackcenter - is the workshop and lecture program. From in-depth lectures on hardware and software development to instructive (and humorous) anecdotes from everyday programming madness and debates on net politics, everything is represented. Electronics skills can be improved at soldering and tinkering workshops, lightning talks offer an open stage for spontaneous short presentations, and the demo scene is always very popular.
This year's motto is “Common Code <> Different Roots”. There is a lot of “common code” that we use every day in our digital and analog lives. Where are the roots of these codes? How do they work together? How does a tree grow from it? What about the community behind the code? What does the future of our tree look like?
The Goulash Programming Night is an open event for everyone. Prior registration is required, a donation is requested.
Eine filmische Montage des Archivs von Kunsthistoriker Heinrich Klotz lässt Zusammenhänge erkennen zwischen Postmoderne, digitalen Medien und der Hoffnung auf eine neue Kunst.
Die alte Umwelt ist nicht mehr vorhanden, es klaffen Lücken, ganze Städte sind dem Boden gleich gemacht worden. Kann man eine lebenswerte Stadt wiederherstellen, ohne die Aggressionen des Krieges zu verdecken? Oder sind die Ruinen eine einmalige Chance, die Innenstädte von Grund auf neu zu gestalten? Ausgehend vom Wiederaufbau der deutschen Altstädte nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigte den Kunsthistoriker Heinrich Klotz die Rückgewinnung eines sinnlichen Erlebens in Architektur und Kunst. So sagte er den radikalen Forderungen einer alles erneuernden funktionalen Architektur den Kampf an, da sie nur noch gesichtslose Container baute. Die postmoderne Architektur verteidigte er wiederum gegen den Vorwurf des Kitsches. Und Computerspiele und virtuelle Realitäten erhob er zu Kunstwerken. 1984 gründete er das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt und 1989 das Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe.
A cinematic montage of the archive of art historian Heinrich Klotz reveals connections between postmodernism, digital media, and the hope for a new art.
The old environment is no longer there—gaps remain, entire cities have been leveled. Can a livable city be restored without covering up the aggressions of war? Or are the ruins a unique opportunity to redesign city centers from the ground up? Beginning with the post-World War II reconstruction of German historic towns, art historian Heinrich Klotz focused on reclaiming a sensual experience in architecture and art. He opposed the radical demands of an all-renewing functionalist architecture, which, in his view, only produced faceless containers. At the same time, he defended postmodern architecture against accusations of kitsch. He even elevated video games and virtual realities to the status of artworks. In 1984, he founded the German Architecture Museum in Frankfurt, followed by the Center for Art and Media in Karlsruhe in 1989.
Gefördert durch die Riemschneider Stiftung, die Gesellschaft zur Förderung der Kunst und Medientechnologie e.V. und das Zeitbild-Lab der HfG Karlsruhe.
Unterstützt durch den Südwestrundfunk, den Hessischen Rundfunk, dem Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Andec Filmtechnik und DCM - Digital Cinema Mastering.
Eine ländliche Region, ca. 1900. Die Landärztin Nerea Flores reist aus der Stadt in ein Dorf, um mit einer frühen Form einer Filmkamera Patientenfälle für ein medizinstudentisches Publikum zu dokumentieren. Der komplette Film erzählt sich ausschließlich aus dem Rohmaterial, das dabei entsteht – mitsamt Kameraein- und -ausschalten, Positionieren der Akteur*innen, Signalgebung etc.
Sie richtet eine improvisierte Praxis in einem leerstehenden Bauernhaus ein und probiert verschiedene, von schwer überwindbarer Distanz geprägte Therapiemethoden an den Personen aus – stets unter Anwesenheit der Kamera. Die Aufnahmepraxis irritiert die Patient*innen. Ein zur Kontrolle herbeigerufener Arztkollege bemängelt die Aufnahmen und befeuert eine radikalere Praxis beim Filmen, bei der ethische Fragen noch weiter in den Hintergrund treten sollen. Nerea fühlt sich in die Ecke gedrängt und innerlich zerrissen.
Schritt für Schritt löst sich unter Druck die Distanz zwischen Filmender und Gefilmtem auf. Flores bringt die Kamera schließlich auch mit in die Häuser der zu Behandelnden. Mit der Zeit empfinden die Patientinnen ihr Eingreifen als unangenehm und zu eindringlich und fliehen – um den Aufnahmeprozessen zu entgehen – ins Metaphysische. Nerea begegnet den zu Behandelnden nun in der Gestalt eines Waldstücks oder auch eines Baches. Da somit keine klassischen Therapieaufnahmen mehr möglich sind, wird das Projekt vorzeitig beendet.
A rural region, around 1900. Country doctor Nerea Flores travels from the city to a village to document patient cases for a medical student audience using an early form of a film camera. The entire film is told exclusively through the raw material produced in the process – including switching the camera on and off, positioning the actors, giving cues, etc.
She sets up an improvised practice in an abandoned farmhouse and tries out various therapy methods shaped by a difficult-to-overcome emotional distance – always in the presence of the camera. The filming practice unsettles the patients. A doctor colleague, sent in for supervision, criticizes the recordings and pushes for a more radical filming approach in which ethical concerns are further sidelined. Nerea feels cornered and conflicted.
Step by step, under pressure, the distance between the filmer and the filmed dissolves. Flores eventually brings the camera into the homes of her patients. Over time, the patients perceive her interventions as too intrusive and uncomfortable and flee – in order to escape the filming process – into the metaphysical. Nerea now encounters those to be treated in the form of a patch of forest or even a stream. As a result, no further traditional therapy recordings can be made, and the project is prematurely ended.