Diese Grundkarte zeigt den 50-Kilometer-Radius, der die Bioregion Karlsruhe definiert, mit der Living Library im Zentrum. Die Region lässt sich grob in drei Bereiche unterteilen: den Oberrheingraben (umrahmt von zwei durch gestrichelte Linien gekennzeichneten Verwerfungslinien), ein großes Grabenbruchgebiet, das vor etwa 50 Millionen Jahren entstanden ist und durch dessen Mitte der Rhein nach Norden fließt (doppelte Linie); den Pfälzerwald im Westen und den Schwarzwald im Süden. Das Linienmuster zeigt die Höhe an und verdeutlicht, dass es sich um einen fast flachen Graben zwischen zwei großen Gebirgszügen handelt. Um die sprachliche Vielfalt der Region widerzuspiegeln, sind alle Städte auf der Karte sowohl mit ihrem lokalen als auch mit ihrem nationalen Namen angegeben.
Medien-Beschreibung (en)
This base map shows the 50-kilometre radius that defines the Karlsruhe bioregion, with the Living Library at its centre. The region can be broadly divided into three areas: the Oberrheingraben/Upper Rhine Graben (framed by two fault lines indicated by dashed lines), a large rift valley formed about 50 million years ago with the river Rhine flowing northwards through its centre (double line); the Pfälzerwald/Palatinate Forest to the west; and the Schwarzwald/Black Forest to the east. The line pattern indicates elevation, revealing an almost flat Graben between two large mountain ranges. To reflect the region’s linguistic diversity, all cities on the map are written in both their local and national names.
Die Wollproduktion in der Region um Karlsruhe ist eng mit der süddeutschen Tradition der nomadischen Schafhaltung verbunden. Diese Praxis ist von der UNESCO als Teil des immateriellen Kulturerbes der Nation anerkannt. Laut Statistiken aus dem Jahr 2019 gab es in Baden-Württemberg (dem Bundesland, in dem Karlsruhe liegt) rund 215.500 Schafe und etwa 1.300 Schafhaltende mit 20 oder mehr Schafen. Mehrere Schafzuchtbetriebe (Punkte), die mit dem Workshop »Über Verflechtungen und Filzen« in Verbindung stehen, sind hier im Verhältnis zu allen Gebieten dargestellt, in denen Vieh gezüchtet wird (gefüllte Punkte) innerhalb der Bioregion Karlsruhe.
Medien-Beschreibung (en)
The production of wool in the region around Karlsruhe is closely connected to the South German tradition of nomadic sheep farming. This practice is recognised by UNESCO as part of the nation's Intangible Cultural Heritage. According to statistics from 2019, there were around 215,500 sheep and about 1,300 sheep farmers with 20 or more sheep in Baden-Württemberg (the state in which Karlsruhe is located). Several sheep farms (dots) connected to the workshop ‘On Entanglements and Felting’ are shown here in relation to all areas where livestock is raised (solid dots) within the Karlsruhe bioregion.
Beobachtungen invasiver Pflanzenarten (ausgefüllte Punkte) in und um Karlsruhe, zusammengetragen aus iNaturalist, einer globalen Citizen-Science-Datenbank. Invasive Pflanzen, auch Neophyten genannt, sind Arten, die in ein neues Gebiet eingeführt wurden und sich dort aggressiv ausbreiten, oft die einheimische Vegetation verdrängen und lokale Ökosysteme stören. Die spezifischen Arten wurden während des Workshops »Über Verdrängung und Anpassung« identifiziert. Aus den Daten ergibt sich ein auffälliges Muster: Viele dieser invasiven Pflanzen treten gehäuft entlang der Flüsse Alb und Pfinz in Karlsruhe auf. Das liegt daran, dass Wasserwege oft als natürliche Korridore fungieren, die die Verbreitung von Samen und Pflanzenfragmenten erleichtern.
Medien-Beschreibung (en)
Observations of invasive plant species (solid dots) in and around Karlsruhe, crowdsourced from iNaturalist, a global citizen-science database. Invasive plants, also known as neophytes, are species that have been introduced to a new area and spread aggressively, often outcompeting native vegetation and disrupting local ecosystems. The specific species were identified during the workshop ‘On displacement and adaptation’. A noticeable pattern emerges from the data: many of these invasive plants are concentrated along Karlsruhe's rivers, the Alb and Pfinz. This is because waterways often act as natural corridors that facilitate the spread of seeds and plant fragments.